Frage von windtaenzerin,

Ist eine einheitliche Jahresgebühr für Hapimag-Aktien gerechtfertigt?

Für das laufende Geschäftsjahr musste jeder Hapimag-Aktionär je Aktie rd. 285 EUR als Jahresgebühr auf den Tisch legen – unabhängig davon, ob er Hapimag nutzt oder nicht.

In der Broschüre, die mir vor ca. 25 Jahren beim Erwerb der ersten Aktien vom Hapimag-Drücker überreicht worden war, heißt es gleich zu Beginn: „...das Punkte-Reservationssystem ...garantiert gerechte Nutzungsmöglichkeiten für alle Aktionäre...“

Mit Einführung der „HapiCard“ - Differenzierung nach Anzahl der gehaltenen Aktien - hat z.B. der Inhaber nur einer Aktie wegen der vorgezogenen Buchungsmöglichkeit der Platin-oder Gold-„Aktionäre“ das Nachsehen: er bekommt das, was übrig bleibt.

Und wie sieht es für diejenigen aus, die Ihre Aktien auf die Rückkaufliste haben setzen lassen?

  • keine Verkaufsmöglichkeit der Aktien außerhalb Hapimag!

  • kein zusätzlicher Erwerb von Punkten! (obwohl der Zeitpunkt der Rücknahme mittlerweile wohl im Unendlichen liegt) – eine über den eigenen Punktebestand hinaus gehende Nutzung also ausgeschlossen,

  • Hapimag erwägt offenbar jetzt auch noch die Öffnung der (Club-)Hotels für Nicht-Mitglieder,

Wenn Hapimag die Nutzungsbedingungen so brutal einschränkt, ist m.E. die Anforderung des vollen Jahresbeitrages nicht gerechtfertigt.

windtaenzerin

Antwort
von Hapimagonline, Business,

Nur 5 Prozent aller Mitglieder sind Gold- und Platincard Inhaber, zudem besteht heute eine Wohnraumüberdeckung von mehr als 20 Prozent; das Angebot an Wohnraum ist vorhanden, Engpässe in der Hochsaison für einzelne Woche und Resorts können jedoch – wie auch bei anderen Tourismusunternehmen – nicht ganz verhindert werden.

Alle Aktien, die für eine mögliche Rücknahme an Hapimag angemeldet sind, können jederzeit vom Aktionär privat verkauft werden oder er kann sie umschreiben lassen. Zudem kann der Aktionär zusätzliche Punkte erwerben und zwar jeweils so viele Punkte, wie er zu Beginn des Jahres über seine Mitgliedschaft bekommt. Er kann also die Nutzung verdoppeln.

Hapimag plant nicht, die Resorts und Residenzen für Nicht-Mitglieder zu öffnen. Diese Aussage entstand bei einem Interview mit einem Journalisten und ist ein Missverständnis.

Kommentar von windtaenzerin ,

Offensichtlich hat Hapimag still und leise die Repressalien gegen rückgabewillige Aktionäre gelockert.

Die Drei-Klassen-Gesellschaft ist damit aber auch nicht beseitigt worden - auch wenn ein Angebotsüberhang von rd. 20% bestehen sollte. Meine Frage ist somit also auch nicht beantwortet.

Es wäre wünschenswert, wenn Hapimag den Mut hätte, hier öffentlich die Beträge zu nennen, die bei einer Umschreibung oder einen privaten Verkauf - auch an Nichtaktionäre - entstehen ? ! ?

Gruß windtaenzerin

Kommentar von Hapimagonline ,

Gold- und Platinmitglieder haben den Vorteil, etwas früher buchen zu können, weil sie eine hohe Investition in eine Mitgliedschaft bei Hapimag getätigt haben. Sie besitzen mindestens fünf Aktien und bezahlen dementsprechend Jahresbeiträge und lokale Nebenkosten, weil sie den Wohnraum der Hapimag intensiver nutzen. Deshalb erachten wir diese Vorausbuchung als gerechtfertigt, zudem auch nach diesen Buchungen noch ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht.

Unsere Umschreibegebühren sind kein Geheimnis: Umschreibungen ausserhalb der Familie kosten CHF 60.--, innerhalb der Familie ist die Umschreibung sogar gratis. Beim privaten Verkauf ist es genau gleich.

Kommentar von windtaenzerin ,

Es ist allmählich nicht mehr zu ertragen, wie Hapimag den Gold- oder Platinkarten-Inhabern Zucker in den A..... bläst.

Es dürfte wohl ziemlich gleich bleiben, ob nun ein Aktionär fünf Aktien hält oder fünf Aktionäre je eine. Das eingesetzte Kapital und die abwohnbaren Punkte sind jeweils identisch. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse scheinen bei Hapimag wohl nicht sehr verbreitet zu sein.

Antwort
von SBerater,

dazu müsste man nun wissen, was du unterschrieben hast und was du akzepiert hast, wenn es zu Veränderungen der AGBs kam.

Als Aussenstehender kann ich wenig dazu sagen. Nur ist zu vermuten, dass Hapimag gute Juristen hat und die sich ihr Geschäftsmodell gut überlegt haben.

Kommentar von windtaenzerin ,

Hier liegt genau der Hund begraben. Als ich Aktionär wurde, habe ich mit Hapimag eine Vereinbarung betreffend Erwerb der Mitgliedschaft bei der Hapimag geschlossen. Unter Punkt 8 heißt es, dass ich die „Allgemeinen Bestimmungen zum Erwerb der Mitgliedschaft...“ und die „Statuten der Hapimag“ als integrierende Bestandteile des Vertrage anerkenne. Eine Widerrufsbelehrung gab es nicht.

Unter Punkt 2.4 der allg. Bestimmungen heißt es: „Der Aktionär kann seine Aktien jederzeit an einen Dritten verkaufen....der Verwaltungsrat kann die Zustimmung zu einer solchen Aktienübertragung ohne Angabe von Gründen verweigern...“

Zum Jahresbeitrag heißt es lapidar: „Die Hapimag-Partner entrichten...einen Jahresbeitrag, der vom Verwaltungsrat periodisch festgelegt wird...“

Punkt 8.4 zu „Verschiedenes“: „Mit Rücksicht auf die unbeschränkte Dauer dieses Vertrages kann die Generalversammlung der Aktionäre der Hapimag auf Antrag des Verwaltungsrates einzelne Bestimmungen der bestehenden.......abändern, ergänzen, aufheben oder geänderten Gegebenheiten.....anpassen“.

Wohlgemerkt: diese Recht steht der Generalversammlung zu. Meine dargestellten einseitigen Änderungen zum Nachteil der betroffenen Aktionäre ergingen erst in den vergangenen Jahren. Den Protokollen der Generalversammlungen war bisher nichts darüber zu entnehmen.

In einem Punkt muss ich mich korrigieren: in den aktuellen Reservierungsbestimmungen fehlt der Ausschluss zu einem Punkteerwerb, wenn die Aktien zum Rückkauf angemeldet sind. Offenbar hat Hapimag etwas dazu gelernt.

Antwort
von barmer,

Hallo,

Hapimag ist für den Kunden kein gutes Modell, das ist seit Jahrzehnten bekannt. Aber wenn das in den AGB steht, wirds schwierig.

Antwort
von robinek,

Gerechtfertig in, gerechtfertig her, wenn es so in den Bestimmungen steht! Wer zwingt Dich dazu?

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