Frage von Laribumm 18.04.2012

In wie fern beeinflusst eine Grundschuld die Bonität?

  • Antwort von Bartmann61 19.04.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es hängt davon ab, wie hoch die tatsächlich noch zu tilgende Restschuld aus dieser Grundschuld ist (im Banker-Sprech: wie hoch die Grundschuld noch valutiert), und wie hoch der Verkehrswert der belasteten Liegenschaften ist. Da es zwei Grundstücke sind, müssen auch zwei Grundschulden im Grundbuch existieren. 36 TEUR p.a. (Brutto?) Mieteinnahmen bei 185 TEUR nominelle Grundbuchbelastung, das ist zunächst mal nicht exorbitant hoch und absolut im Rahmen.

    Sollte jetzt, wofür auch immer, zusätzlicher Finanzierungsbedarf bestehen, so könnten die sog. "freien Teile" (d.h. die Differenz zwischen nomineller Grundschuld und tatsächlichem Restwert der Hypothek) von der alten Bank an die neue(?) abgetreten werden. Allerdings stände der neue neue Kreditgeber "nachrangig", also hinter dem bisherigen, im Grundbuch, was automatisch ein höheres Kreditrisiko und damit höhere Zinsen bedeutet.

    Wenn die Hypothek bisher immer korrekt bedient wurde, warum dann nach einem anderen Kreditgeber suchen? Ein Gespräch mit der bisherigen Bank mit der Ankündigung, ggf. anderweitig zu finanzieren, kann durchaus zu einem verbesserten Angebot führen (vorausgesetzt, bisher ist immer alles ok gelaufen).

  • Antwort von Tritur 19.04.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nicht die Grundschuld, die Schulden beeinflussen Deine Bonität.

    Ohne Schulden und der daraus entstehenden Schuldendienstverpflichtung wärest Du finanziell leistungsfähiger und Du könntest zudem jedem Kreditgeber erstrangige Grundsicherheiten anbieten.

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