Ist eine Riester-Rente sinnvoll zur Altersabsicherung?

gefragt von kaeferchen am 14.11.2009 um 16:40 Uhr

Ich habe bereits eine private Zusatzrente abgeschlossen. Mein Bankberater hat mir nun noch zusätzlich zu einer Riester-Rente geraten. Wann ist diese sinnvoll? Ich bin 24 Jahre alt und Angestellte.

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humoer
beantwortet von humoerPlatin-Fragant am 14. November 2009 18:06
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Du machst Dir Gedanken über deinen Ruhestand, das ist positiv. Oder – ein beflissener Bankberater macht sich Gedanken, wie er mit Dir gutes Geld verdienen kann. Das wäre nicht so gut.

Mal ernsthaft: Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema, da sollte man/frau sich nicht mal eben im Vorbeigehen eine Riester- oder sonstige Rente aufquatschen lassen. Dass der Berater eine Provision bekommt, damit habe ich kein Problem. Ich frage mich nur, welche Leistung er für Dich erbringt.

Meine Empfehlung: such Dir einen Berater, der sich die Zeit nimmt, zunächst mal deine derzeitige Situation genau zu beleuchten. Mit dem Du Deine Ziele erörtern kannst, darüber reden, was Dir langfristig wichtig ist. Der auch schaut, dass grundlegende Risiken abgesichert sind, wie z.B. die private Haftpflicht als wichtigste Versicherung. Du Deine Arbeitskraft sinnvoll gesichert hast. Im zweiten Schritt wird er Dir ein Konzept erstellen und dabei auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der Altersvorsorge eingehen. Da gibt es ganz unterschiedliche Produkte, die staatlich gefördert werden aber nicht auf alle gleich passen.

Bank und Sparkasse ist – Konfektionsware. Individuelle Beratung ist – dein persönlicher Maßanzug fürs finanzielle. Viel Erfolg!

Kommentar von CandlejackGold-Fragant am 14. November 2009 18:50

JEDER hat Interesse an Deinem Geld als Kunde, wieso ist das nur bei den Bankern anrüchig ?

Kommentar von 0eb6da6e19a0616aaaa2de5caff23fbcsmallhumoerPlatin-Fragant am 14. November 2009 19:49

Wer lesen kann ist klar im Vorteil...

„Dass der Berater eine Provision bekommt, damit habe ich kein Problem. Ich frage mich nur, welche Leistung er für Dich erbringt.“

wenn der Berater bei der Bank eine vernünftige Leistung für die erhaltene Provision abliefert, habe ich damit kein Problem. Wenn einem Kunden am Bankschalter im Vorbeigehen eine Riesterrente o.ä. aufs Auge gedrückt wird, dann bin ich damit nicht einverstanden und die Provision ist nicht verdient, sondern lediglich gezahlt.


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qtbasket
beantwortet von qtbasketPlatin-Fragant am 14. November 2009 16:51
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Lebst du noch - oder sparst du nur für die Rente ?

Zunächst hat der Bankberater nur Interesse an seiner Provision, er will dir nämlich ein Finanzprodukt verkaufen.

Hast du überhaupt noch übriges Geld um auch Kosumwünsche zu befriedigen ?

Also, du musst deine individuelle Situation einschätzen, aber vielleicht ändert sich in absehbarer Zeit deine Lebensplanung, weil vielleicht Wohneigentum erworben werden soll.

Riestern lohnt sich auch für Ledige, aber besonders für Familien mit Kindern!

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrowPlatin-Fragant am 14. November 2009 17:50

... hierzu kann ich noch einigermaßen neutrale Informationen von Stiftung Warentest empfehlen: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Riester-Rentenversicherung/1804860/1804860/1812617/, die mehrfach sehr unterschiedliche Riesterprodukte untersucht und verglichen hat.

Kommentar von 38410598ada6bd5e2859f458fe610d8esmallqtbasketPlatin-Fragant am 14. November 2009 18:15

Ich stimme LittleArrow voll zu. Die Analysen von Finanztest sind absolut seriös und neutral.

Kommentar von CandlejackGold-Fragant am 14. November 2009 18:49

Der erste Satz zeigt die Einstellung der jungen Generation, wie ich sie jeden Tag erlebe: Hauptsache heute toll gelebt und oft unter den Tisch gefeiert und später Sozialfall, als mal auf ein wenig verzichtet. Ich will doch die letzten 30 Jahre meines Lebens nicht von HartzIV leben ! Und was die Bankberater angeht: JEDER hat Interesse an Deinem Geld als Kunde, wieso ist das nur bei den Bankern anrüchig ? Und auch dort gibt es gute Berater. Und was Stiftung Warentest angeht: Neutral sind sie, aber seriös im Sinne des Ergebnisses nicht immer. Ich les die jetzt seit 13 Jahren beruflich und was diese Menschen manchmal auf Platz 1 hiefen - eieiei ! Aber es ist ja nicht gut, wenn man diese Instituation gelegentlich kritisiert :-(

Kommentar von 38410598ada6bd5e2859f458fe610d8esmallqtbasketPlatin-Fragant am 14. November 2009 21:23

An Candlejack: bin da völlig anderer Meinung - und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Von der Schaffe, Spare Mentalität möchte ich mich ausdrücklich distanzieren!!!

Kommentar von detlef32Bronze-Fragant am 15. November 2009 20:49

Jeder muß sich selbst entscheiden, spare ich selber für mein Alter oder überlasse ich das anderen und ende mit Hartz IV.
Wenn ich selber mein Schicksal in die Hand nehmen will muß ich sparen - und da ist Riester nicht die schlechteste Wahl. Wie wärs mal selber rechnen.


anonym
beantwortet von einem Gast am 14. Januar 2010 14:57
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Hallo! Schau doch auch mal auf Werbung durch Support gelöscht . Da gibt es einen Podcast zum Thema Altersvorsorge. Da werden Riester-Rente und betrieblich Altersvorsorge erklärt. Sehr leicht verständlich auch für Neulinge der Materie! Schöne Grüße!



anonym
beantwortet von konsumopfer am 7. Dezember 2009 20:24
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Für junge Leute lohnt sich ein Riesterrente noch. Für älter lohnt sich keine Riesterrente. Ob dieses Produkt optimal für dich ist, hängt aber immer von deiner persönlichen Situation ab. Besser wie ne reine Lebensversicherung ist sie aber allemal, da du noch staatliche Zulagen bekommst.


anonym
beantwortet von AwandoPlatin-Fragant am 16. November 2009 08:01
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In einigen wenigen Fällen ist es sinnvoll.

Allerdings würde ich die Frage nicht hier stellen. In einer fundierten Beratung wirst du Anlagemöglichkeiten gegenüber gestellt bekommen, mit allen Vor- /Nachteilen. Du bekommst die Begriffe erklärt, was welche Konsequenten hast, die Anlage wird deinen Zielen und Wünschen entsprechend aufgebaut.

Und dann wird sich die Frage erübrigen.

Wenn du beraten wurdest und diese Frage hier stellst war die Beratung schlicht und einfach schlecht !


anonym
beantwortet von detlef32Bronze-Fragant am 15. November 2009 20:52
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Ich lese hier eine Menge Mist und Unkenntnis über die Riesterförderung. Sowas wie "ich muß sparen", "lohnt sich nicht","ich komme nicht ran".
Also es lohnt sich, ich komme jederzeit ran und ich kann jederzeit mit dem Sparen aufhören, herabsetzen, heraufsetzen und ist eine sehr variable Art sicher (mit Garantie) zu sparen.
Und natürlich, wenn Dir eine bessere Art einfällt spare eben so.


anonym
beantwortet von MatiasFr am 15. November 2009 06:00
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Riestern lohnt sich nur für junge Leute,sofern der Staat später noch mitspielt. Für Ältere,oder Leute welche nach erreichen der Altersrente nicht aus dem Strudel der Grundsicherung herauskommen.Also Weniger als ca. € 600.- zu erwarten haben.Die sollten die Finger davon lassen.Hier würde die Riester- rente nicht zur Grundsicherung dazu gerechnet. Du würdest also weniger Grundsicherung bekommen. Spare lieber einen Teil auf dem Namen deiner Kinder,falls sie zuverlässig sind,auf einem Sparkonto an.



anonym
beantwortet von althausGold-Fragant am 15. November 2009 08:55
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Sparen ja. Ob es Riester sein muss? Immerhin bindest Du Dich für 40 Jahre! Das würde ich auf keinem Fall tun. Wer weiss was in 40 Jahren ist! Informieren kannst Du Dich ja über Riester, für den einen oder anderen lohnt es sich ja. ... Ich habe meine wieder gekündigt, da es sich für mich nicht lohnt! Das hat mir meine Beraterin aber verschwiegen. Glaub nicht alles was man Dir erzählt!


anonym
beantwortet von finanzfroschFragant am 14. November 2009 23:25
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Ich würde die FINGER WEGLASSEN von Riester-Rente und anders vorhersorgen.

Riester-Rente wird nach hinten losgehen. In 20 Jahren heißt es....ja, leider wird die Riester-Rente nicht reichen, aber das haben wir JA DAMALS NICHT GEWUSST !! Sie brauchen jetzt noch die <blablablupp>-Rente zur Zusatzabsicherung...

Du kommst an das Geld nicht ran, bis zur Rente. Wohnriestern ist auch zu dubios. Niemals zahle Geld über 20-30 Jahre irgendwo ein, wo du nicht rankommst !!! WICHTIGE GRUNDREGEL !!! In 20 - 30 Jahren kann sich alles ändern, Zusatzsteuern können erhoben werden usw. Nimm lieber einen Fondsparplan und zahle genauso ein, wie du in eine Rente einzahlen würdest. Bloss kannst du dann ( nach 20 Jahren zum Hausbau oder Wohungskauf) das Geld abziehen, vielleicht grade dann, wenn der Kurs hoch steht.

Kommentar von finanzfroschFragant am 14. November 2009 23:29

Noch ein Tipp: Beschäftige dich selber mit Finanzdingen, zumindest den Grundlagen. Schließe nur einfache Produkte ab, solche die du selber verstehst.


anonym
beantwortet von billyPlatin-Fragant am 14. November 2009 20:43
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Das was Du bisher für die Alterssicherung getan hast zeugt schon von Weitblick. Den Rat Deines Bankberaters kann ich nachvollziehen, bringt sie ihm doch eine schöne Provision, für Dich hingegen gibt es im weiteren Berufsleben und der Familienplanung noch weitere Möglichkeiten seinen Lebensstandard auch für das "Alter" abzusichern z.Bsp. durch Wohneigentum, Betriebsrente, Direktversicherung, weitere Kapitalanlagen etc..


anonym
beantwortet von CandlejackGold-Fragant am 14. November 2009 18:53
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Grundsätzlich ist es immer gut, wenn man für das selbe Geld, was man privat einsetzen würde, auch noch Förderung bekommt und ganz nebenbei die Sache HartzIV- und insolvenzsicher ist. Wenn Du später Kinder hast und/oder gut verdienst, bekommst Du pro Jahr 454 EUR zur Vorsorge dazu und evtl. eine Steuerrückzahlung. Finde ich lohnender als ne rein private Vorsorge. Allerdings muss das auch in Deine Planung reinpassen. Also erstmal eine Analyse machen, was genau Du willst und erwartest und wenn Riester da reinpasst - besser als privat vorsorgen. allerdings gebe ich albwolf recht, eine BU wäre existentieller als Rente.


albwolf
beantwortet von albwolfPlatin-Fragant am 14. November 2009 17:52
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ja, riester in deinem alter ist besonders gut. aber hast du schon eine berufsunfähigkeitsabsicherung? wenn nein, die ist mindestens genau so wichtig. in deinem alter ist die auch noch gut bezahlbar. ich könnte mich selbst verfluchen, weil ich mir die beiträge (war schon fast 40j als die idioten das gesetz geändert haben) gespart habe. hätte nicht lange einbezahlt und würde heute leben wie ein könig. bin durch einen unfall (wurde nicht als solcher anerkannt) zu 60% schwerbehindert. ich rate ZUERST hierfür eine absicherung, wenn du schon eine rentenversicherung hast und wenn du dann noch sparen willst riester zusätzlich


heaven11
beantwortet von heaven11 am 14. November 2009 17:24
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Riesterrente bedeutet staatliche Förderung, also Geld, zum Aufbau einer halb-privaten Altersvorsorge. Warum sollte man also Geld auf der Straße liegen lassen? Lohnt es sich? Kommt drauf an: Mit einer Versicherung lohnt sich das sicherlich nicht. Wenn Du 24 Jahre alt bist, würde ich einen internationalen Aktienfondssparplan für das richtige halten. Bitte drauf achten, dass die Gesellschaft ein Ablaufmanagement anbietet. Für die volle staatliche Förderung mußt Du 4% Deines sozialversicherungspflichtigen Jahresbruttoverdienstes als Sparbeitrag (pro Jahr, auf Monate aufgeteilt) aufbringen. Willst Du das aufwenden? Wenn ja, dann gibt der Staat ganz ordentlich Geld dazu, sodass Du selbst eigentlich weniger Geld abzwacken mußt. Nach der Aufschubzeit, also die Zeit in der Du Geld einbezahlst, kannst du ab dem 63. Lebensjahr wählen: 30% der dann vorhandenen Summe vorab auszahlen lassen, die restlichen 70% als monatliche Rentenzahlung. Du solltest dir eine Schätzung machen lassen, wieviel Geld zu erwarten ist, und wie alt du werden müsstest, damit du wenigstens die eingezahlten Beiträge wieder herausbekommst. Vererbbar ist die Riesterrente auch nicht so ohne weiteres. Anders bei der privaten Altersvorsorge (bitte auch hier: Bloß keine Lebensversicherung!!!): Das kapital am Ende der Sparzeit kann zu 100% ausgezahlt werden, und es ist vererbbar. Wenn man das Ende der Sparzeit nicht erlebt, lohnt sich allerdings keine Kapitalanlage der Welt. Zum Thema Provisionen: Ein Sparplan oder eine Versicherung ist ein Finanzprodukt, mit der Betonung auf "-produkt". Und Produkte, wenn man sie haben will, müssen gekauft werden und kosten somit Geld. Inzwischen kann man sich VOR dem Kauf eines Finanzproduktes dessen Preis auf den Cent genau angeben lassen. Die Entscheidung, ob Du zu dem Preis dann das "Produkt" Sparplan oder Versicherung kaufen willst, liegt bei dir. Aber hier, wie überall, gilt: Vergleichen spart eine Menge Geld.


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