Frage von CanCan,

Insolvenz angemeldet. Was passiert dann?

nachdem eine Insolvenz angemeldet ist, wird ein Insolvenzverwalter vom zuständigen Amtsgericht bestellt.

Was passiert dann in der ersten Phase? Was macht der Verwalter zuerst? Man hört immer die Begriffe "Insolvenzverfahren eröffnet" oder "... abgelehnt". Gibt es noch andere Varianten? Was heisst das genau?

Manche Firmen gibt es nach der Insolvenz noch, andere werden abgewickelt (Handysparte von Siemens). Wieso ist das so?

Antwort von wfwbinder,
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Zuerst prüft der Amtsrichter (unter zuziehung eines Sequestors) ob genügend Masse vorhanden ist um das Konkursverfahren abzuwickeln.

Wenn nicht genug vorhanden ist, wird mangels Masse die Eröfnung abgelehnt.

Sonst wird eröffnet udn eine Konkursverwalter eingesetzt.

Der prüft alle Rechtsverhältnisse und was an Vermögen, schulden, Aufträgen vorhanden ist.

Was noch an Aufträgen abgewicklet werden kann mit dem was vorhanden ist, läßt er abwickeln. Gg. sogar noch material zukaufen.

Parallel überlegt er ob ein Teilunternehmen fortzuführen ist, oder verkäuflich ist.

Gleichzeitig läßt er die Gläubiger die Schulden zur sogenannten Tabelle anmelden und sondert sachen ab und aus, an denen Eigentumsvorbehalt, oder Sicherungsübereignungen bestehen.

Soweit möglich wird Vermögen zu Geld gemacht um die Kosten zu decken und/oder die Verbindlichkeiten über eine gute Quote zu bedienen.

Mehr und mehr versucht man die Betriebe am laufen zu halten.

Antwort von RWeber,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nach meiner Erfahrung lässt der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter zuerst die Gläubiger innerhalb einer bestimmten Frist, die ebenso wie die Bestimmung des Insolvenzverwalters selbst im Insolvenzeröffnungsbeschluss des Amtsgerichts enthalten ist, die Insolvenzforderungen anmelden, bis es dann zum Prüfungstermin kommt usw.

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