Frage von Muenster, 39

Ist es sinnvoll, von eigener Bank Bestätigung zu verlangen, daß Einlagen dort sicher sind?

Mir hat mein Nachbar erzählt, daß er sich von seiner Sparkasse eine schriftliche Bestätigung geholt hat, daß seine Einlagen dort sicher sind. Macht ihr das auch-sollet man das tun? Wieviel ist die Bestätigung im Ernstfall wert? Sind Sparkassen nicht generell sicher bis 100 000 Euro?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LittleArrow, 39

Das ist doch Blödsinn. Die Einlagensicherung beträgt je Kontoverbindung bis € 100.000, manchmal auch mehr.

Du könntest aber auch diesen Nachbarn um eine Bescheinigung bitten, dass er Dich immer grüßen wird. Aber auch diese Bescheinigung hilft Dir nicht, wenn er es mal vergessen sollte. Und da liegt eben der Unterschied zur Einlagensicherung, die nicht von der Bank kommen muss.

Antwort
von gandalf94305, 18

Kompletter Unsinn. Erstens mal ist die Aussage der Bank vorhersehbar, und zweitens wäre im Fall einer Insolvenz einer Bank dieses Papier ja auch nichts mehr wert. Also: was soll das?

Banken in Deutschland haben Einlageguthaben bis 100.000 EUR abgesichert und das reicht auch. Die VR-Banken und die Sparkassen haben jeweils ihre eigenen Sicherungssysteme, die sogar für die kompletten Einlageguthaben garantieren.

Es ist jedoch generell Unsinn, mittel- bis längerfristig Beträge über 100.000 EUR auf irgendwelchen Einlagekonten zu parken. Bei Minizinsen, die auch noch zu versteuern sind, verliert man nach Steuern und Inflation auf jeden Fall. Die einzig sinnvolle, langfristig taugliche Anlage für solche Volumen ist die in Wertpapieren, d.h. Aktien und Fonds, denn Aktien partizipieren an der Wirtschaft, d.h. "schwimmen" mit der Inflation weiter.

Ein Beispiel: der DAX steht zwar momentan mal wieder bei einem Allzeithoch, aber genauer betrachtet, ist hier noch viel Potential. Man muß eigentlich den Kursindex betrachten, denn das gibt den aktuellen "Unternehmenswert" aus Marktsicht wieder. Der Kurs-DAX stand in 2007 über 5.000 Punkten und liegt heute bei knapp 4.600 Punkten. Da ist also noch 12% Potential. Bezieht man jedoch die Inflationsrate mit ein, die ja Werte auf diese Zeit diskontieren müßte, so wäre der Stand sogar nur noch bei knapp 4.100 Punkten, d.h. bis zu den alten Höchstständen wären es noch 22% Luft.

Antwort
von Niklaus, 12

Ich halte das für Unsinn. Man muss unterscheiden ob die Bank nur dem Entschädigungseinrichtung (EdB) der Banken angehört und im Einlagensicherungfonds ist.

Ab dem 31. Dezember 2010 werden durch die EdB Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 € gesichert.

Die EdB ist Pflicht der Einlagensicherungsfonds nicht.

Die Entschädigungssumme des Einlagensicherungsfonds sind bei jeder Bank unterschiedlich. Hier kann man sie abfragen http://www.bankenverband.de/themen/geld-finanzen/einlagensicherung/abfrage

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Antwort
von Privatier59, 4

Ist das eineScherzfrage? Welche Bank würde Dir denn antworten: "Wir sind fast pleite und es weiß noch keiner. Bitte nicht weitersagen"? Und wieviel diese Bestätigung im Ernstfall wert ist? So viel wie ein bedrucktes Blatt Papier! Zuverlässiger erscheint mir da, wenn Du Dich mit Hilfe von Alfred Gockel mal über die unterschiedlichen Sicherungssysteme erkundigst und auf der Internetseite Deiner Bank das entsprechende Stichwort anklickst!

Antwort
von volksbanker, 4

Das doch absoluter Blödsinn.

Selbst wenn deine Bank dir schriftlich etwas bestätigen würde - das ist im Pleitefall genauso wertlos wie dein Kontoauszug.

Bei jeder Bank greift die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde. Bei Sparkassen und Volksbanken sind die kompletten Einlagen in voller Höhe abgesichert. Wer jedoch so dämlich ist und Geldbeträge in dieser Höhe auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten deponiert, dem ist nicht mehr zu helfen.

Antwort
von freelance, 3

witzige Frage und wohl auch ein witziges Papier, das man da bekommt. Sicher ist, dass 100 tEuro in D üblich sind. Und sollte mir die Bank ein solches Schreiben geben, dann ist es das Papier nicht wert, auf dem es steht, wenn es in unserem Bankensystem mal richtig krachen sollte.

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