Frage von treuconsults, 5

Juristische Schritte werden gegen Prokon eingeleitet-darf man als Betroffener hoffen?

Ich habe gelesen, dass der Verbraucherschutz gegen das Schreiben von Prokon vorgehen will, in dem Anleger "eingeschüchtert" werden, Anleihen sollten gekündigt werden, da die Pleite bevorstehe. Denkt Ihr, es macht Sinn, als Betroffener darauf zu hoffen, daß die Justiz u. der Verbraucherschutz sich hier ausreichend einsetzen wird, um den Schaden so gering wie möglich zu halten für die Anleger?

Antwort
von wfwbinder, 5

Wenn kein Geld da ist um die Anleger auszuzahlen, wird auch das ausgefeilteste Schreiben eines Rechtsanwaltes kein Geld auf das Konto spülen. Wie soll das funktionieren?

Wenn überhaupt, könnte man überlegen mit der Geschäftsleitung zu sprechen um zu sehen, ob die alles aufdecken und die Chance von Verwertungen abzuschätzen.

Verhandeln könnte die Lösung sein um etwas zu retten (wobei man nicht weiss, ob die sich darauf ein lassen), aber Konfrontation, läßt das ganze schnell krachen gehen.

Allerdings halte ich die Taktik von Prokon für seltsam. Wenn die noch Geld eingesammelt haben, als abzusehen war, dass die Verpflichtungen nicht mehr erfüllbar waren, haben sie sich strafbar gemacht.

Antwort
von Niklaus, 4

Ohne groß schwarz zu malen. Ich denke das Geld wird verbrannt sein. Die Justiz hat es zugelassen das so etwas verkauft werden darf. Der Verbraucherschutz kümmert sich um abgelaufene und gekündigte Kapitallebensversicherungen und hackt auf Versicherungsvermittler und Anlegeberatern herum statt sich um Anlagen zu kümmern, bei denen Milliarden verbrannt werden. Kein Anlageberater hat diese Anlage verkauft. Das hat Prokon im Direktvertrieb alleine gemacht. Auf Hilfe hoffst du unnötig.

Hake es einfach ab als Erfahrung. Du hast ja den Unsinn gezeichnet und vorher die Risiken zum Totalausfall durchgelesen - oder etwas nicht?

Kommentar von KAPRecht ,

Heute am 22.01.2014 um 14 Uhr ist das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen PROKON Regenerative Energien GmbH, 25524 Itzehoe, vor dem Amtsgericht Itzehoe eröffnet worden: Werbung durch Support gelöscht

Kommentar von ffsupport ,

Lieber KAPRecht,

Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.

Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy

Freundliche Grüße,

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

Antwort
von Privatier59, 2

Ich kann nicht nachvollziehen, was Verbraucherverbände oder Justiz in Sachen Prokon für die Anleger so allgemein tun könnten: Wenn dieses Unternehmen NICHT insolvent wird, dann müssen die Anleger ihre Ansprüche einklagen. Das geht aber nicht über irgendwelche "Sammelklagen" (die es in Deutschland garnicht gibt), sondern da muß jeder einzelne Anleger Geld in die Hand nehmen und selber den Weg zum Gericht gehen. Wenn Prokon aber insolvent wird, bleibt nur die Anmeldung der Ansprüche zur Insolvenztabelle und die Hoffnung, dass die Quote möglichst hoch ausfallen wird. Prognosen kann da niemand abgeben, aber ich halte zwischen 0 und 50% des Anspruchs alles für möglich, darüber alles für unmöglich.

Antwort
von Scrooge, 2

Das eine halte ich für Masche des Verbraucherschutzes, um mal wieder medienwirksam "gut" dazustehen. Die Lage von Prokon dagegen ist eine andere. Gestern haben die veröffentlicht, dass es gar keine Insolvenz geben könne, weil die Kündigungen der Genussrechte sowieso unwirksam seien. Nachzulesen auf deren Seite. Klingt alles sehr wirr. Justiz und Verbraucherschutz können hier eigentlich gar nichts ausrichten. Es kommt auf den Insolvenzverwalter an, wenn es denn zur Insolvenz kommt. Und für wieviel er dann die vorhandenen Werte verscherbeln kann. daraus erfolgt dann die Rückzahlung an die Anleger. Ob beim Firmeninhaber was zu holen ist, wenn er sich strafbar gemacht hätte, wird sich langwierig zeigen. Also - besser erstmal auf das Schlimmste (Totalverlust) einstellen und sich dann freuen, wenn irgendwann doch noch was zurückgezahlt werden sollte.

Antwort
von billy, 2

Hoffen darf und sollte man immer, die Aussichten sind allerdings mehr als bescheiden.

Antwort
von freelance, 2

stell dir vor, es knallt richtig und Prokon geht in die Insolvenz. Dann geht es um die Verwertung der Masse oder die Weiterführung des Geschäftes.

Nehmen wir weiter an, Prokon wird abgewickelt. Wenn da dann Geld fehlt, denkst du, Anwälte oder Verbraucherschützer zaubern die fehlenden Mio/ das fehlende Geld aus dem Hut?

Das bringt gar nichts aus rein monetärer Sicht.

Antwort
von HilfeHilfe, 3

Ich weiß nicht was ihr Anleger für komische Gedankengänge und Erwartungen habt. Wenn man investiert sollte man sich mit dem Risiko eines Genußscheins vertraut machen. Ebenso sollte man wissen wenn ein Anlageprodukt 8 % in Niedrigzinsphasen abwirft risikoreich ist.

Denkst du der Staat springt ein und zahlt deine Verluste aus den Steuernmitteln ?! Da solltest du lieber nach Griechenland auswandern.

Kleiner Trost, die Experten rechnen in einer Insolvenz von 50 % Quote.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community