Frage von maggy201,

In Unfallversicherung steht keine genaue Todessumme, wird jetzt nichts gezahlt?

Mein Vater ist aufgrund Folgen eines Unfalls verstorben. Im Versicherungsschein steht auch in einem Absatz drin, dass bei Tode gezahlt wird. Jedoch steht keine genaue Höhe darin und die Versicherung sagt, es wäre keine Todessumme vereinbart worden. Ist das jetzt wirklich so einfach für die Versicherung? Es wird genau aufgeführt, was man bei Tode durch einen Flugzeugabsturz erhält, aber nicht was man bei einem Alltagsunfall erhält! Sehr fragwürdig alles. Jetzt wurde seit 1977 schön ca. 250,00 € im Jahr dafür gezahlt und die Versicherung redet sich so ganz leicht raus. Was kann ich machen?

Antwort von mig112,
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Keine Todesfallleistung vereinbart ==> keine Leistung im Todesfall!!

Ich verstehe die Frage nicht!?

Für Todesfälle sind Lebensversicherungen verschiedenster Gestaltungsformen vorhanden und geeignet.

Kommentar von alfalfa,

Ähem....Frage richtig gelesen?

Kommentar von mig112,

Ja, sicher - wie immer!

Antwort von Niklaus,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn keine Todesfallsumme vereinbart wurde kann auch keine ausgezahlt werden. Das ist doch ganz einfach. Eine Unfallversicherung ist keine Lebensversicherung. Die Hauptaufgabe einer Unfallversicherung ist für den Fall der Invalidität eine entsprechende Kapitalsumme laut Versicherungsschein zur Verfügung zu stellen. Man kann auch eine Todesfallsumme bei einer Unfallversicherung einschließen, dadurch wird der Beitrag aber nur teurer. Denn die Todesfallsumme wird nur bei Tod fällig und nicht bei Invalidität. Wahrscheinlich hat dein Vater bewusst auf die Todesfallsumme verzichtet um Kosten zu sparen. Das war jedenfalls klug. Die Entscheidung kam bestimmt von ihm, denn im Gegensatz zu mir, bieten die meisten Versicherungsvermittler eine Todesfallsumme an.

Kommentar von Helge001,

Eigentlich sollte es bei einer Beratung zum UT nicht um den Todesfall gehen, sondern eher um eine evtl. Vorleistung im Falle der Invalidität. Viele wissen das aber nicht mal. Deswegen würde ich nicht pauschal gegen das UT urteilen, sofern die Beratung wirklich sich um den Invaliditätsfall dreht. Du weißt was ich meine.

Antwort von alfalfa,
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Also ein ganz klarer Fall für einen Fachanwalt. Bitte vorher den Ombudsmann für Versicherung einschalten das unterbricht alle Fristen für den Versicherer. Auf jeden Fall per Einschreiben Rückschein Kopie des Versicherungsscheins anfordern. Am besten mit Hilfe Deines Maklers. Eine Unfallversicherung ohne Versicherungssumme gibt es nicht! Viel Glück

Kommentar von Helge001,

Und was soll der lächerliche Ombudsman bewegen, wenn die schon jetzt nichts bewegen können, außer eine Bürokratiestelle mehr zu haben, um Geld zu verschleudern? 6 - 8 Monate teilweise Wartezeit? Meist ohne Ergebnis.

Kommentar von alfalfa,

Der Grund ist ein ganz simpler. Im Klagefall wird abgefragt, ob diese Instanz involviert wurde. Unter Umständen kann eine Nichteinhaltung zur Klageabweisung führen. Ein weiterer Aspekt ist, dass durch Einschaltung des Ombudsmannes sämtliche Fristen ausgesetzt werden. Ein Vorteil für den Anwalt, Zeit zu gewinnen. @ Helge001: Wieviele Ombudsmannfälle hatten Sie? Wir haben nämlich durchaus positive Erfahrungen gemacht und 6-8 Monate sind uns ebenfalls unbekannt. Fazit: Schaden kann es auf keinen Fall....

Kommentar von mig112,

Wenn im Versicherungsschein hinter der Pos. TOD kein Betrag steht, dann ist die Pos. TOD nicht versichert - völlig unabhängig davon, dass im §8 der angehängten AUB möglicherweise die Todesfallleistung selbst erläutert wird!!

Wenn in den Bedingungen der VHB eindrücklich dargelegt wird, wann bei Fahrraddiebstahl geleistet wird, so muß trotzdem überhaupt erstmal Deckung für Fahhräder beantragt worden sein.

Antwort von gandalf94305,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Es muss eine Summe vereinbart worden sein, denn es kann ja wohl nicht eine Versicherung geben, die bei Eintritt des Versicherungsfalls nicht zahlt, obwohl Beiträge bezahlt wurden. Vielleicht ist die Unfallversicherung ja auch in Verbindung mit einer Kapitallebensversicherung (z.B. Verdopplung der Versicherungssumme in Falle eines Unfalls) abgeschlossen worden.

Also: welche Versicherung ist das, was genau sagt die Police bzw. das Abschlußdokument?

Kommentar von maggy201,

Die Unfallversicherung wurde 1977 bei der Gothaer abgeschlossen. Habe heute nach langem langem suchen endlich den Originalversicherungsschein gefunden. Hier steht in einem Absatz der genaue Wortlaut: § 8 Art und Voraussetzung der Leistungen Todesfallentschädigung Fürt ein Unfall innerhalb eines Jahres vom Unfalltage an gerechnet zum Tode, so wird Entschädigung nach der versicherten Todesfallsumme geleistet.

Der Unfall war am 09.02.2011 und auf Grund der Folgen ist er am 03.03.2011 verstorben. Auf der Todesbescheinigung vom Krankenhaus wurde auch richtigerweise eingetragen "unnatürlicher Tod".

Bis jetzt wurde lediglich das Krankenhaustagegeld gezahlt.

Von einer Lebensversicherung weiß ich allerdings jetzt nichts. Da müsste ich mich auch durch die Unterlagen wühlen, ob es da was genaues gibt. Ich bekomme keine Unterlagen von der Gothaer zugesandt. Angeblich finden sie selbst keine Unterlagen mehr. Renne seit 1 Jahr hinterher um an Informationen zu gelangen.

Kommentar von Niklaus,

@Gandalf: Eine UV braucht nicht zwangsläufig eine Todesfallsumme.

Kommentar von gandalf94305,

Korrekt, aber selbst wenn nur der "Unfall" versichert wäre, müsste die Versicherung eine Summe ausweisen. Eine Police ohne Versicherungssumme und Konditionen für ggf. anteilige Auszahlungen (z.B. nach Grad der Invalidität) gibt es ja wohl nicht.

Kommentar von Niklaus,

Was bei einer UV ausgehandelt wird, ist die Invaliditätssumme und die Progression. Alles ander sind nur Zusatzbausteine.

Wenn ein Unfall mit Todesfolge passiert, gibt es keine Versicherungsleistung, wenn keine Todesfallsumme abgeschlossen wurde.

Ein ähnliches Beispiel hast du bei einer Dread-Disease und einer Risikolebensversicheurng.

Stirbt die VP an Krebs, zahlt die DD nur, wenn eine Todesfallleistung vereinbart wurde. Wenn er die Krankheit überlebt bekommt er die Kapitalleistung.

Bei der RLV ist es umgekehrt. Stirbt die VP zahlt die RLV die Versicherungssumme. Überlebt sie einen Unfall und ist querschnittsgelähmt und ist absolut berufsunfähig, fließt keine einziger Euro.

Antwort von Snooopy155,

Fordere doch die Versicherung auf, Dir eine Ersatzpolice auszustellen, dort muß eine Versicherungssumme genannt werden. Der Rest ist dann einen Angelegenheit für den Fachanwalt.

Kommentar von maggy201,

Die Versicherung gibt mir ja keinerlei Informationen. Hab ja schon nach allen möglichen Papieren gefragt. Die letzte Antwort war, dass sie leider keine Originalunterlagen mehr finden. Ich fühl mich irgendwie verarscht. Da steckt doch mehr hinter....

Kommentar von fmca24,

Du hattest doch geschrieben, das Du den Originalversicherungsschein gefunden hast. In der Nähe woe das Krankenhaustagegeld eingetragen ist, und zwar die HÖHE des versicherten Tagegeldes, da müsste auch darüber oder darunter eine Todesfallsumme stehen und auch so bezeichnet sein, WENN SIE DENN damals beantragt wurde. Und wenn da nichts steht, dann gibt es keine auszuzahlende "versicherte" Todesfallleistung.

Antwort von billy,

Geh zu einem Anwalt und lass Dich beraten.

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