Frage von midget,

Indexfonds, die mit echten Aktien und Anleihen unterlegt sind?

In einer Randnotiz habe ich gelesen, dass die ETF-Anbieter db-trackers und Lyxor jetzt auch Indexfonds anbieten "die mit echten Aktien und Anleihen unterlegt sind". Was soll das denn bitte bedeuten? Was waren sie denn vorher?

Antwort
von dj600stoxx,

Das waren vorher synthetische ETFs. Swapbasiert. (Und die wird's auch weiter geben). Will sagen: Der ETF enthielt "irgendwas". Rein theoretisch könnte ein synthetischer Fonds auf den DAX Aktien aus Vietnam enthalten. Es ist so, dass die Fondsgesellschaft einen "Kontrahenten" (meistens die Muttergesellschaft) hat, welcher garantiert, dass der ETF dann auch tatsächlich die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index' hat. Nachteil: Kontrahentenrisiko: 10%. Dies wird manchmal reduziert durch Überbesicherung

Kommentar von gandalf94305 ,

Das ist wieder der gleiche Nonsense. Das Kontrahentenrisiko ist nicht 10%.

Lies doch mal die Geschäftsberichte einzelner ETFs und stelle fest, wie hoch die Swap-Anteile wirklich sind.

Kommentar von dj600stoxx ,

Hallo Gandalf94305, ich nehme an, mit "ist wieder der gleiche Nonsense" beziehst du dich auf den anderen thread ( wie-legt-man-da-sein-geld-am-besten-an ).

Du sagst: "Lies doch mal die Geschäftsberichte einzelner ETFs und stelle fest, wie hoch die Swap-Anteile wirklich sind.".

Die ursprüngliche Frage ging letztlich dahin, worin der Unterschied zwischen swapbasierenden und voll replizierenden ETFs liegt. Das ist primär das Kontrahentenrisiko, bis hierhin sind wir d'accord denke ich.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass meine Zahl von 10% korrekt ist, siehe: http://www.morningstar.de/de/news/56422/Wie-sicher-sind-synthetische-ETFs.aspx . Dort wird gesagt: "Bei Swap-basierten ETFs ist das sogenannte Kontrahentenrisiko schlicht die Gefahr, dass die Gegenpartei im Swap ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Gemäß UCITS III ist dieses Risiko auf 10% des Fondsvermögens begrenzt: ". Mag ja sein, dass die ein oder andere Fondsgesellschaft hier auf 2% limitiert, dennoch ist 10% der worst case Wert.

Antwort
von Tritur,

Vorher war alles nur heiße Luft (neuhochdeutsch: Zertifikate, Swaps und ähnlich windiges Zeugs mit hohen Kontrahentenrisiken). Diese Fonds wird es auch weiterhin geben. Für die Dummen!

Antwort
von gandalf94305,

Lies doch dann bitte auch mal dies: http://de.ishares.com/de/rc/ueber/unterschiedliche-strukturen

Wie war dann nochmals die Frage?

Kommentar von AntwortNO1 ,

"Voll replizierende ETFs

Ein voll replizierender ETF kauft in der Regel alle Wertpapiere des zugrunde liegenden Index und hält sie als Fondsvermögen. Manchmal ist es nicht kosteneffizient, alle Wertpapiere des Index zu kaufen (z.B. wenn ein Index nicht sehr liquide ist). In diesen Fällen wird ein als „Optimierung" bezeichneter Prozess verwendet. Dabei wird nur ein Teil der Wertpapiere im Index gekauft, um die Wertentwicklung des Index nachzubilden. Ein Beispiel hierfür ist der Index MSCI World: hier hält der iShares ETF etwa 700 Wertpapiere, wohingegen der Index mehr als 1800 Einzeltitel hat.

Swap-basierte ETFs

Bei einem Swap-basierten ETF werden Total-Return-Index-Swaps verwendet, um die Wertentwicklung eines Index darzustellen. Ein Swap ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, bei der eine Partei Zahlungen in bestimmter Höhe (fest oder variabel) leistet, während die andere Partei Zahlungen auf der Basis der Rendite eines zugrunde liegenden Vermögenswerts leistet. Hierzu zählen Erträge, die dieser generiert, sowie jegliche Kapitalerträge. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass Sie bei einem Swap-basierten ETF die Wertentwicklung des Index, nicht aber die tatsächlichen Wertpapiere im Index erwerben.

Swap-basierte ETFs können in manchen Fällen eine steuergünstige Anlage darstellen. Darüber hinaus bieten sie, Zugang zu Märkten (beispielsweise zu Rohstoffen), die über voll replizierende Fonds nicht abgebildet werden können. Im Allgemeinen gelten Swap-basierte Fonds im Vergleich zu ihrem voll replizierenden Äquivalent als etwas riskanteres Investment.

Swap-basierte ETFs sind Investmentfonds, was heißt, dass kein Emittentenrisiko besteht. Es besteht ein Marktkontrahentenrisiko, da sie Derivate enthalten, Wertpapiere verleihen und Swap-Vereinbarungen eingehen können. Unter Marktkontrahentenrisiko versteht man das Risiko jeder Partei, die eine vertragliche Vereinbarung eingeht, dass die andere Partei (d.h. der Marktkontrahent) seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Im Fall von UCITS-konformen Swap-basierten ETFs darf das Marktkontrahentenrisiko jedoch nicht über 10% des Nettoinventarwerts des Fonds liegen. UCITS (auch OGAW) ist eine EU-Richtline, die einheitliche Vorschriften für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere aufstellt. Es handelt sich um eine Reihe regulatorischer Rahmenbedingungen für Fonds, die es ermöglichen, dass konforme Fonds in der gesamten Europäischen Union angeboten werden dürfen."

Kommentar von gandalf94305 ,

Ei, und warum musstest Du den ganzen Sermon hier nochmals reinkopieren? Hmm...

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