Frage von Teilhaber,

in junge Firmen, Start-ups investieren. Aber wie?

ich überlege, in junge Firmen, in Neugründungen, Start-ups zu investieren, wenn auch nur einen kleineren Betrag.

Lohnt sich sowas? Wie kommt man an solche Firmen ran, die Investoren suchen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Aber wenn sich jemand in dieser Sache nicht auskennt, dann ist das Geld schneller weg als man zusehen kann und mit Kleinbeträgen kann man da eher nicht landen. Ich würde mich an Deiner Stelle dann eher im Bereich von Privatkrediten umsehen. Ich gebe Dir mal den Link zu Smava:

http://www.smava.de/

Das ist nur eins von verschiedenen Portalen dieser Art. Man vergibt dort Kredit von Privat an Privat und kassiert höhere Renditen als mit Bankeinlagen. Indirekt verfolgt man damit Dein Ziel. Risikolos ist es zwar nicht, aber zumindest ist durch Überprüfung der Antragsteller das Risiko für den Kreditgeber geringer als wenn er selber loszieht.

Kommentar von Teilhaber ,

du trittst mir nicht zu nahe, denn ich will offene, ehrliche Kommentare. Es geht um mein Geld und sollte es weg sein, dann will ich nicht jammern, man habe mich nicht gewarnt.

Danke!

Antwort
von gandalf94305,

Sinnvolle Investitionen in Startups mit kleineren Beträgen gibt es nicht in klassischen Beteiligungsmodellen, da diese Unternehmen nicht ein paar Euro suchen, sondern sinnvolle Summen, mit denen sie ihre Investitionen, ihr Marketing oder andere Dinge vorantreiben können.

Es gibt daher für alle, die glauben, daß etwas dieser Sorte auch mit kleinen Summen gehen kann, das sog. Crowd Funding: http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding

Ich persönlich bin seit sechs Jahren in einem geschlossenen Fonds investiert, der Startups in der Region von New York fördert. Bisher ist höchstens eins von vier Unternehmen irgendwie stabil geworden und dürfte Zukunftsperspektiven haben bzw. hat sich schon in einer Nische etabliert bzw. wurde von einem größeren Unternehmen übernommen. Der Fonds wirft eine deutlich positive Rendite nach Inflation und Steuern ab, da die Chancen bei guter Selektion die Risiken überwiegen.

Hier liegt aber auch der Knackpunkt: wie willst Du als harmloser Privatkleinstinvestor denn die Startups, in die investiert wird, im Detail prüfen? Woher willst Du bei einer Crowd-Funding-Plattform denn wissen, in was Du wirklich investierst und wie zukunftsträchtig ein Startups wirklich ist. Kennst Du den Wettbewerb? Kennst Du das Kundenpotential? Das ist harte, aufwendige Arbeit, die für solche Analysen notwendig ist - und man hat dennoch keine Garantie, da das Management sich erst noch beweisen muss.

Daher würde ich davon generell abraten. Die Chancen an Aktienmärkten dürften für Dich in einem deutlich besseren Verhältnis zum Risiko stehen.

Antwort
von jsch1964,

Ich bin ja normalerweise immer jemand, der Private Equity Investments promotet, aber in diesem Fall würde ich davon abraten. Start-Ups zu finanzieren ist reines Risikokapital, entspricht nicht der Ausrichtung meines Unternehmens und verkaufe ich auch keinen Kunden - speziell dann nicht, wenn eigentlich kein "Spielgeld" vorhanden ist, was mir in Deinem Fall so zu sein scheint. :-)

Andererseits gilt: Ja, man kann sein Geld sehr gut vervielfachen, wenn das Start-Up gut läuft. In einem von 3 Fällen ist aber das Kapital weg. Deswegen sollte diese Art der Investition besser nur für einen Teil des vorhandenen Kapitals gewählt werden. Die einzige Alternative wären sog. Venture Capital Fonds, die das Risiko über mehrere oder viele Start-Ups streuen.

Ein Fonds, der in diese Richtung geht und auch für Privatanleger mit kleineren Summen offen ist, wäre der MIG Fonds -> www.mig-fonds.de. Das könnte evtl. Deinen Vorstellungen entsprechen. Den vermittle ich selber nicht (s.o.), kann aber bei Bedarf gerne Kontakte herstellen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass dieser Zweig von PE Invetsments nicht meine Spielwiese ist und MIG nur der einzige Fonds für Kleinanleger aus dem VC-Bereich ist, den ich kenne. Das soll keine Empfehlung sein.

Du musst Dir aber definitiv darüber im Klaren sein, dass das eine Investition in Hoffnung ist - nämlich die Hoffnung, dass das Unternehmen irgendwann einmal mit Profit verkauft oder an die Börse gebracht werden kann. Wann das sein wird und ob das überhaupt passiert, ist völlig offen und kann Jahre dauern.

Kommentar von Teilhaber ,

danke für die ehrliche Antwort.

Antwort
von finanzler82,

Als Investor sollte man auf dem Gebiet auf dem das Startup agiert schon Erfahrungen und einen soliden Wissensstamm haben. Sonst ist eine solche Investition sehr Risikobehaftet. Außerdem brauchen Startups für die erfolgreiche Umsetzung Ihrer Ideen oft einiges an Geld. Was nicht jeder Privatmann bieten kann.

Kommentar von Teilhaber ,

ich glaube, das kann ich nicht bieten. Ich kenne mich an der Börse ein wenig aus, bin auch engagiert und motiviert, aber als Experten würde ich mich nicht bezeichnen.

Antwort
von WolfgangB,

Es kommt darauf an wie viel Geld du investieren möchtest. Du könntest auch an Inkubatoren wie beispielsweise Rocket heran treten. Auch Venture Capitalists bieten Einstiegsmöglichkeiten. Mehrere 10.000 Euro reichen dafür aber leider nicht aus.

Kommentar von Teilhaber ,

dann ist meine Summe wohl zu gering.

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