Frage von willyb,

Immobilienfonds für Studentenappartments - eine lohnende Investition?

Ich hab schon länger den Eindruck, dass es sich sehr gut lohnen kann in Studentenwohnungen zu investieren, da diese sehr leicht weiterzuvermieten sind und recht hohe Mietpreise genommen werden, da die Nachfrage oft wesentlich größer ist als das Angebot. Ist es sinnvoll in einen geschlossenen Immobilienfonds zu investieren der sich auf studentischen Wohnraum spezialisiert?

Antwort
von billy,

Da gibt's aber wesentlich bessere Investments. Studentenappartements wäre so das vorletzte, in das ich investieren würde.

Antwort
von Privatier59,

Geschlossene Fonds sind immer eine sehr teure Sache: Die sogenannten weichen Kosten sind regelmäßig enorm hoch und demzufolge die Investition in den Sachwert wesentlich geringer als bei einer Direktanlage.

Allgemeines Problem bei geschlossenen Fonds ist, dass es an einem geregelten Markt für den Verkauf der Anteile mangelt. Die "Fondsbörsen" haben die Situation nicht wesentlich verbessert. Während man eine Eigentumswohung jederzeit verkaufen könnte, ist man bei geschlossenen Fonds manchmal über Jahrzehnte gebunden.

Studentenappartements als Investition zu wählen halte ich zudem für eine ganz schlechte Idee: Derzeit ist die Nachfrage zwar gewaltig. Aber künftig wird die Zahl der Studenten stetig abnehmen. Und wer sonst wird denn wohl in Kleinstwohnungen deutlich unter 20qm ziehen wollen? Das könnte in einigen Jahren schon eine Investitionsruine geworden sein.

Kommentar von Mikkey ,

ganz schlechte Idee

Full Ack.

Hier (in München) werden regelmäßig neugebaute Appartments angepriesen, die sollen dann 125k kosten und 7% Rendite einbringen. Zugegeben, es gibt hier zwei sehr gefragte Unis, die Frage ist aber, ob es auch in der Zukunft genug reiche Eltern gibt, die so einen Irrsinn finanzieren.

Kommentar von Privatier59 ,

Das müßte dann ja eine Kaltmiete um die 730,-- Euro sein, warm geschätzte 800,-- bis 900,-- Euro. Da wird die Zahl der Interessenten aber sehr klein. Hier ist Köln dürfte es für Studentenappartements über 400,--Euro warm so gut wie keine Nachfrage mehr geben.

Kommentar von Mikkey ,

So sehe ich es auch, selbst hier gibt es für 730 Euro "richtige" Wohnungen, aber Studenten geben häufig 500 oder mehr aus, zumal wenn die in Uninähe liegen.

Kommentar von GAFIB ,

@Mikkey: Die Abkürzung "Full Ack" ist mir neu, selbst als "denglisch" Slang - soll das volle Zustimmung (acknowledgement) heissen? Finde ich für ein deutschsprachiges Forum eher verwirrend...

Kommentar von Mikkey ,

Werde mich in Zukunft auf "DH" beschränken, trotz (Wiki):

die im deutschen Sprachraum häufig in ...,Diskussionsforen,

Kommentar von Primus ,

Nun bin ich aber froh, dass ich nicht die Einzige bin, die Full Ack nicht kannte.

Ich dachte schon vor dem Ack fehlt ein K ;-))))

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