Frage von KoyaDio, 271

Inkassounternehmen verlangt Einkommensauskünfte

Hallo, ich zahle seit kurzem monatlich Raten an ein Inkassounternehmen. Die Ratenhöhe hat das Inkassounternehmen festgelegt, aber für meine finanziellen Verhältnisse sind sie definitiv zu hoch. Ich habe dann schriftlich um eine niedrigere Rate gebeten, und nun verlangt das Inkassobüro Auskünfte über mein Einkommen (Gehaltsbescheinigung, Arbeitslosengeldbescheid, Sozialhilfebescheid, Rentenbescheinigung, ect.) Darf es das überhaupt?

LG Koya

Antwort
von Kevin1905, 271
Hallo, ich zahle seit kurzem monatlich Raten an ein Inkassounternehmen.

Das ist professionelle Geldvernichtung. Warum nicht gleich an den Gläubiger zahlen oder an den Gerichtsvollzieher, wenn die Forderung bereits tituliert wurde.

Darf es das überhaupt?

Fordern kann man viel, Anspruch hat man darauf aber noch lange nicht. Inkassobüros sind Briefschreiber, nichts weiteres. Keine Sonderrechte, kein Sonderstatus. In 95% der Fälle lebt es sich leichter und ist auch sinnvoller diese komplett zu ignorieren.

Kommentar von Juergen010 ,

Die bisher brauchbarste Antwort in dem Kontext, meiner Meinung nach.

Kommentar von gammoncrack ,

Warum nicht gleich an den Gläubiger zahlen oder an den Gerichtsvollzieher, wenn die Forderung bereits tituliert wurde.

Akzeptieren die eine Ratenzahlung? Wenn nicht, würde doch vermutlich vollstreckt?

Wenn es sich inzwischen um eine abgetretene, scheinbar von ihm anerkannte Forderung an das Inkassobüro handelt, wie kommt er denn da wieder raus?

Antwort
von wfwbinder, 233

Du musst denen gar keine Auskunft gebe.

Aber was Du von denen möchtest ist ein Vergleich.

Eine Regelung Deine Schulden in Raten zu zahlen um zu verhindern, dass bei Dir vollstreckt wird.

Wenn Du nichts hast, in das hinein vollstreckt werden kann, dann kannst Du es, mit allen Konsequenzen darauf ankommen lassen und nicht zahlen.

Wenn Du aber diesen Vergleich "Ratenzahlung" möchtest und sagst, die Rate kann ich nicht zahlen, dann bist Du gezwungen Deine Einkünfte offen zu legen, wenn Dein Verhandlungspartner anders nicht zustimmt.

Mache doch einfach den Test. Was wäre, wenn Dir jemand Geld schulden würde. Du verlangst 200,- Euro im Monat als Rate und der sagt, "kann ich nicht zahlen, dafür reicht mein Einkommen nicht. Ich kann nur 50,- Euro zahlen."

Würdest Du es ungeprüft hinnehmen, oder würdest Du sagen, "beweise es mir."

Antwort
von Franzl0503, 222

Kyjo:

Deine Frage reduziert sich letztlich auf den unpfändbaren Teil deiner Einkünfte.

  1. Pfändet der Gläubiger, ermittelt der Drittschuldner (z.B.Arbeitgeber) den unpfändbaren Teil und führt ihn an dich ab.

  2. Kommst du aber dem Wunsche des IU nach, ermittelt es den pfändbaren Teil und ändert ggf. .die Höhe der Raten.

Dein Wunsch ist es doch, im Rahmen deiner Möglichkeiten zu entschulden. Also entscheide dich für den Zwangsweg oder die freiwillige Überlassung der Unterlagen.

Antwort
von freelance, 201

fragen können sie nach vielem, liefern musst du nicht. Nur was passiert, wenn du nicht lieferst? Dann kommen sie mglw. deiner Anfrage nicht nach.

Mach, was du denkst und was für dich das richtige ist. Letztlich könntest du auch einfach weniger überweisen und dann mit den Konsequenzen leben.

Antwort
von EXinkassoMA, 168

Gib mal lieber Infos zur Forderung Inkassofirmen tricksen gerne gebührentechnisch ;)

Titulierte Forderung ?

Ratenzahlungsvereinbarung schriftlich ?

Antwort
von gammoncrack, 189

Natürlich dürfen die danach fragen. Das könnte ich auch machen. Und natürlich musst Du denen diese Unterlagen nicht zukommen lassen.

Andererseits werden die natürlich keiner Ratenreduzierung zustimmen, wenn sie die Unterlagen nicht bekommen.

Ob Du das machen willst, ist eben Deine Entscheidung.

Antwort
von billy, 162

Ein Inkassobüro ist keine sozialrechtliche Instanz, alle Angaben zu den persönlichen, finanziellen oder gesundheitlichen Verhältnissen sind freiwillige Angaben. Lass Dich in einer Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale oder einem Anwalt beraten.

Kommentar von EnnoBecker ,

Sag ich doch.

Kommentar von billy ,

Deine Antwort ist zutreffend, hab ich auch nicht in Frage gestellt. Ich meine das weist Du auch :))) Nur einer hat mal wieder nichts kapiert, ist ja nichts neues.:))))

Kommentar von gammoncrack ,

Ich habe Dir eine ganz normale Frage gestellt.

Das Ergebnis ist ja wohl, laut Enno, dass weder die Verbraucherzentrale noch ein Anwalt eine Reduzierung der Ratenzahlung erreichen kann.

Deswegen wäre es doch sinnvoll gewesen, nicht pauschal auf Verbraucherschutz und Anwalt hinzuweisen, sondern auch die Sinnhaftigkeit einer solchen, kostenpflichtigen Maßnahme zu erläutern. Was können die für den Fragesteller erreichen?

Und wenn Du das gemacht hättest, dann wäre das eine sinnvolle Antwort auf die Frage gewesen. So nützt das dem Fragesteller genau so viel, als wenn Du geschrieben hättest, er soll sich an den Petitionsausschuss des Bundestages wenden. Und dort wäre es zumindest nicht kostenpflichtig geworden!

Und wenn ein Anwalt ihm sagen würde, dass er die Unterlagen nicht übermitteln muss, dann hat er für etwas bezahlt, was hier jeder weiß!

Kommentar von EnnoBecker ,
laut Enno

Ich bin da auch keine Instanz, also bitte!

Kommentar von gammoncrack ,

Den Kommentar verstehe ich nicht.

Kommentar von EnnoBecker ,
Den Kommentar verstehe ich nicht.

Ich möchte nicht, dass sich jemand auf meine Äußerungen beruft. Selberdenken ist angesagt.

Besser?

Kommentar von KoyaDio ,

Streiten müsst ihr nun aber auch nicht.... ich bin der Meinung, ich zahle erstmal das was ich monatlich zahlen KANN. Damit bin ich zahlungswillig und die können mir eigentlich nichts....

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich würde die Hälfte davon zahlen an deiner Stelle.

Kommentar von KoyaDio ,

Das wird wohl das beste sein. Falls ihnen das nicht zusteht werden sie sich schon melden...

Kommentar von gammoncrack ,
Lass Dich in einer Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale oder einem Anwalt beraten.

Verstehe ich das richtig, dass in einem solchen Fall die Verbraucherzentrale oder ein Anwalt eine Reduzierung der Raten durchsetzen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein, verstehst du nicht richtig.

Beraten lassen ist was anderes als durchsetzen. Schau dir mal mein altes Sofa an, das ist durchgesessen, aber nicht beraten.

Kommentar von gammoncrack ,

Oki. Stimmt.

Aber was könnte dann das Ergebnis einer kostenpflichtigen Beratung durch einen Anwalt in diesem Fall sein, was dem Fragesteller hilft?

Kommentar von EnnoBecker ,

Wächst mir Gras aus der Tasche?

Kommentar von gammoncrack ,

Aber offensichtlich Billy, wenn er dem Fragesteller das empfiehlt.

Antwort
von Chadliah, 149

Was aber das wichtigste Ist, bei Deinem Problem: die üblichen Verzugsschaden und Spesen, die den Betrag empfindlich erhöhen, musst du definitv nicht bezahlen. Nur die den Originalrechnungsbetrag plus regulärer Zinsen. Da Du aber mit denen Ratenvereinbarung werden sie darauf bestehen. Du hättest nioemals sollen. Was Du jetzt machen kannst: Stillegen, nicht mehr zahlen bis sie wieder kommen und verlangen. Dann neu verhandeln, aber nur den Originalbetrag. Solange bis sie nachgeben. Wenn du das hartnäckig machst, kann dir sogar passieren, dass sie dir dann Rabatt anbieten. Du musst wissen, dass sie nur eine normale Firma, also keine staatliche od. amtliche Instituion sind. Und das nächste mal: nie wieder einem Inkasso bezahlen!!!

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