Frage von Rasenpfleger,

Ist das Sparbuch als Altersvorsorge eine gute Wahl?

Hallo Finanzexperten! Ich habe einen Artikel gelesen, in dem die DVAG vor Sparbüchern als Altersvorsorge warnt. Wieso? Findet ihr die Kritik berechtigt?

Hilfreichste Antwort von Benjicux,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

vom Grundsatz her muss man hier glaube ich klar 2 Sachen voneinander trennen. Die Frage nach dem Sparbuch und dem Thema Altersvorsorge kann man klar mit Nein beantworten. Da gibt es einfach bessere und trotzdem gleich sichere Anlageformen, die mehr abwerfen, als das klassische "Auslagerungskonto", das immer noch beliebt ist, um Geld zu parken.

Allerdings würde ich persönlich auf ein Sparbuch nur Geld parken, dass ich kurzfristig nicht benötige, dass aber unter Umständen schon verplant ist oder regelmäßig gespart wird und dann ausgegeben wird (z.B. für die Heizölrechnung einmal pro Jahr oder die Versicherungen, die man vielleicht Anfang des Jahres zahlt).

Die andere Seite ist die DVAG, der AWD oder wie die Strukturvertriebe alle heissen. Diese nutzen die durchaus richtige Argumentation aus dem oberen Bereich dieser Antwort, um ganz selbstlos und "unabhängig" Finanzdienstleistungen und Anlageformen anzubieten, die häufig "unabhängig" vermittelt wirken, sich aber vielfach als auch nur als Provisionsmasche herausstellen, um Gewinne einzufahren.

Es ist nicht zuletzt so, dass Beratungsprotokolle im Wertpapierbereich und Aufklärungspflichten im Versicherungsvertragsgesetz nicht nur wegen der Beratung von Banken eingeführt wurden, sondern auch, um den schnellen Vertrieb im Finanzdienstleister-Sektor genauso zu kontrollieren.

Antwort von Larkolas,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

DVAG? Der Strukkivertrieb? Also vor denen wird von Experten deutlich mehr gewarnt...

Antwort von Niklaus,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Sparbuch ist definitiv keine gute Wahl für die Altersvorsorge. Das sollte dich aber nicht beflügeln bei einem Strukturvertrieb deine Altersvorsorge zu machen.

Antwort von DerMakler,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wo ist die Flexibilität eines heutigen Sparbuches gegeben ? Nur im Aulösen..Zinserträge, Übertragbarkeit,Versteuerungprinzipen um eine lebenslange spätere Rentenzahlung zu gewährleisten sprechen wirklich leider dagegen..ausserdem fehlen Merkmale wie eine Beitragsfreistellung bei B.U. oder Todesfalleistung, auch die Sicherung (und wenn es nur zu einem gewissen Prozentsatz ist) der Beiträge ..Ich sage es nicht gerne in Bezug auf DVAG ,aber da war die Kritik in den meisten berechtigt ! HG DerMakler

Antwort von Matrix,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

da sollte man sich lieber ein eigenes haus bauen das wäre rein rechnerrisch das beste für die spätere altersvorsorge.

trotz allem sehe ich eine gewisse notwendigkeit eines sparbuches gerade für hausbesitzer.

eine vernünftige rendite ist allerdings nicht damit zu erzielen. nur wenn man mit staffelzins / stufenzins besparen würde und dann noch über eine sehr langen zeitraum. das muss man individuell für sich selbst entscheiden was man möchte.

Antwort von Candlejack,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich finde die Kritik nicht nur für die Altersvorsorge berechtigt. In meinen Augen ist das Sparbuch nur noch für Leute attraktiv, die etwas in der Hand brauchen und mit einem Buch als tolles Gefühl in eine Bank gehen und abheben. Die Rendite ist nicht gut, die Verfügbarkeit ist eingeschränkt und als Altersvorsorge taugt ein Sparbuch bei 0,5-1,25% doch schon mal gar nicht. Das erarbeitet ja nichtmal die Inflation.

Antwort von OschauLars,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sparbücher sind eine sichere Anlage - sofern die Einlage sich im Rahmen der Einlagensicherungen bewegt. Das Sparbuch hat eine gute Verfügbarkeit. Du kommst ohne viel Tamtam, immer an einen guten Teil Deines Geldes. Spätestens nach der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten ist die Mäuse wieder bei Dir. Diese Flexibilität geht zu Lasten der Zinsen.

Generell gilt: Je länger die Kündigungsfristen desto besser der Zinssatz.

Wenn ich für's Altervorsorge, habe ich ja noch ein bißchen Zeit. Meist kann man das Geld dann 10 oder mehr Jahre entbehren und will nicht mal eben dem Konsumgott fröhnen. In diesen Fällen gibt es weit bessere Anlagen.

Insofern haben die DVAG-Nasen recht. Allerdings haben die einen anderen Grund zu warnen: Die verdienen nicht an Sparbüchern!

Antwort von Zitterbacke,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die DVAG sagt "mit seinen Minizinsen schafft das Sparbuch real in den seltensten Fällen einen Inflationsausgleich" !! Meiner Meinung nach richtig . Auch eine Studie des AWD besagt , Zitat : "Bevorzugte Geldanlage für die Altersvorsorge ist nach wie vor das Sparbuch - trotz in aller Regel schwacher Verzinsung, teilt AWD mit. Über die Hälfte (53 Prozent) der Deutschen nutzt diesen Weg, um Rücklagen anzusparen. 40 Prozent setzen auf Immobilien wie Eigentumswohnungen oder Häuser. Rund ein Fünftel (22 Prozent) sorgt mit der staatlich geförderten Riester-Rente vor." Hier gefunden : http://www.n-tv.de/ratgeber/Deutsche-setzen-aufs-Sparbuch-article939701.html Ein Umdenken ist vielleicht schon im Gange . Gruß Z... .

Antwort von wfwbinder,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Na ja es ist eben eine schlechte Rendite. Mit der gleichen Sicherheit (also gesetzliche Deckung + Schutz der Sparkassenorganisation), kann ich auch mehr Rendite haben.

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