Frage von BTaglieber, 180

Ist AVL eine gute Adresse, wenn ich meine Anlagen selbst verwalten will?

Ich möchte rund 60.000€ anlegen und dies nicht mehr einem (meinem) Finanzberater überlassen, sondern selbst managen. Es gibt ein Depot bei ebase, das ich künftig über AVL verwalten will. Ist AVL eine gute Adresse für mein Vorhaben und gibt es "sachdienliche" Hinweise auf die ich achten sollte?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 180

ebase hat deutliche Nachteile bei steuerlichen Abrechnungen. AVL ist ein Vermittler wie viele andere.

Ich würde hier empfehlen, mit diesem Anlagevolumen in Fonds zu Fidelity (FFB) zu gehen. Du wirst dadurch unmittelbar Premiumkunde und zahlst auch keine Ausgabeaufschläge mehr. FFB hat auch etwas mehr Fonds im Angebot als ebase. FFB ist bisher die einzige Bank, bei der ich war, die steuerliche Abrechnungen für Fonds korrekt erstellt hat.

Für Selbstentscheider finde ich persönlich die Kombination aus ING-Diba (ETFs, Zertifikate, Aktien, Hebelprodukte) und FFB (Fonds und manche ETFs) ideal.

Antwort
von LittleArrow, 172

Guck auch mal hier:

http://www.profinance-direkt.de/index.php?id=index

Ich kann Dir persönlich keinen Erlebnisbeitrag zu Profinance und AVL mitteilen.

Antwort
von Tritur, 162

Kein Anleger braucht einen Vermittler.

Leider schreibst Du nicht, welche "Anlagen" Du meinst. Managen muss man eigentlich nur ein Depot mit Einzelwerten, also Aktien und Anleihen. Da Du aber ebase erwähnst. meinst Du wahrscheinlich Fondsanlagen. Da gibt es aber nichts zu "managen", wenn man gleich Fonds wählt, die sich selbst allen Gegebenheiten an den Kapitalmärkten anpassen. Solche Fonds nennt man "flexible Mischfonds".

Gute Fonds in dieser Kategorie sind: A0M430; A0MVZQ und A0M7WP

Einfach diese drei Wertpapierkennummern eine nach der anderen googeln und Du erhältst genügend Informationen um Dir die Kosten eines "Beraters" sparen zu können.

Du brauchst dann nur noch eine Bank mit günstigen Kosten.

Kommentar von LittleArrow ,

Das sind recht interessante Fonds.

Weitere Details findet man bei der WKN-Eingabe auf dieser Seite unter Fondsportrait:

https://www.fidelity.de/de/fonds/fonds-detailansicht.page?ISIN=DE000A0MVZQ2#/

A0MVZQ

Der Fonds hat zwar nur einen 8 %igen Anleiheanteil, bei dem aber 22 % Laufzeiten von mindestens 30 Jahre haben. Hoffentlich gelingt dem Fonds der rechtzeitige Umstieg, auch bei den Aktien.

A0M7WP

Mir wäre dieser Fonds mit einem 21 %igen Anleiheanteil, bei dem 41 % Restlaufzeiten von mindestens 10 Jahre haben, zu zinssensibel.

Kommentar von ProxyFoxy ,

Das ist nicht ganz richtig, dass man keinen Vermittler braucht. Denn: Im Fall von Investmentfonds fungiert die Bank als Vermittler! Nämlich zwischen Dir und der Fondsgesellschaft. Insofern stellt sich die Frage, ob ein Fondsvermittler, der mit Banken zusammenarbeitet, nicht günstigere Kosten und / oder Zusatzleistungen (Aggregation mehrerer Banken) anbietet, als die Bank selber. Hierzu liefert Stiftung Warentest immer gute Informationen und Tipps, z.B. moneymeets.com vgl. https://www.test.de/Wertpapierdepot-Kaufplattform-Moneymeets-ist-freigiebig-4813...

Kommentar von Tritur ,

Wenn der Anleger zur Bank geht und sagt," bitten kaufen Sie für mich 100 Stück des YXZ-Fonds", dann tut die Bank das. Sie ist dabei nicht Vermittler, sondern führt im Rahmen der Geschäftsverbindung nur den Kundenauftrag aus.

Wer nur solche Fonds kauft, die keinen Ausgabeaufschlag haben und zugunsten niedriger Fondskosten grundsätzlich keine Bestandsprovisionen an Banken oder Vermittler zahlen, kann man auch nicht hintenherum zur Kasse gebeten werden.  

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