Frage von sachwertejagd,

Ist Fremdkapital ein Sachwert?

Es heißt ja immer Aktien seien Sachwerte, aber in Wirklichkeit, ist man Unternehmer auf Kredit mit dem Vorteil, niemals mehr als sein Eigenkapital zu verlieren, weil die FK-Geber der AG ja dann in die Röhre schauen müssen. Ist daher Fremdkapital für den sachwerteorientierten Kleinanleger daher das, was den Sachwert einer Aktie ausmacht?

Antwort
von GAFIB,

Für Anleger ist das eine eher theoretische Betrachtung. Richtig ist, dass die durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen ca. 30% beträgt. Große Unternehmen wie Siemens, Bayer und Co. liegen etwas höher und kaufen derzeit Aktien zurück, weil sie nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Etliche AGs streben ca. 40% EK-Quote an.

Aus Anlegersicht ist eher relevant, ob der vorhandene Leverage-Effekt weiterhin funktionert, also die Gesamtrentabilität über den Fremdkapitalkosten liegt. Das ist beim Durchschnitt der Unternehmen klar der Fall. Und es wird sogar einfacher, weil die Kapitalkosten auch für Unternehmen gesunken sind.

Inwieweit dies bei Inflationsszenarien weiter gilt, hängt von der Durchsetzbarkeit höherer Preise am Markt ab. Gut positionierte Unternehmen mit globaler Präsenz dürften hierbei keine Probleme haben.

Fazit: Die typische Fremdkapitalquote von Unternehmen mindert nicht die Attraktivität eines gut gestreuten, global ausgerichteten Aktien-Investments.

Kommentar von FREDL2 ,

@GAFIB: schade um die Zeit, die Du für Deine Antwort verbraucht hast. Der Frager ist ein hier bekannter Troll und war schon unter den verschiedensten Namen unterwegs.

Kleine Auswahl? urwaldingo / paranoidinga / weltkatze

Wenn man es mal bemerkt hat, ist er rel. leicht an seiner Ausdrucksweise zu erkennen.

Antwort
von Tritur,

Das ist irgenwie ein interessanter Gedanke.

Wer in einem Inflationären Umfeld Sachwerte hat, wird von einer Inflation nicht oder nur wenig getroffen. Wer in einem inflationärem Umfeld Schulden hat, der profitiert davon, dass sich die Schulden real entwerten und später mit inflationiertem Geld zurückgezahlt werden können. Der gelackmeierte ist in einer Inflation immer der, welcher Geldforderungen besitzt.

Vorsicht ist aber angebracht. Es könnte nämlich sein sein, dass unerwartete Zinserhöhungen oder eine Rezession, vielleicht sogar eine Depression, noch vor der erwarteten Inflation alle schönen Träume des spekulativen Inflationsgewinnlers zunichte machen.

Kommentar von GAFIB ,

Richtig. Der erste Absatz repräsentiert die allgemeinen Spekulations-Hoffnungen. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn mein Einkommen entsprechend der hohen Inflation mit steigt. Das ist aber nicht selbstverständlich, es kann ja deutlich darunter bleiben. Dann funktioniert das Spiel nicht mehr.

Dito, wenn´s ganz Dicke kommt (vgl. Währungsreform 1948): Guthaben wurden ca. 1:10 abgewertet, Schulden aber nur ca. 1:8, blieben also überdurchschnittlich erhalten.

Antwort
von SBerater,

wenn du Sachwerte suchst, dann sieh dir nicht die Passivseite der Bilanz an, sondern die Aktivseite. Dort sind die Assets und die Sachwerte.

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