Frage von freiRV, 3

Inflation wirklich so niedrig wie die offizielle Statistik?

ich empfinde subjektiv die Teuerungsrate in D deutlich höher als die Zahlen, die uns regelmässig von irgendwelchen Organisationen genannt werden.

  • Ist die Inflationsrate wirklich so niedrig wie ausgewiesen?
  • gibt es einen Rechner, in dem man sich seinen eigenen Warenkorb zusammenbauen kann und dann seine individuelle Teuerung bekommt?
Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59, 3

Im Internet kann man jeden Mist finden, auch den von Dir gewünschten:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbrauche...

Nur: Was bringt es Dir? Willst Du demnächst einlagiges Klopapier kaufen weil vierlagiges extrem teuer worden ist? Oder statt Krim-Sekt den Kopfwegsprudel von Aldi trinken?

Kommentar von vulkanismus ,

Nur kulinarische Wildschweine mögen Krim-Sekt.

Der Kenner nimmt ALDI u.ä.

Kommentar von Privatier59 ,
Der Kenner nimmt ALDI u.ä.

Für Mutproben bestens geeignet.

Kommentar von wfwbinder ,
Für Mutproben bestens geeignet.

So ist es nicht. Die haben einige sehr ordentliche Produkte.

Und für Besuch sind auch die Weine absolut ausreichend. ;-) :-))))))))))))))

Kommentar von Privatier59 ,
So ist es nicht. Die haben einige sehr ordentliche Produkte.

Unbestritten!

Und für Besuch sind auch die Weine absolut ausreichend. ;-) :-))))))))))))))

Am besten zwei Flaschen auf den Tisch stellen, gleich etikettiert aber mit unterschiedlichem Inhalt. Nur nicht vergessen, wo was steht! Nicht,dass der Gast den edlen Tropfen bekommt und man selber den Fusel.

Antwort
von Finanzschlumpf, 3

Also ich würde mich ja fast dafür verbürgen, dass der Index, welcher der offiziellen Inflationsrate zu Grunde liegt richtig ist. ( Wobei z.B. die Mitarbeiter des stat. Landesamtes um die Preise für Restaurantbesuche zu ermitteln, nicht alle Gaststätten eines Bundeslandes auf Preiserhöhungen abklopfen, usw. usw ). Eine Restungenauigkeit bleibt also immer.

Sobald man aber - sei es wegen anderer Konsumgewohnheiten, anderer Haushaltsgröße anderer Freizeitpräferenzen o.Ä - vom Indexwarenkorb abweicht, ergeben sich natürlich ganz andere Inflationsraten, die denke ich schon mal ordentlich von der offiziellen abweichen können - aber nicht nur nach oben, auch nach unten.

Antwort
von wfwbinder, 2

Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen der gefühlten und der wirkliche Inflation.

Dazu kommt automatisch, dass bestimmte Veränderungen ausgeblendet werden.

Die 5 ct. mehr für den Liter Kraftstoff vor Ostern merkt sich jeder. wenn es danach wieder um 2-3 ct. fällt, wird es nicht wahrgenommen.

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbrauche...

Die ca. 32 % mit denen Wohnen in den Index eingeht, merkt man nicht dauernd, weil man eine Mieterhöhung, bzw. die Nebenkostenabrechnung einmal pro Jahr bekommt.

Da ich Statistikfreak bin, kümmere ich mich schon darum und prüfe es immer gen.

Ich habe auch mit alten Rechnungen die die Auswirkung der Euro umstellung in den Bereichen geprüft, für die ich Unterlagen habe und kann sagen, dass es über einen Zeitraum von 5 Jahren alles im normalen Bereich war.

Antwort
von gandalf94305, 2

Das Maß für Inflation legt eine bestimmte Mischung durchschnittlicher Produkte und Dienstleistungen zugrunde. Natürlich werden dafür auch Durchschnittspreise ermittelt.

Da niemand wirklich diesem durchschnittlichen Durchschnitt entspricht, ist das natürlich eine Zahl, die zwar irgendwo gemittelt paßt, aber letztendlich trifft sie wohl für niemanden so genau zu.

Menschen tendieren außerdem dazu, Aspekte, die ihrer Meinung entsprechen (z.B. "alles wird teurer" und "die Inflation ist ja viel höher"), lieber anzunehmen und zu akzeptieren, als Aspekte, die der Meinung widersprechen. Daher ist es natürlich opportun, auf die Unterstützung einer Meinung tatsächlich deutlich höherer Inflation zu hoffen, als auf das Gegenteil. In der Tat sind jedoch viele Bedürfnisse in den Warenkörben der Statistiker nicht enthalten. Beispielsweise die Auswirkung von Smartphones, von Internet-Bezahldiensten und die im Gegenzug per kalter Progression fallenden, realen Kaufkraftwerte sorgen für eine Fehlinterpretation der Inflationszahlen.

Daher kannst Du gerne Deine Käufe alle in ein großes Excel-Sheet nach Warengruppen klassifiziert beobachten und Jahr über Jahr eine persönliche Inflationsrate bestimmen, aber das wird auch verzerrt, wenn Du beispielsweise in einem Jahr einen kleinen Urlaub mit der Familie für vielleicht 2.000 EUR machst, während in einem anderen ein großer für 6.000 EUR ansteht. Solche Effekte treiben die Angst vor Kostensteigerungen. Gehst Du dann im Folgejahr nur für 3.000 EUR in den Urlaub, wird das nicht besonders registriert. Das wäre nur der Fall, wenn nun plötzlich 9.000 EUR für den Urlaub ausgegeben würden.

Inflation muß jeder für sich persönlich bestimmen. Einen Rechner dafür kenne ich nicht. Rechne es selbst mal aus.

Antwort
von mig112,

Wer offiziellen Statistiken Glauben schenkt, der glaubt auch an:

Wettervorhersage

Dosenpfand

Klimawandel

Umweltzonen

Arbeitslosenstatistik

Kriminalitätsstatistik

Politikerversprechen

Multikulti

...

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