Frage von Shinoda, 77

Ist eine Leasingrate bzw. eine Leasinganzahlung eine kapitalbindende oder kapitalentziehende Auszahlung?

Das Problem dabei ist, dass in der Leasingrate ja ein Zins enthalten ist, aber auch eine Gebühr für das Nutzungsrecht am Gut (größter Anteil).

Ich würde gefühlsmäßig sagen es ist eine kapitalbindende Ausgabe. Der Dozent meinte aber es wäre ein Finanzierungsinstrument und als solches würde es eher als kapitalentziehende Ausgabe angesehen werden.

Antwort
von wfwbinder, 51
    Das ist keine Hausaufgabe und so eine unverschämte Antwort verbitte ich mir. Es geht um Finanzen und ich finde keine Aussagekräftige Literatur auf die schnelle dazu.

Kein Unternehmer interessiert sich dafür, ob es finanzwissenschaftlich eine kapitalentziehende, oder eine kapitalbindende Maßnahme ist, wenn er sich ein Auto least, oder kauft, sondern nur dafür, ob er den Wagen braucht und wenn ja, wie er ihn am kostengünstigten Finanziert.

Dabei ist es finanzwissenschaftlich übrigens unter dem Aspekt der Fragestellung egal, oder er finanziert, oder least.

Die Darlehensaufnahme um zu kaufen wäre eine Kapitalzuführende Maßnahme und die Tilgungsraten, Zinsen Gebühren, wären kapitalentziehende Maßnahmen.

Beim Leasing ist es eben so, dass die Ausgaben kapitalentziehnde Maßnahmen sind. Das wäre auch so, wenn er den Gegenstand nur für eine begrenzte Zeit mietet.

Die Kapitalbindende Maßnahme ist etwas völlig anderes, wie z. B. die Bildung eines Kapitalstocks für eine in der Zukunft beabsichtigte Investition, oder das eingehen einer Beteiligung.

Übrigens ist Literatur einfach zu finden:

www.handelsakademie.at/fileadmin/DAM/.../HAK/.../invest_finanz.doc

Und wenn Du nochmal eine qualifizierte Antwort möchtest, solltest Du Dich bei Tina entschuldigen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

"Und wenn Du nochmal eine qualifizierte Antwort möchtest, solltest Du Dich bei Tina entschuldigen."

Eigentlich wollte ich auf deinen ersten Satz kommentieren, aber der hier zitierte hat es besser verdient.

Ich sehe das nämlich genauso.

Kommentar von gammonwarmal ,

So wie das einschätze, muss dann am 25./26.12. auch Ostern sein!

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt. Ausserdem würde er sich für so einen Fall neu anmelden. Aber es musste trotzdem mal gesagt werden. Ausserdem war Tina zum zweiten Mal Ziel so eines Angriffs.

Antwort
von LittleArrow, 64

Ich würde gefühlsmäßig sagen

Shinoda, wenn Du gefühlsmäßig etwas meinst, dann solltest Du vor allem Beileidigungen meiden, wie z. B. "Dumme Wachtel" gegenüber Tina34 (mittlerweile gelöscht, aber erwähnenswert).

Das Problem dabei ist, dass in der Leasingrate ja ein Zins enthalten ist, aber auch eine Gebühr für das Nutzungsrecht am Gut (größter Anteil).

Wenn das so ist, dann wurde die Problemstellung nicht verstanden. Entweder ist es die Finanzierung eines dem Eigentümer gehörenden Wirtschaftsgutes oder es ist eine Nutzung eines Wirtschaftsgutes, das jemand anderes gehört. Im letzteren Fall kann man zwar so tun, also ob die Leasingrate während der Nutzungszeit wie eine Annuität (und damit eine Zinskomponente) zu verstehen ist, aber leider gehört einem am Ende das Wirtschaftsgut dennoch nicht. Und wer die Nutzungsrate mit einer Annuität gleichsetzt, hat die zivil- und steuerrechtliche Seite des Geschäftsvorfalls nicht verstanden.

Die Komplexität wird noch durch die steuerliche Betrachtung "Aufwand oder Aktivierung" erhöht:-)


Kommentar von EnnoWarMal ,

"Die Komplexität wird noch durch die steuerliche Betrachtung "Aufwand oder Aktivierung" erhöht"

Nö. Das ist nur eine Frage der Zurechnung. Da prüft man einmal fix den entsprechenden Leasingerlass von 1972 durch und weiß dann, wer Eigentümer von dem Leasinggut ist.

Kommentar von wfwbinder ,

Wobei dem Steuerrecht der finanzwissenschaftliche Ansatz ziemlich egal ist, sondern nur eine sinnvolle Beurteilung, die für Klarheit bei der Einordnung von Sachverhalten notwendig ist.

Kommentar von LittleArrow ,

Da prüft man einmal fix den entsprechenden Leasingerlass von 1972 durch ... wer Eigentümer von dem Leasinggut ist.

Ich kenne ihn, aber ob der Dozent und der Fragesteller  den Erlass kennen? Klar, ein Erlass von 1972, also vor 45 Jahren, aber eben immer noch nicht in Gesetz gemeißelt. Kernpunkt ist, dass die zivilrechtliche und die steuerrechtliche Realität der Eigentümerschaft divergieren.

Nö. Das ist nur eine Frage der Zurechnung.

Nö? Die steuerliche Auswirkung des Erlasses schlägt sich in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Leasing oder Fremdfinanzierung nieder (wenn man so tief in die Materie eindringen will bzw. muss). Oberflächlich kann man sich natürlich auch in eine Welt ohne Einkommensteuer basteln.

Antwort
von Tina34, 77

Das hier ist kein "Hausaufgabenforum". Lass dir doch einfach von deinem Dozenten das alles noch mal erklären

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