Frage von hab2von, 10

Kann ein Ausbildungsvertrag davon abhängig gemacht werden ob Zwischenprüfung bestanden wird?

Kann der Chef rechtswirksam vertraglich regeln, daß bei Nichtbestehen der Zwischenprüfung der Ausbildungsvertrag endet?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von imager761, 10

Kann der Chef rechtswirksam vertraglich regeln, daß bei Nichtbestehen der Zwischenprüfung der Ausbildungsvertrag endet?

Nein, de facto schlicht deshalb nicht, weil eine Zwischenprüfung garnicht "nicht bestanden" werden kann.

Dennoch ergibt sich - und darauf will er vorsorglich hinweisen - sein Kündigungsrecht aus "wichtigem Grund" gem § 22 BBiG, wenn die ausbildungsvertraglich geschuldete Lernpflicht n. § 13 BBiG schuldhaft nicht erfüllt würde.

Zeigen mangelnder Lernfortschritt im Betrieb und schlechte BS-Zeugnisnoten, dass du nichts unternimmst, um "die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist", darf er das abmahnen und nach Vorliegen der Zwischenprüfungsergebnisse tasächlich das Ausbildungsverhältnis kündigen :-O

G imager761

Antwort
von williamsson, 7

Das so im Lehrvertrag zu regeln, wird rechtlich nicht haltbar sein. Aber der AzuBi hat natürlich die Pflicht durch Lernen , sowohl im Betrieb als auch in der BS das Ausbildungsziel zu erreichen, andernfalls das Lehrverhältnis aus wichtigem Grund gekündigt werden kann. Das ist näher im BBiG Gesetz, § 13 geregelt.

Antwort
von Grossfamilie, 5

ungeheuerlich, was der Chef sich erlaubt! So einfach geht das (zum Glück!) nicht, folgender Artikel wird Dir gefallen: http://www.lvz-online.de/ratgeber/recht/recht-inhalte/arbeitsrecht/schlechte-not...

Antwort
von ASS09, 5

Nein,eine derartige Vereinbarung im Ausbildungsvertrag ist nicht rechtens.

Weitere Informationen kannst du hier finden: http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-ausbilder....

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