Frage von Belllagio2k, 5

Immobilie verkaufen : Frage nach dem eigenen damaligen Einkaufspreis beantworten

Ich möchte eine Wohnung verkaufen. Diese habe ich damals zum Schnäppchenpreis ergattert und 8 Jahre drin gewohnt. Dank den gestiegenen Immobilienpreisen und einigen Investitionen möchte ich die Wohnung am Ende noch mit etwas Gewinn verkaufen.

Was tue ich aber, wenn die interessierten Käufer die Frage nach meinem Einkaufpreis stellen... soll ich ehrlich sein oder nicht?

Ehrlichkeit wird meinen eigenen Wunschpreis erheblich drücken, da es ja keiner einsieht mehr zu zahlen.

Unehrlichkeit und Lügen werden den Preis eventuell höher ausfallen lassen, und nachgeprüft werden kann es außer durch Nachbarn sowieso nicht?!

Was wäre die ideale Antwort wenn die Frage kommt: "Für wieviel Euros haben Sie die Wohnung gekauft?"

Antwort
von Abdelcrosser, 5

Die einzige Anwort ist.: Der Gewinn liegt im Einkauf. Kleines Augenzwinkern und fertig. Wird jeder akzeptieren. Im Übrigen leben wir in einer freien Marktwirtschaft also im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn die Nachfrage steigt und die Zinsen sinken ... was macht dann der Preis? Also nimm was Du kriegen kannst und freu Dich darüber!

Antwort
von freelance, 3

mal ehrlich: auch wenn die Frage gestellt wird, kann man dann nicht irgendeine Geschichte erzählen? Wie will denn der Käufer die Ehrlichkeit nachweisen, wie will er herausfinden, in welchem Zustand das Objekt damals war und wenn du behauptest, sehr viel Geld in das Objekt gesteckt zu haben, wie soll er das nachweisen?

Wieso diese Frage beantworten? Oder du sagst es dem Käufer nur, wenn er seine Unterhosen- und die Cupgrösse (sofern von Interesse) seiner Frau verrät, vielleicht noch ihr Gewicht - in ihrer Anwesenheit. Das wäre bei dir so Usus. Du würdest nur jemandem das Haus verkaufen, der solche Daten nennt - ehrlich natürlich.

Ein Märchen kann man doch immer erfinden. Und die "Gefahr", dass der Preis dadurch fällt, sehe ich nur, wenn es keine weiteren Bieter gibt. Du kannst ja auch sagen, dass die Bieter Schlange stehen und keiner nach deinem Kaufpreis gefragt hat. Das interessiere keinen, denn nicht dein Kaufpreis ist entscheidend, sondern der jetzige Markt.

Antwort
von gandalf94305, 3

Diese Frage wird wahrscheinlich nicht gestellt werden.

Falls doch, kann man darauf hinweisen, daß die Preise von damals nicht mit den heutigen vergleichbar wären und Du ja auch einiges in die Wohnung investiert hast.

Klassische Antwort "Das wollen Sie gar nicht wissen, denn - wie Sie ja wissen - was man in Wohnungen selbst investiert, bekommt man nicht wieder zurück. Dafür habe ich aber acht Jahre lang glücklich in dieser schönen Wohnung gelebt, die ich jetzt leider verkaufen muß, da ich nach Hinterkleinpudding umziehe." :-)

Kommentar von wfwbinder ,

DH. Klasse Antwort

Ich stelle solche Fragen nie, weil ich dem Gesprächspartner ersparen möchte, dass er schwindeln könnte.

Kommentar von gandalf94305 ,

Und Regel #1: nicht plaudern. Wer viel plappert, verplappert sich vielleicht. Kurz und bündig in wenigen Sätzen die Vorteile herausstellen und ebenso knapp und diplomatisch auf Fragen antworten. Keine Stories. Keine historischen Begebenheiten.

Antwort
von Privatier59, 2
soll ich ehrlich sein oder nicht?

Welcher Käufer fragt schon danach und wenn er danach fragt, braucht man keine Antwort zu geben oder man könnte z.B. sagen "Weiß ich nicht mehr" oder "Neugier macht häßlich" oder man denkt sich einfach was aus. Woher kommen Deine Skrupel? Hast Du noch nie in Deinem Leben gelogen? Dann schlage ich Dich für eine Heiligsprechung vor. Außerdem werden Kaufpreise nicht danach ermittelt, was man ehedem gezahlt hat, sondern nach dem aktuellen Marktwert und falls Dir je ein Käufinteressent unterkommen sollte, der wirklich glaubt, ein früher einmal gezahlter Preis könnte aktuell preisbildend sein, dann würde ich mir eine amtsärztliche Bestätigung über dessen Geschäftsfähigkeit vorlegen lassen.

Antwort
von althaus, 1

Es wird nie danach gefragt zu welchem Preis man die Wohnung damals gekauft hat. Es würde mich stark wundern wenn das jemand täte.

Antwort
von Franzl0503, 1

Belllagio:

"Schauen Sie sich die Wohnung an. Ich verkaufe sie zu einem Festpreis von 180 000 €. Zum Notar gehen wir, sobald die Kaufpreiszahlung sichergestellt ist" Im übrigen siehe gandalf.

Nur am Rande: Der Notar könnte durch Grundakten-Einsicht den Einkaufspreis ermitteltn. Tut aber nicht.

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