Frage von endlichFrei,

ist Miete von Cloudservice eine Lieferung oder (sonstige) Leistung?

eine Folgefrage zu einer bisherigen zur Abgrenzung der Begriffe Lieferung und (sonstige) Leistung.

Angeboten wird ein Cloud Service, vorstellbar wie salesforce, dropbox oder Google Drive. Der Kunde nutzt also über's Internet einen Dienst, den er nie lokal auf seine Platte haben wird.

Ist so eine Service, der EU-weit angeboten wird, eine Lieferung oder eine (sonstige) Leistung?

Ich bin bisher von einer Leistung ausgegangen, habe jedoch von einem Kunden (Konzern) nun eine Bestellung vor mir und dort wird von Miete gesprochen (korrekt), aber von einem Liefertermin (verstehe ich nicht!), der dem Ende einer 6-monatigen Laufzeit entspricht.

Für mich hat eine solche Leistung einen Leistungszeitraum, keinen Liefertermin.

Wo ist mein Denk-/ Verständnisfehler?

Antwort
von gandalf94305,

Der Denkfehler besteht darin, daß Du annimmst, die Einkaufsabteilungen großer Unternehmen seien logisch in ihrer Kommunikation mit Lieferanten. Mitnichten.

Wichtig ist, daß die Art der Leistung, die Dauer der Leistung, die Konditionen, der Zahlungsplan und all die kleinen Details der Leistungsabgrenzung und des Service-Level Agreements irgendwo zu Deiner Zufriedenheit definiert sind.

Der Kunde mag das ja als "Miete" deklarieren, da nur dafür ein Budget vorhanden ist, nicht jedoch für "Dienstleistung". Manche Unternehmen verstehen unter "Dienstleistung" nur Personalleistungen, während "sonstige Leistungen" Dinge wie eine Visumserteilung ist.

Ebenso der Liefertermin. Der Auftrag ist wohl dann aus Sicht des Unternehmens abgeschlossen, wenn der "Liefertermin" erreicht ist. Wichtig für Dich ist der vertragliche Teil, ab wann und bis wann die Cloud-Services genutzt werden dürfen, sowie wie der Zahlungsplan aussieht. Mag der Kunde einen Liefertermin nennen... mag er auch deklarieren, daß Du für die Entsorgung der Verpackung des Liefergegenstands selbst verantwortlich bist und diese frei-Haus bereitzustellen ist.

Soviel zum Thema der Standardverträge :-)

Kommentar von endlichFrei ,

ok. Dann sehe ich das als Problem der "Kompetenz des Einkaufes".

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