Frage von Lohnbuchhaltung, 4

Ist man bei Zinsanstieg mit einem Floater schlechter gestellt als mit z.B. Festgelder?

Ist man mit Floatern bei Zinsanstieg gut bedient-oder ist es rentabler, Festgelder zu haben, für den Fall, daß der Zins wieder nach oben geht? Wo schaut mehr raus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 4

Man ist mit aktienlastigen Fonds besser bedient.

Floater geben die Anstiege nur verzögert weiter, haben jedoch geringere Basiskupons. Festgelder sind ungünstiger als Anleihen, da sie nicht börsentäglich veräußert werden können, wenn die Konditionen sich relativ zum Markt verschlechtern.

Es wird Dir generell sehr schwer fallen, die Inflation nach Steuern mit soliden Anleihen zu schlagen. Diejenigen, die das erreichen, haben auch ein deutliches Risiko.

Antwort
von LittleArrow, 3

Es sind zwei sehr unterschiedliche Produkte, die je nach Ausgestaltung auf kurz-, mittel- oder langfristige Zinsveränderungen reagieren. Vorrangig ist aber der Sicherheitsaspekt zu sehen, da Floater in jedweder Ausstattung keiner Einlagensicherung unterliegen, sondern volles Emittentenrisiko bieten. Das Risiko des Emittenten (z. B. staatlicher oder privatwirtschaftlicher Emittent) kann sich natürlich sehr stark unterscheiden, auch hinsichtlich des zusätzlichen Länder- und/oder Währungsrisikos.

Die meisten Floater haben eine viertel- oder halbjährliche Zinsanpassung entsprechend der in den Emissionsbedingungen festgelegten Formel. Festgelder können auch diese Anlagefristen haben, aber natürlich auch kürzere oder längere. Ein Zweijahresfestgeld reagiert natürlich nicht auf Geldmarktzinsanpassungen bis zur Fälligkeit, während dies die Floater in ihrem Zinsfestsetzungsrhythmus regelmäßig tun. Da Floater üblicherweise börsennotiert sind, fallen beim Kauf idR Börsenspesen an, die die Rendite etwas schmälern.

Schaut man sich den o.a. Zinsanpassungsrhythmus und die zugehörige Formel an, dann gibt es durchaus Floater, die einen Aufschlag auf den Interbankenzins zahlen, aber auch einen Abschlag. Im Grunde bleibt die Rückzahlungsverpflichtung eine langfristige Schuld, was sich in der Zinsformel niederschlagen müßte.

Daher dürfte in Summe der Floaterzins nominal höher sein als ein 3- oder 6-monatiger Festgeldzins. Im Gegensatz zur festverzinslichen Anleihe verpasst man aber beim Floater keinen Zinsaufschwung.

Antwort
von dhhf33, 2

es gibt weder das Festgeld noch den Floater. Damit muss man die Angebote vergleichen.

Jedoch sehe ich folgendes:

  • Festgeld ist eine längerfristige Anlage. Damit reagieren die Anbieter/ Konditionen zeitversetzt
  • Floater sind dynamischere Produkte. Diese sollten zeitnah auf das Zinsumfeld reagieren

Damit sind die beiden Produkte nicht wirklich vergleichbar. Im Moment dürfte man mit Neuanlagen mit einem Floater von zukünftigen Zinsentwicklungen eher profitieren. Nur wer weiss das schon?!

Kommentar von HilfeHilfe ,

Klar sind Sie vergleichbar !

man muss nur einen Zeitraum definieren und Sie ausrechnen !

Beim Floater hast du eine Kurve definiert. Da knnast du den Cash flow von Zb 5 Jahren versus dem 5jährigen Festgeld vergleichen !

nur prospekstiv bis du mit dem floater immer schlechter ! Retrospektiv kannst du im nachgang eine genaue rechnung ziehen !

Antwort
von HilfeHilfe, 2

Ein User hat hier eine Galskugel und wird es dir sicherlich posten.

Mal im Ernst, keiner kann in die Zukunft schauen. Es kann sein das ein Floater in einem gewissen Zeitraum ein Festgeld in der Rendite ein und überholt. Muss aber nicht !

in der Finanzmarktkrise hat man das Gegenteil gesehen. Die Zinsen sind stark in den Keller, diejenigen die ein Festegld gewählt hatten waren glücklich.

Es ist reine Spekulation.

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