Frage von Lehman,

Kann es sein, dass der Sunk Cost Effekt beim Projekt Stuttgart 21 eine (zu) große Rolle spielt?

Wenn ich lese, dass ein Ausstieg, in Folge der bereits entstandenen Kosten, zu teuer ist, frage ich mich, ob der Sunk Cost Effekt beim Projekt Stuttgart 21 eine (zu) große Rolle spielt?

Hilfreichste Antwort von molinari,
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Hallo Lehman,

du hast Recht: sunk costs sollte man in eine entscheidung nicht mit einbeziehen, schließlich sind sie sunk. kleines beispiel: wenn du eine kinokarte gekauft hast, an besagtem abend aber rein gar keine lust hast, nochmal das haus zu verlassen, solltest du in deine entscheidung nicht miteinbeziehen, dass du das geld für die karte schon ausgegeben hast!

nun zu stuttgart 21. die bauherren glauben wohl, dass niemand den sunk cost effekt kennt. so lange weiterbauen, bis sie sagen: jetzt haben wir schon angefangen, jetzt haben wir so viel investiert, jetzt müssen wir auch weitermachen.

allerdings sehe ich nicht, dass dies der einzige grund für den schlichterspruch ist. vielmehr wäre es sehr kostenaufwendig, das ganze wieder rückgängig zu machen. dies ist dann wieder eine investition, und die muss man in der entscheidung berücksichtigen!

Antwort von Quaver,
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Sicherlich spielen diese sunk costs bei der Entscheidung über Stuttgart 21 eine mitentscheidende Rolle. Immerhin betragen sie eine sehr beträchtliche Summe. Es ist die Frage inwieweit diese Kosten für die momentane Entscheidung tatsächlich eine Rolle spielen sollten. Dies ist einer der Streitpunkte bei diesem Projektvorhaben.

Antwort von wfwbinder,
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Man könnte schon sagen, egal, viele sind dagegen, die Planungskosten und die abrißkosten einschließlich wieder aufbau versenkt man udn fertig.

Dann müßte man die geplante Schnellstrecke von London, über Paris nach Bratislava nur noch an Stattgart vorbei führen, was ja erheblich an Kosten sparen würde.

Die Stuttgarter hätten ja auch der alten Strecke dann in Ulm, bzw. Karlsruhe, Zusteigemöglichkeiten.

Mit Scherheit hätte man das ganze besser planen können, aber dasusterländle wäre heute nciht da, wo es ist, wenn Bosch, Daimler, Benz, Stihl, Dürr usw. auch so gedacht hätten, wie die S21 Gegner.

Kommentar von ggsicht,

Alles Quatsch. Stuttgart IST bereits ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Der TGV hält bereits in Stuttgart.

Stuttgart 21 ist ein REINES Immobilienprojekt, von einigen Mächtigen, die meinen, sie können machen was sie wollen....und sie werden erkennen müssen, daß sie vielleicht eine Messe gegen den Widerstand der Bevölkerung bauen können (die weit weg ist) aber nicht einen Bahnhof mit 15 Jahre Bauzeit mitten in der Stadt ! Das wird weiter Protest geben !

Kommentar von wfwbinder,

Wenn das, was man heute "Hochgeschwindgkeitsnetz" nennt, wird ja zum Teil neu gebaut werden, weil eben von und nach stuttgart noch nicht 280 bzw. 300 gefahren werden kann.

Ausserdem verliert man durch das Ändern der Fahrtrichtung weitere 4 Minuten.

"Reines Immobilienprojekt der Mächtigen" Was hat denn Mappus von dem Projekt, das schon geplant wurde, als er sich überlegte evt. mal Politkarriere zu machen.

Ob es sehr geschickt ist einen Teil des Bahnhofs für das Projekt abzureissen, wage ich zu bezweifeln, aber ich bin kein Architekt. Ich hätte vermutich versucht, das Ganze im Untertagebau zu machen. aber slche Großprojekte haben schon was.

Was wurde gegen den Hauptbahnhof hier in Berlin gewettert, aber heute nutzt ihn jeder gerne.

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