Frage von althaus,

Ist eine Mieterselbstauskunft selbstverständlich oder scheckt man MIeter ab?

Wie ist eure Erfahrung? Sollte man sowas verlangen oder davon Abstand halten und einfach vertrauen?

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von Finanzzwerg,

Sieh es doch mal so. Du kannst entweder eine Sache verlangen, die vollkommen in Ordnung ist, in manchen Gegenden mehr üblich als wo anders, aber letztlich überall keine besondere Hürde ist. Oder du kannst darauf verzichten und lieber riskieren mit deinem Mieter später unheimliche Probleme zu haben. Und selbst wenn du einen oder zwei damit abschreckst. Wenn du eine Wohnung hast, die halbwegs gut in Schuss ist und die nicht in hoffnungsloser Lage ist, dann sollten da doch noch genug übrig bleiben die die Wohnung trotzdem wollen.

Antwort
von imager761,

Wenn man sich vermeidbaren drohenden Ärger (auch mit der Mietergemeinschaft) eines Hundehalters oder gar fristlos gekündigtem Vormietverhältnis vom Hals halten will, solte man schon wissen, wer sich da bewirbt.

Ob man das mit einer Mieterselbstauskunft, durch persönliche Fragen und entsprechenden Vereinbarungen in Mietverträgen klärt oder bei der Creditreform oder mit Gehaltsnachweisen und schufa-Auskunft erfährt, entscheidet nun jeder für sich selbst.

G imager761

Antwort
von michael78,

würde in jedem fall eine mieterselbstauskunft wollen. du lernst dabei auch den mieter "finanziell" besser kennen. macht er darin falsche angaben, kannst du gleich reagieren, z.b. verheimlichte eidesstattliche versicherung oder so.... ausserdem, hast du dann verschiedene angaben schriftlich. normalerweise steht dann auch die adresse des vorver mieters drinnen wo du dich über die etwaigen neuen mieter erkundigen kannst. meine meinung ist in dem fall: besser schriftlich, denn reden( und dazulügen) kann man viel....

Antwort
von freelance,

ich spreche mal aus meiner persönlichen Erfahrung: in der Großstadt fragt man teils nach Dingen, die mich zum Kopfschütteln bringen. Eine Selbstauskunft kratzt mich da gar nicht mehr. Da gibt es ganz andere Dinge, die der Vermieter wissen will.

Auf dem Land, wo der Mietmarkt deutlich anders aussieht, bin ich selten auf diese Frage gestossen. Dort mag so eine Frage abschrecken, aber auf dem Land erhält man seine Informationen auf anderem Wege, wenn man will.

Mich persönlich berührt so eine Frage nicht. Wenn ich die Wohnung will, dann gibt es auch die Unterlagen.

Antwort
von anitari,

Ich würde mal so sagen, es schreckt eine gewisse Klientel ab auf die man als Vermieter gern verzichten kann.

Ebenso wie das Maximum an Kaution.

Von Mietschuldenfreiheitsbescheinigung halte ich nicht sehr viel. Nicht weil sie evtl. gefälscht sein könnte, sondern weil sie nichts darüber aussagt ob der Mieter auch immer pünktlich die Miete gezahlt hat und wie sich das Mietverhältnis sonst so gestaltet hat.

Da sind Kontoauszüge und ein Anruf beim Vermieter schon besser.

Antwort
von Privatier59,

althaus: Von welcher Stadt reden wir denn hier? Ich weiß es vom Kölner Wohnungsmarkt, dass es eher unüblich ist. Allerdings legen einem in letzter Zeit unter dem Eindruck des Wohnungsmarktes Mietinteressenten alles mögliche an Bescheinigungen vor. Von ausziehenden Mietern wiederum weiß ich, dass solche Bescheinigungen in Berlin offenbar schon seit Jahren verlangt werden und ich von dorthin umziehenden Mietern regelmäßig gebeten werde, solche Bescheinigungen auszustellen. Wie das bei Dir vor der Tür ist, mußt Du doch am besten wissen. Notfalls fragst Du bei Graus und Hund nach den örtlichen Gepflogenheiten.

Natürlich gibt Dir eine solche Bescheinigung eine gewisse Sicherheit, jedenfalls was die Zahlungsfähigkeit eines Bewerbers betrifft. Allerdings dürfte Dein Schimmel-Kandidat auch so was gehabt haben und trotzdem hast Du endlosen Ärger mit ihm gehabt. M.a.W.: Eine solche Bescheinigung ist ein Baustein von vielen.

Kommentar von althaus ,

Woher soll ich das wissen, ob das in Mannheim üblich ist oder nicht? Wen kann ich da fragen? Graus und Hund kenne ich nicht.

Kommentar von Privatier59 ,

Hä? Du hast doch den MV von denen. Manchmal nennen die sich nämlich auch Haus und Grund.

Kommentar von althaus ,

Natürlich; Haus und Grund, warum sagts Du das nicht gleich. Die werde ich am Montag gleich fragen, bin ja Mitglied. Nenn den Teufel doch beim richtigen Namen!

Kommentar von Privatier59 ,

Teufel

So schlimm sind die? Nimm Weihwasser mit!

Antwort
von billy,

Jeder kann so viele Hürden aufbauen wie er will, die Frage ist nur was man will Vermieten oder Leerstand ?

Kommentar von althaus ,

Nimmst Du als Vermieter jeden Idioten und Harx IV Empfänger? Wohl eher nicht, oder? Dann lieber Leerstand.

Kommentar von Privatier59 ,

Harx IV Empfänger

Unter dem Eindruck einer jüngst stattgefundenen Vermietung kann ich Dir nur sagen, dass es in diesem Bereich riesengroße Unterschiede gibt und eine Verallgemeinerung wirklich unangebracht ist. Eine Mietinteressentin die ALG2 bezieht hat es in einem Tag geschafft, sämtliche Genehmigungen vom Amt locker zu machen inklusive Kautionsüberweisung und hat sich auch noch über die Wohnung gefreut während andere Interessenten mit unrealistischen Vorstellungen sich jeden Kredit verspielt hatten. Also bitte nicht nur den Vorurteilen folgen.

Und im übrigen heißt das Ding "Hartz4".

Kommentar von althaus ,

Bevorzuge lieber jemanden der jahrelang seiner Arbeit nachgeht. Bin kein Sozialamt.

Kommentar von imager761 ,

Und deine Schimmelbude mit guten Einkünften trotzdem mietet :-(

Antwort
von robinek,

Habe vor jeder Vermietung die bestmögliche, machbare Mieterauskunft eingeholt. Nicht nur Haus und Grund hat mir dabei geholfen. Vorab kannst Du Dich infprmieren unter: www.helpster.de/mieterauskunft-einholen-so-geht-s_156401

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