Frage von RothMike, 12

Ist hier jemand zufällig in der Lohnbuchhaltung-habe mal eine Frage zur Nutzung Dienstauto?

Grundsätzlich ist das so bei mir, dass ich keinen Firmenwagen habe, aber ich kann ein solches mit benützen. Dazu trage ich die Fahrt ins Buch ein und bezahle dann aus eigener Tasche dreißig Cent je km-soweit so gut. Aber sie ist das nun mit den Fahrten bzgl. meiner Bezüge? Seh ich das dann am Lohnzettel-muß ich dafür auch noch Steuern bezahlen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 7

Wenn Du die Kosten bezahlst, besteht ja kein Grund mehr einen Geldwerten Vorteil zu versteuern.

Das wäre, wenn Du ihn kostenlos nutzen dürftest.

Aber es wäre gut eine kurz Aktennotiz vom Chef unterzeichnen zu lassen, des es mit den 30 Ct. erledigt ist.

Die anderen Regeln wie 1 % Regel greift hier nicht, weil es nur eine gelegentliche Nutzung ist.

Antwort
von gandalf94305, 5

Es erschließt sich mir nicht ganz, wofür der Firmenwagen benutzt wird.

  • Rein dienstliche Nutzung: es ist weder von Dir etwas zu zahlen, noch gibt es in diesem Fall einen zu versteuernden geldwerten Vorteil, denn die Ausgaben wären ja per Arbeitgeber wieder als Auslagen für die Dienstfahrten erstattungsfähig.

  • Nutzung für Fahrten zur Arbeit: das ist eine private Nutzung. Du kannst als Werbungskosten 0,30 EUR je Entfernungskilometer ansetzen. Bei einem Steuersatz von 25% und 25km zur Arbeit an 220 Tagen wären zu zahlen 3.300 EUR, während absetzbar nur 1.650 EUR wären. Die Steuererstattung beträgt somit nur gut 400 EUR.

  • Nutzung für private Fahrten: das ist eine wirklich rein private Nutzung. Da Du einen Obolus dafür entrichtest, gibt es keinen geldwerten Vorteil zu versteuern. Du kannst allerdings die Zahlungen auch nicht steuerlich zum Ansatz bringen, da es eben private Fahrten sind.

Ich vermute nach Deiner Schilderung eine private Nutzung des Firmenwagens. Auf der Lohnabrechnung sollten dann nur die Abzugsbeträge für die Privatnutzung zu sehen sein, die vom Nettogehalt abgehen.

Antwort
von Lohnverrechnung, 4

puh, gute Frage-also ich gehe mal davon aus, daß eine Misch-Abrechnung nötig sein wird. Demzufolge keine Listenpreis-Pauschale, aber auch keine Verrechnung nach Fahrtenbucheintrag (sonst wären ja für die privaten Fahrten auch noch Sprit, Reparaturen usw. anteilig rauszurechnen) Sprich du zahlst die Pauschale dann minus der 0.30 je km/die Du schon an die Firma bezahlst.Aber ich lass mich gern von einem Steuerfux wie Enno belehren, weil ich mir hierzu auch nicht sicher bin.

Antwort
von gammoncrack, 2

Auf die Antworten der Steuerexperten bin ich sehr gespannt, da ich von einer solchen Regelung bisher noch nie etwas gehört haben.

Wenn ich einen Firmenwagen zu einem Anschaffungspreis von 40.000.- Euro hätte, mit diesem aber nur 5.000 km jährlich ausschließlich privat fahre, wäre ich mit einer solchen Regelung ja erheblich besser bedient, als mit der 1%-Versteuerung und den 3 ct. für jeden Entfernungskilometer.

Möglicherweise habe ich hier aber auch einen satten Gedankenfehler.

Kommentar von FREDL2 ,

Tja, sowas kommt vor. Der Gesetzgeber hat sich dazu eigentlich ausgedacht, dass der nach der 1-%-Regelung ermittelte geldwerte Vorteil auf alle zur Nutzung berechtigten Arbeitnehmer aufgeteilt wird und zwar unabhängig vom tatsächlichen Gebrauch des Firmenwagens durch den einzelnen Arbeitnehmer in dem jew. Kalendermonat. Es spielt auch keine Rolle, ob der Firmenwagen innerhalb eines Kalendermonats gleichzeitig oder zeitlich nacheinander von mehreren Arbeitnehmern genutzt wird.

Soweit die Theorie. Wenn für den Karren sowieso ein Fahrtenbuch geführt wird, spräche meiner Ansicht nach auch nichts dagegen, den tatsächlichen Kilometerpreis vom AN zu verlangen. Die 0,30 halte ich für sehr wackelig, aber man weiss ja hier nicht, welche Art Fahrzeug benutzt wird.

Dabei wird man im Ernstfall sicher ein gewisses Ermessen einfliessen lassen können - je nachdem, wie oft das private Ausleihen vorkommt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community