Frage von Tanima,

Job als Aushilfe, unwissend jung nicht angemeldet

Hallo, ich war vor 10 Jahren, nach meiner Ausbildung stundenweise in einem Lagerverkauf tätig. Hatte meine Steuerkarte auch abgegeben.Bin davon ausgegangen alles sei so richtig. Nun habe ich meinen Rentenbescheid angefordert und festgestellt, daß ich damals gar nicht angemeldet war. Hatte weder Vertrag noch Abrechnungen erhalten. Geld gab es Bar. Da eine Verwante dort im Büro beschäftigt war dachte ich es sei richtig so. Kann ich im Nachhinein die 2 Jahre für meine Rente noch anfordern, oder habe ich nun Pech gehabt?

Danke im Vorraus für Antworten ;-)

Antwort
von Primus,

Hallo Tanima,

Die Beiträge zur Rentenversicherung, die zunächst ausschließlich der Arbeitgeber trägt, werden bei einem 400 Euro Job dem Rentenversicherungskonto des Arbeitnehmers gutgeschrieben. Also ist davon auszugehen, dass Du damals nicht angemeldet warst.

Dass Dir kein Vertrag und keine Abrechnung ausgehändigt wurde, deutet ebenso darauf hin, wie die Nicht - Berücksichtigung im Rentenbescheid.

PS. Dein Nickname kommt mir seeehr bekannt vor. Aber da hier nur anonym gefragt und geantwortet wird, sage ich jetzt nichts dazu ;-))

Antwort
von Hildegard1950,

Könnte es sein das du dort auf 400 Euro Basis gearbeitet hast? Dann wurden keine Rentenversicherungsbeiträge für dich einbezahlt. Ganz einfach. Das war bis einschliesslich 2012 so. Ab 2013 hat sich das jetzt geändert, Vorher war einen Berücksichtigung als Rentenversicherungszeit nur auf Antrag möglich.

Kommentar von Primus ,

Sorry, aber das stimmt nicht so ganz. Denn der Arbeitgeber war auch schon vor 10 Jahren dazu verpflichtet, Rentenbeiträge einzuzahlen, die auf dem Rentenkonto erscheinen müssten.

Antwort
von jowaku,

Du silltest Dich mal bei der www.minijopbzentrale.de erkundigen (Anruf zum Ortstarif möglich) und dort fragen, ob Du versichert warst, wie man nachträglich an Unterlagen zur Versicherung kommt und ob der Arbeitgeber ggf. gezwungen werden kann, die Versicherung nachzuzahlen (ggf. dem Arbeitgeber mit einer Anzeige drohen - Sozialversicherungsbetrug/Steuerbetrug).

Gibt es für die Tätigkeit ein Zeugnis vom früheren Arbeitgeber? Auch das kann man bei dieser Gelegenheit einfordern

In Deinem Lebenslauf kann die Tätigkeit selbstverständlich angegeben werden - auch wenn das Drumherum im Moment (noch) nicht geklärt ist.

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo Tanima, Deine Aushilfstätigkeit war dann so ca. 2003, auch damals gab es schon die Minijobzentral, wo man die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (heute bis zu 450 Euro im Monat) hätte anmelden müssen, denn schon ab 1.4.1999 hat der liebe Walter Riester die Minijobs grundlegend reformiert und ab da mußte der Arbeitgeber beim Minijob pauschale Beiträge zur Rentenversicherung zahlen. Kannst ja vorsichtshalber bei der Minijobzentrale nachfragen, würde Dir auch Nachfrage beim Arbeitgeber empfehlen. Wobei Tanima, wenn man keinen Vertrag und keine Abrechnung bekommt, keine Durchschrift zur Anmeldung Minijobzentrale und nur Bargeld, da müßten bei jedem Arbeitnehmer alle Alarmlichter angehen. Du kannst die 2 Jahre schon noch anfordern, aber die Ansprüche verjähren meines Wissens in 4 Jahren, der Arbeitgeber kann sich also rausreden. Mein Rat: passe künftig besser auf, daß Dir nicht wieder so was passiert.

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