Frage von schneestern,

Ist Bausparen sinnvoll wenn man eine sichere und konservative Geldanlage sucht?

Macht Bausparen als Geldanlage Sinn wenn einem vor allem Sicherheit und eine konservative Form der Geldanlage wichtig sind oder sollte man sein Erspartes doch lieber auf ein Festgeldkonto packen?

Antwort
von jsch1964,

Die Menschen hier in Deutschland sind als große Masse in finanziellen Angelegenheiten überwiegend ein bisschen pervers:

Sie rauchen, sie trinken, sie fahren Auto, essen viel Fleisch, Fett und Zucker und gehen - ohne sich am Geländer festzuhalten - Treppen rauf und runter. Dabei kann jede dieser Tätigkeiten zum verfrühten oder sofortigen Tod führen. Das ist egal, es ist ja nur der Körper und das Leben. Aber an das Geld - da darf auf gar keinen Fall auch nur das allergeringste Risiko eingegangen werden. Das muss SICHER sein. Oder, wie Gollum sagen würde: Meeeeiiiiiinnn Schaaaaaatzzzzzzzzzzz....

Da muss man sich auch nicht wundern, wenn das Geld durch Inflation o.ä. ganz verschwindet. Das war übrigens schon immer so: http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_von_den_anvertrauten_Talenten

So, und nachdem ich das jetzt mal losgeworden bin: Bei der Debeka gibt es 3% ab dem ersten Euro im Bausparvertrag BS1. Das könnte man machen, wenn es unbedingt Bausparen sein soll.

Kommentar von betroffen ,

Also empfiehlst du eine Lebensversicherung ?!

Kommentar von jsch1964 ,

Grins. Du willst mich provozieren, oder?

Oder fragst Du mich ernsthaft, ob ich es für eine gute Idee halte, mein Geld einer Versicherung zu geben, die um die 15% an Kosten und Gebühren davon abzieht, mir aber nur 1,75% an Rendite auf den Rest garantiert? Das ist Geldvernichtung. Dann doch lieber den o.g. Bausparvertrag mit 1% Kosten und ein paar Euro Gebühren im Jahr, dafür aber 3% garantiertem Zins.

Nein, Lebensversicherungen zur Geldanlage empfehle ich nicht und würde ich auch niemandem verkaufen wollen. Es gibt deutlich lukrativere Sparmöglichkeiten, die trotzdem sicher sind, wie z.B. sachwertbesicherte Investment-Sparpläne oder verschiedene gemischte Aktienfonds/Fondssparpläne (obwohl ich von letzteren auch kein so großer Freund bin.)

Was ich sagen wollte, ist, dass eine Anlage, bloß weil sie laut Gesetz alle möglichen Risiken im Prospekt angeben muss, deswegen nicht unsicher ist. Würdest Du aufhören Auto zu fahren, nur wenn Dir bei jedem Benutzen eine automatische Stimme sagen würde: "Mit der Teilnahme am Straßenverkehr gehen Sie folgende Risiken ein: Ordnungsstrafen, Führerscheinverlust, Unfälle mit teilweise schweren Körperverletzungen und bleibenden Schäden, das Verletzen anderer Verkehrsteilnehmer, sowie den Verlust des eigenen Lebens und das Ihrer Familie." ? Du würdest trotzdem weiter Auto fahren. Bei Geldanlagen ist es genauso. Wenn Dir die Anlage etwas bringen soll, musst Du sie unter dem Kopfkissen hervorholen und irgendwo sinnvoll investieren, auch wenn das bedeutet, dass damit Risiken verbunden sind. Risiko lässt sich managen oder streuen und damit auch größtenteils ausschließen. Wie das geht, dafür sind wir Berater da.

Antwort
von betroffen,

Wenn du einen guten Bausparvertrag mit Options -oder Renditevariante auswählst.

-Und vielleicht noch VL, Arbeitnehmer Sparzulage und sogar Wohnungsbauprämienberechtigt bist.

Dann gibt es heute und in naher Zukunft kein Festgeld welches besser verzinst wird.

Antwort
von Rat2010,

Wenn man sein Geld so lange nicht braucht, dass man es in einen Bausparvertrag stecken will, sehe ich das Risiko sehr hoch, dass man sich das spätestens in einem Jahr - wahrscheinlich viel früher - anders überlegt.

Warum genau soll das Geld sicher und konservativ angelegt werden und musse es eine geldwertabhängige Anlage sein? Hast du dabei bedacht, dass die reale Rendite negativ ist, du also jedes Jahr sicher Verlust machst?

Antwort
von meistermerlin,

Damit sich Bausparen lohnt, musst du mindestens 7-8 jahre lang anlegen und ein Top Anegbot einer Bausparkasse finden. Wenn du Sicherheit und konservative Anlageformen suchst, dann setz lieber auf Festgeld. Da bekommst du für eine ähnliche Anlagedauer mehr raus.

Kommentar von betroffen ,

Wenn Schneestern einen guten Bausparvertrag mit Options -oder Renditevariante auswählt.

-Und vielleicht noch VL, Arbeitnehmer Sparzulage und sogar Wohnungsbauprämienberechtigt ist. Dann gibt es heute und in naher Zukunft kein Festgeld welches besser verzinst wird.

Antwort
von volksbanker,

Sofern du einen Renditetarif wählst und zudem "Wohnungsbauprämienberechtigt" bist, dann ist es sicherlich eine sinnvolle Alternative. So kommt schnell ein Rendite von 3 bis 4 Prozent nach Kosten heraus.

Festgeld lohnt sich selten bis nie, da es nicht die Inflation ausgleicht. Dies ist momentan generell schwierig zu schaffen.

Kommentar von GAFIB ,

Die Aussage "Festgeld lohnt sich selten bis nie" ist wohl zu pauschal: Im 5-Jahresbereich werden noch bis zu 3,4% Rendite mit Festgeld erzielt. Welcher Bausparvertrag über 5 Jahre bietet mind. 4,4% Verzinsung, damit die Abschlusskosten von mind. 1% wieder eingespielt werden?

http://festgeld.fmh-rechner.de/rechner/fmh2/schnellcheck.aspx

Kommentar von betroffen ,

Da stellst du einige Zinssätze auf eine Stufe, die da nicht zusammen hingehören.

Und du hast vergessen, dass Schneestern nach einer Geldanlage fragte...

Wer als Bausparer auf das Darlehen verzichtet (Den Vertrag also als Geldanlage nutzt) bekommt die Abschlussgebühr erstattet.

Antwort
von ThWittmann,

Was verstehst Du unter „konservativ“? Wenn du kurz- und mittelfristig Geld schwankungsarm parken willst, bzw. eine Liquiditätsreserve aufbauen, dann kann es durchaus Sinn machen. Wenn Du darunter eine wirkliche und langfristige Sicherheit verstehst rate ich prinzipiell von einem Bausparvertrag ab. Es ist ein Papierwert, kein Sachwert. Papierwerte sind Zahlungsversprechen. Die Bausparkasse nimmt Dein Geld, und Du bekommst ein Stück Papier. Und da steht drauf, dass sie irgendwann mal Dein Geld an Dich zurückzahlt. Wenn sie dies aber aufgrund von Inflation oder Währungsreform nicht tut (oder nicht darf), hast Du Pech gehabt und Dein Geld ist weg. Das ist keine „Sicherheit“.

Im letzten Jahrhundert wurden die Guthaben der Deutschen mehrfach entwertet und inzwischen ist halb Europa pleite, Deutschland hat Rekordverschuldungen (in über 50 Jahren noch keinen Cent zurückgezahlt!) und auf uns wurde auch noch die Haftung für die restlichen EU-Pleiteländer mitabgewälzt. Doch das sagt von der Politik und Bankenwelt so natürlich niemand … die leben vom Vertrauen und Schulden machen, solange das noch irgendwie weitergeht. Außerdem muss man die Inflation berücksichtigen. Mal angenommen Du bekommst 3% Guthabenzins, und die Inflation liegt bei 4%, dann bist du bereits im Minus. Und von den 3% musst du dann noch Steuern bezahlen. Aber hier sind noch nicht die Kosten für den Vertrag berücksichtigt. Ganz schlimm wird es, wenn die Inflation steigt. Bei 7% Inflation und 3% Guthabenzins machst Du jedes Jahr 4% minus. Das bringt herbe Verluste. Das gleiche gilt für ein Festgeldkonto. Fazit: Investiere in Sachwerte, z.B. Silber oder Gold haben meiner Ansicht nach wie vor sehr gute Perspektiven mittel- und langfristig.

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