Frage von Butchoo 13.12.2009

Insolvenzverfahren, wann beendet

  • Antwort von Bernd2009 13.12.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    das Insolvenzverfahren und das Restschuldbefreiungsverfahren sind getrennte Verfahren. Beide beginnen ab Insolvenzeröffnung. Es kann durchaus sein, dass das Insolvenzverfahren nach mehreren Monaten schon beendet wird. Das Restschuldbefreiungsverfahren läuft weiter, diese Zeit heißt dann Wohlverhaltensperiode. Nach meinem Dafürhalten ist die Wohlverhaltensperiode nicht taggleich nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu Ende. Nachdem es sich um zwei getrennte Verfahren handelt, trifft es eben nicht zu. Abgeschlossen ist die Sache erst mit der Restschuldbefreiung. Ein konkreter Termin ist damit nicht verbunden...

  • Antwort von Rentenfrau 14.12.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist, werden meines Wissens - erst die Schulden gezählt und mit den Gläubigern die Verhandlungen aufgenommen. Erst wenn das nicht klappt, mit den Schuldnern keine Einigung erzielt werden kann, dann beginn die Wohlverhaltensphase, die 6 Jahre dauert.

  • Antwort von wfwbinder 13.12.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    DEin Inslvenzverfahren ist eröffnet.

    Damit begann aber noch nciht die Wohlverhaltensperiode. Im Verfahren wird der Beginn festgelegt Das wird aber zeitnah sein.

    Nach den 6 Jahren, wird dann die Restschuldbefreiung ausgesprochen.

    Aber dagegen können die Gläubiger noch 12 Monate widerspruch einlegen.

    Man ist also erst gut 7 Jahre nach dem Beginn der Wohlverhaltensperiode die Schulden wirklich los.

  • Antwort von immoakuthilfe 14.12.2009

    Die Wohlverhaltensphase (die 6 Jahre) beginnt nach der Ankündigung der Restschuldbefreiung. Diese wird durch das Insolvenzgericht angekündigt und die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 200 Inso findet statt. Es kann auch nach § 258 Inso oder nach § 34 III Inso statt finden. Es kann bis hierhin eins bis zwei Jahre dauern, wobei diese Zeit mit angerechnet wird.

    Sobald das Insolvenzverfahren aufgehoben ist, fällt das an den Insolvenzverwalter gefallene Recht das Vermögen des Schuldners zu verwalten wieder an diesen zurück. Die Vollstreckungsverbote gegen den Gläubiger gelten nicht mehr, die Insolvenz Gläubiger haben ein Nachforderungsrecht laut § 201 InsO. Der Schuldner erhält nun die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis zurück und die Gläubiger das Recht in dieses Vermögen zu vollstrecken.

    Allerdings Wenn der Schuldner eine natürliche Person ist und mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung angekündigt wurde, entfällt das Nachforderungsrecht für die Gläubiger laut § 291 I InsO. Zwangsvollstreckungshandlungen sind während der Abtretungsphase unzulässig, § 294 I InsO.

  • Antwort von albwolf 14.12.2009

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