Frage von gammoncrack, 50

Ist eine Beschäftigung bei vorzeitiger Rente, jedoch mit späterer Vergütung zulässig?

Ich habe einmal eine Frage an die Rentenexperten. Die Frage formuliere ich allgemein.

Wenn jemand vorzeitig in Rente geht und mit einem Unternehmen folgenden Beratervertrag abschließt:

Herr XY wird für einen Zeitraum von 15 Monaten im Projekt XYZ als Berater tätig sein. Ihm werden während dieses Zeitraums lediglich Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet und eine Pauschale von 450.- Euro monatlich gezahlt.

Führt seine Mitarbeit nach Ablauf von 15 Monaten zu einem erfolgreichen Abschluss des Projektes (Enführung von XYZA) erhält er eine Vergütung von xx.xxx,xx Euro. Erfolgt keine Erführung von XYZA, erfolgt auch keine Vergütung.

wären ja die Vorschriften des § 34 SGB VI (Voraussetzungen für einen Rentenanspruch und Hinzuverdienstgrenze) erfüllt.

Wenn nun nach 15 Monaten und nach Erreichen der Regelaltersrente diese Vergütung gezahlt würde, fällt die Zahlung ja nicht mehr unter eine Hinzuverdienstgrenze

Die Frage ist nun, ob so etwas tatächlich zulässig wäre oder ob hier im Nachhinein Probleme mit der Rentenversicherung zu befürchten sind, da es sich ja eigentlich um eine nachträgliche Vergütung für einen Zeitraum handelt, bei dem die Zuverdienstgrenze von 450.- Euro galt.

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Antwort
von jule3, 50

Ein Beratervertrag wäre eine selbstständige Tätigkeit. Die ist bei vorzeitigem Rentenbezug nicht erlaubt, soviel ich weiß. Die Vergütung von Fahrt- und Übernachtungskosten zusätzlich zu einem Bezug von € 450,00 würde die Höchstgrenze überschreiten und hätte eine Rentenkürzung oder sogar Streichung zur folge. Also die 15 Monate mit einem Entgelt von € 450,oo als geringfügig Beschäftigter hat die Rentenversicherung nichts zu meckern. Nach Bezug der Regelaltersrente sind Hinzuverdienste welcher Art auch immer für die Rentenversicherung nicht relevant, allerdings spricht da dann das Finanzamt eventl. mit. LG

Kommentar von gammoncrack ,

Ein Beratervertrag wäre eine selbstständige Tätigkeit

Schon klar, aber ich finde im § 34 SGB VI nirgendwo etwas zu einer selbstständigen Tätigkeit, sondern immer nur etwas zum Thema "Hinzuverdienstgrenze".

Die Vergütung von Fahrt- und Übernachtungskosten

Das ist doch kein Einkommen, oder sehe ich das falsch? Dann dürfte ja niemand in dieser Zeit einen Freund zum Bahnhof fahren und sich die Benzinkosten erstatten lassen.

Kommentar von alfalfa ,

Hinzuverdienst bedeutet Einkommen nach § 15 (aus Gewerbebetrieb), freiberuflicher Tätigkeit (§ 18) oder sozialversicherungspflichtiger (§ 19) EKSTG. Mit Deinem Vertrag trifft mutmasslich § 15 zu. Somit sind die 450€ als Einnahme zu sehen, demgegenüber stehen die Aufwendungen. Die Einmalzahlung ist zum Zeitpunkt der Zahlung eine Einnahme. Du musst drauf achten, dass Du über das Jahr hin bezrachtest, die Grenzen nicht überschreitest. Besser wäre ein Vertrag auf Basis nach § 19 EKSTG mit Auslagenersatz nach Aufwand und einmaligem Bonus.

Kommentar von alfalfa ,

Hinzuverdienst bedeutet Einkommen nach § 15 (aus Gewerbebetrieb), freiberuflicher Tätigkeit (§ 18) oder sozialversicherungspflichtiger (§ 19) EKSTG. Mit Deinem Vertrag trifft mutmasslich § 15 zu. Somit sind die 450€ als Einnahme zu sehen, demgegenüber stehen die Aufwendungen. Die Einmalzahlung ist zum Zeitpunkt der Zahlung eine Einnahme. Du musst drauf achten, dass Du über das Jahr hin bezrachtest, die Grenzen nicht überschreitest. Besser wäre ein Vertrag auf Basis nach § 19 EKSTG mit Auslagenersatz nach Aufwand und einmaligem Bonus.

Kommentar von alfalfa ,

Hinzuverdienst bedeutet Einkommen nach § 15 (aus Gewerbebetrieb), freiberuflicher Tätigkeit (§ 18) oder sozialversicherungspflichtiger (§ 19) EKSTG. Mit Deinem Vertrag trifft mutmasslich § 15 zu. Somit sind die 450€ als Einnahme zu sehen, demgegenüber stehen die Aufwendungen. Die Einmalzahlung ist zum Zeitpunkt der Zahlung eine Einnahme. Du musst drauf achten, dass Du über das Jahr hin bezrachtest, die Grenzen nicht überschreitest. Besser wäre ein Vertrag auf Basis nach § 19 EKSTG mit Auslagenersatz nach Aufwand und einmaligem Bonus.

Kommentar von alfalfa ,

Hinzuverdienst bedeutet Einkommen nach § 15 (aus Gewerbebetrieb), freiberuflicher Tätigkeit (§ 18) oder sozialversicherungspflichtiger (§ 19) EKSTG. Mit Deinem Vertrag trifft mutmasslich § 15 zu. Somit sind die 450€ als Einnahme zu sehen, demgegenüber stehen die Aufwendungen. Die Einmalzahlung ist zum Zeitpunkt der Zahlung eine Einnahme. Du musst drauf achten, dass Du über das Jahr hin bezrachtest, die Grenzen nicht überschreitest. Besser wäre ein Vertrag auf Basis nach § 19 EKSTG mit Auslagenersatz nach Aufwand und einmaligem Bonus.

Kommentar von alfalfa ,

Hinzuverdienst bedeutet Einkommen nach § 15 (aus Gewerbebetrieb), freiberuflicher Tätigkeit (§ 18) oder sozialversicherungspflichtiger (§ 19) EKSTG. Mit Deinem Vertrag trifft mutmasslich § 15 zu. Somit sind die 450€ als Einnahme zu sehen, demgegenüber stehen die Aufwendungen. Die Einmalzahlung ist zum Zeitpunkt der Zahlung eine Einnahme. Du musst drauf achten, dass Du über das Jahr hin bezrachtest, die Grenzen nicht überschreitest. Besser wäre ein Vertrag auf Basis nach § 19 EKSTG mit Auslagenersatz nach Aufwand und einmaligem Bonus.

Antwort
von alfalfa, 41

Die Paragrafen liefere ich nach, okay? SGB VI und Steuerrecht liegen - bis auf die Definition des Begriffes Einkommen - eng bei einander. Es gilt bei beiden das sogenannte Zuflussprinzip. Sprich: Wenn das Entgelt gezahlt ist. Sollte das Projekt von Erfolg sein, so fliesst ja Geld zum Zeitpunkt der Rentenphase. Also schädlich für die Hinzuverdienstgrenze. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Es ist ja ein Einmalbetrag. Bitte auf der Seite der DRV nachsehen, da Sonderfall. Bin grade im Zug umterwegs, deshalb fehlen jetzt die Links.

Kommentar von gammoncrack ,

Das Geld fließt doch außerhalb der Rentenphase?

Antwort
von Niklaus, 33

Warte auch noch die Antwort von Alfalfa ab oder frage ihn direkt..

Kommentar von gammoncrack ,

Ich bin auch wirklich auf seine Meinung gespannt.

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