Frage von papiertiger, 133

Jobticket und Entfernungspauschale -> Steuerklärung: Welche Angaben brauche ich?

Ausgangssituation:

Ich war sv-pflichtig beschäftigt und habe am ersten Tag ein Jobticket erhalten, gültig für den gesamten Zeitraum. Dafür wurden mir monatl. 48 € vom Netto abgebucht (Nettoabzug). Auf das Brutto wurde nichts draufgeschlagen. Allerdings steht in der LSt-Bescheinigung weder etwas unter F, noch in den Zeilen 17, 18, noch sonstwo.

Meine Frage ist nun, wie ich das in der Steuererklärung behandeln muss? Die Entfernungspauschale kann ich ja trotzdem nutzen, soweit ich informiert bin. Aber was muss ich noch angeben? Sonstige Infos hab ich ja keine. Einfach die Entfernungspauschale eintragen und Jobticket verschweigen ist sicherlich nicht ganz korrekt.

(Es gibt ja bereits einige Fragen dazu, aber meinen Fall habe ich bisher nicht entdeckt.)

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Antwort
von wfwbinder, 133
  1. Da Dir die 48,- Euro vom Netto abgezogen wurden, hast Du das Jobticket für 48,- gekauft.

  2. Dir steht die Entfernungspauschlae zu, ganz normal 30 Ct. pro Entfernungskilometer pro Arbeitstag.

  3. sonst ist nichts zu unternehmen.

Da Du das jobticket über den Abzug vom Netto bekommen hast, ist es kein Unterschied dazu, als hättest Du es von Deinem Netto bei einer Verkaufsstelle erworben. DieVerbilligung, die ihr wohl über den Arbeitgeber bekommt ist wohl nicht in dem Bereich, dass es versteuer werden müßte, sonst hätte der AG das getan.

Also einfach ansetzen und fertig.

Kommentar von FREDL2 ,

@wfwbinder: ganz genauso isses, bzw. eine andere Interpretation scheidet aus.

Kommentar von papiertiger ,

Danke für die schnellen Antworten. So werd ich's machen.

Aber kurze Rückfrage: Entsteht mir dadurch nicht eine Art von "unlauterem Vorteil"? Denn immerhin habe ich durch das Jobticket erheblich Geld gespart und aufgrund der Entfernung zur Arbeitsstelle kommt durch die EP soviel zusammen, dass sich das definiert auf mein zu versteuerndes Einkommen auswirkt.

Kommentar von FREDL2 ,

@papiertiger

DieVerbilligung, die ihr wohl über den Arbeitgeber bekommt ist wohl nicht in dem Bereich, dass es versteuer werden müßte, sonst hätte der AG das getan.

Nicht gelesen? Erkundige Dich doch, wie hoch die Vergünstigung ist, weil der AG das Ticket bestellt. Sind es max. 44,00/Monat kannst Du Dich ganz entspannt zurücklehnen. Diesen Betrag kann jeder AG monatlich steuerfrei pro Sache und Arbeitnehmer ausgeben - auch bei Jobtickets.

Antwort
von SBerater, 102

du kannst die Entfernungspauschale ansetzen:

Anzahl der Arbeitstage * Entfernungs-km * 30 ct

Die 48 Euro entspricht einem Kauf des Tickets, da vom Netto abgezogen.

Übrigens: es gibt eine Grenze iHv. 4.500 Euro p.a., die du jedoch vermutlich nicht erreichen willst. Wenn du mehr Kosten ermitteln solltest, müsstest du Belege liefern.

Kommentar von vulkanismus ,

"Übrigens: es gibt eine Grenze iHv. 4.500 Euro p.a., die du jedoch vermutlich nicht erreichen willst. Wenn du mehr Kosten ermitteln solltest, müsstest du Belege liefern." Versteht das irgendwer ??

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