Frage von 11happyhour, 481

Jobticket, dafür 0,03% für Firmenwagen Versteuerung (Wohnung-Arbeitsstätte) entfällt in NRW

Hallo, ich habe von Freunden (welche in NRW arbeiten) erfahren, dass durch ein sogenanntes Jobticket, die Versteuerung für das Firmenfahrzeug nur noch mit einem Prozent erfolgt, und dass dadurch die gesamten Kilometer von Wohnung und Arbeitsstätte bis auf einen Kilometer (wegen nächster Haltestelle von den Öffentlichen Verkehrsmitteln) mit 0,03% versteuert werden muss. Bei weiten Strecken zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, könnte dies natürlich hilfreich sein. Ich habe aber im Internet nichts darüber gefunden. Das Jobticket wird häufiger mal erwähnt, aber ich habe nicht explizietes gefunden. Meine Freunde sagten auch, dass dies nur in NRW gilt. Kann mir Jemand vielleicht etwas dazu sagen? Wie kann dies angewendet werden? Gruß

Antwort
von billy, 481

Die Versteuerung von Firmenwagen wird vom Arbeitgeber mit der 1%-Regelung plus 0,03% des Arbeitsweges (beides multipliziert mit dem Listenpreis) versteuert. Die Kosten für das Jobticket können mit der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden, die 0,03% (geldwerter Vorteil) für den Arbeitsweg entfällt dann für die Tage an denen der Firmenwagen nicht für den Arbeitsweg genutzt wurde.

Kommentar von gammoncrack ,

Die 0,03% (geldwerter Vorteil) für den Arbeitsweg entfällt dann für die Tage an denen der Firmenwagen nicht für den Arbeitsweg genutzt wurde.

Da bist Du Dir ganz sicher?

Kommentar von 11happyhour ,

Kann der enftfallene Betrag (für nicht genutztes Firmenfahrzeug) nicht gleich vom Arbeitgeber abgezogen werden? Dann braucht man dafür erst gar nicht einen Betrag X zu versteuern!

Antwort
von FREDL2, 424
Meine Freunde sagten auch, dass dies nur in NRW gilt.

Das kann schonmal gar nicht sein. Die Steuergesetzgebung ist keine Ländersache. Du hastim Netz deswegen nichts darüber gefunden, weil das so nicht stimmt. Es gibt einige seltene Fälle, die können beweisen, dass sie mit ihrem Firmenwagen nur zum nächsten Bahnhof fahren und ab dort mit Bahn usw. zum Arbeitsplatz.

Bedenke jedoch, dass gerade bei weiten Strecken zur Firma mittels Kilometerstand des Autos das Ganze ziemlich schnell kippt, wenn es nicht stimmt. Dein Arbeitgeber ist Haftungsschuldner und wäre nicht gut beraten, liesse er sich dann darauf ein.

Du selber kannst natürlich in Deiner Steuererklärung den Sachverhalt so angeben und Dein Jobticket als Werbungskosten ansetzen. Rückfragen wird es gewiss geben, da die Frage, ob ein Firmenwagen genutzt wird, m. W. in der ESt-Erklärung anzukreuzen ist.

Kann der enftfallene Betrag (für nicht genutztes Firmenfahrzeug) nicht gleich vom Arbeitgeber abgezogen werden?

Nein. Die Firmenwagenbesteuerung ist kein Wunschkonzert. Du hast die Wahl: 1 % plus 0,03%, Fahrtenbuch oder einen Privatwagen nutzen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community