Frage von Winter2013,

Ist die Hinterbliebenenrente Kranken-Pflegeversichrungspflichtig?

Hallo! Ich brauche dringend einen Rat!

Ich bin ein Witwer und beziehe von dem Arbeitgeber meiner verstorbenen Frau eine Hinterbliebenenrente in Höhe von € 595,24. Seit diesem Jahr bin ich mit meinem Jahreseinkommen von € 49.180 in die Kranken- und Pflegeversicherungspflicht runtergestuft. Jetzt verlangt die KK für den Versorgungsbezug den vollen Beitrag, 17,55%!!! Meine Fragen zu dieser Situation: 1) ist die Hinterbliebenenrente Kranken-Pflegeversichrungspflichtig? 2) wenn ja, muss sie denn nicht zu meinen Jahreseinkommen dazu gezählt werden? Ich meine, liegt mein Einkommen dann nicht über die Bemessungsgrenze und demnach versichrungsfrei?

Ich wäre für die Klärungshilfe sehr dankbar! Für einen Laien ist es sehr schwer in diesem Themea zurechtzufinden, weil die das Ganze scheint für einen normalen Menschenverstand sehr unlogisch und ungerecht!

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

in diesem Fall gilt laut Gesetzt eine doppelte Beitragsbemessungsgrenze (BBG): eine für das Arbeitsentgelt und eine für die Rente.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__230.html

Auf Antrag werden die Versichertenanteile aus der Rente nachträglich erstattet, soweit das Arbeitsentgelt und die Rente zusammen die BBG überschreiten.

.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__231.html -> Absatz 2

Gruß

RHW

Antwort
von barmer,

Hallo,

1.) ja die Rente ist KV-beitragspflichtig, weil sie aus einem Arbeitsverhältnis stammt.

2.) ja, sie gehört zum Jahreseinkommen und das Finanzamt interessiert sich auch dafür,

Aber die Versicherungspflicht in der GKV richtet sich nur nach Einkommen aus abhängiger Tätigkeit und dazu gehört die Rente nicht.

Sie waren offanbar nicht seit mind. 2002 privat versichert, denn dann hätte eine andere Versicherungspflichtgrenze gegolten.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von barmer ,

Hallo, meine Ergänzung ist wohl nicht mehr gespeichert wordeN:

Wenn beide Einkommen die BBG überschreiten und das tut ja schon das Arbeitseinkommen, wird der Beitrag gekappt, d.h. es gibt Geld zurück. Leider klappt das erfahrungsgemäß erst nachträglich. Dazu muss die Kasse wegen der Einzelheiten angesprochen werden.

Antwort
von blnsteglitz,
Kommentar von Winter2013 ,

Vielen Dank für das Link! ein sehr interessanter Beitrag! Nur eine Frage bleibt offen...Wie ist denn mit der Gleichstellung der Rentenbezieher und den Erwerbstätigen? So wie ich verstanden habe, ist das Einkommen eines Erwerbstätigen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze versicherungspflichtig, darüber hinaus ist aber versicherungsfrei. Ist denn bei den Rentenbezieher auch so? Wenn die Rente zu dem Einkommen aus der nichtselbständigen Arbeit nicht zugerechnet und damit aus der Beitragsbemessungsgrenze rausgenommen wird, dann bezahlt doch der Rentenbezieher vielmehr an KV-Beiträge, als ein Gutverdiener!!!???? Das verstehe ich nicht!!! Ist das die Ungerechtigkeit gegenüber den wirtschaftlich Schwächeren oder ein Missverständnis von mir? Für alle Beiträge vielen Dank!

Kommentar von barmer ,

Wenn beide Einkommen die BBG überschreiten und das tut ja schon das Arbeitseinkommen, wird der Beitrag gekappt, d.h. es gibt Geld zurück. Leider klappt das erfahrungsgemäß erst nachträglich. Dazu muss die Kasse wegen der Einzelheiten angesprochen werden.

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