Frage von EMMAundFINN,

Kann eine Bank einen Fonds schließen, wenn ich eine monatliche Auszahlung vereinbart habe?

Ich habe bei der Santander-Bank einen Fonds von dem ich jeden Monat eine Auszahlung bekomme, weil ich das bei Vertragsabschluss so vereinbart habe. Jeden Monat wird mir also eine feste Summe auf mein Girokonto ausgezahlt.

Jetzt habe ich die Information bekommen, das der Fonds geschlossen wird und dass man weder Anteile kaufen noch verkaufen kann.

Da ich auf die monatliche Auszahlung angewiesen bin, frage ich, ob eine Bank so etwas überhaupt machen darf. Schließlich ist es doch mein Geld und ich würde gerne über das Geld verfügen, wann ich es möchte.

Hilfreichste Antwort von Niklaus,
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Die Bank kann keinen Fonds schließen. Das Geheimnis ist, sie hat überhaupt keinen Fonds. Du hast wahrscheinlich den SEB Immoinvest gekauft. Dieser Fonds ist durch die letzten Finanzkrise, wie viele andere offene Immobilienfonds auch, in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Das ist kein böser Wille oder üble Masche es ist die Schuld der Finanzgangster die die ganze Welt in ein finanzielles Desaster gestürzt haben. Der Fonds ist auch nicht geschlossen sondern er hat nur die Rücknahme der Anteile ausgesetzt.


Mit Wirkung zum 05.05.2010 hat die SEB Investment GmbH die Rücknahme von Anteilen des SEB Immoinvest zum Schutz der Anleger ausgesetzt. Dies bedeutet für die Anleger des SEB Immoinvest, dass diese für die Zeit der Schließung nicht an ihr eingezahltes Geld aus dem Fondsvermögen herankommen können, da sie ihre Anteile nicht zurückgeben können. Sie sind somit bis zu einer Wiedereröffnung des SEB Immoinvest an diesen gebunden. Bis zu einer Wiedereröffnung kann es noch bis zum Mai 2012 dauern, da erst dieses Jahr im Mai eine Verlängerung der Schließung erklärt wurde. Bis zum Mai 2012 sollen des SEB Immoinvest verkauft werden, so dass sich die Liquidität erhöht. Reicht die Liquidität des SEB Immoinvest im Wiedereröffnungszeitpunkt allerdings nicht aus, so muss auch dieser offene Immobilienfonds abgewickelt werden.

Quelle: http://www.dr-stoll-kollegen.de/aktuelles/seb-immoinvest-anlegerschutz-anwaelte-...

Artikel 2 Absatz 2

Antwort von Rat2010,
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Der Fonds hat mit der Bank nichts zu tun. Wenn der geschlossen wird, ist das für die Bank so ärgerlich wie für dich. Sie "darf" dann nicht nur deinen Auszahlungsplan stoppen. Ihr bleibt gar nichts anderes übrig.

Se etwas passiert an sich nur bei Immobilienfonds oder bei Maßnahmen, bei denen der Fall anders wäre. Wenn es um einen Immobilienfonds geht, kannst du vermutlich nur abwarten oder den Fonds (mit hohem Abschlag) an der Börse verkaufen. Wenn es ein anderer Fonds ist, stelle bitte rein. welcher. Dann muss man womöglich nur einen neuen Auftrag erteilen und der Auszahlungsplan geht weiter.

Antwort von gandalf94305,
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Sorry, das ist mir zu vage. Welcher Fonds ist das?

Die Investmentgesellschaft kann Fonds natürlich schließen. Du bekommst in diesem Fall keine monatliche Auszahlung, sondern einfach den Restbetrag zur Wiederanlage ausbezahlt. Idealerweise erfolgt die Schließung nicht als Schließung, sondern als steuerneutrale Verschmelzung mit einem anderen Fonds, über den Du dann Deinen Auszahlplan weiterführen könntest.

Was ich bei Dir zwischen den Zeilen lese: der Fonds wurde nicht geschlossen, sondern die Anteile wurden von der Rücknahme ausgesetzt.

Ich habe den Verdacht, es handelt sich um diesen: http://www.pressinfocom.com/1/Santander-%28Bank%29-SEB--Kapitalprotekt---A_63428...

Antwort von leonhartner,

Hallo,

zum Einen: Das ist nicht mehr dein Geld, du hast für das Geld schließlich Fondsanteile gekauft.

zum Anderen: Wenn der Fonds nicht mehr liquide genug ist, um seine Anleger auszuzahlen, wird er geschlossen (später allerdings vielleicht wieder geöffnet).

Wenn die Santander-Bank jetzt die Auszahlungen gestoppt hat, sieht der Vertrag wahrscheinlich vor, dass jeden Monat Anteile für y Euro verkauft werden. Wenn der Fonds geschlossen ist, geht das nicht mehr.

Sollte die Santander allerdings verpennt haben, beim Verkauf auf die Verlustrisiken aufmerksam zu machen: Böse Briefe, Drohung mit dem Anwalt und ggf Gerichtsprozess helfen evt. weiter. (Beweisproblem lalala*)... Es gibt aber durchaus auch viele erfolgreiche Prozesse gegen Banken wegen Fehlberatung - und viele Fälle, in denen es gar nicht erst zum Prozess kommen musste. Für weniger Mutmaßung: Wenn nicht mit dieser Materie, womit kennen sich Verbraucherzentralen dann aus?

Kommentar von Niklaus,

Diese Antwort ist total daneben.

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