Frage von StudEltern,

Immobilie nur für max. 7 Jahre kaufen sinnvoll?

wenn man jetzt schon weiss, dass man eine Immobilie nur max. 7 Jahre halten will, macht das Sinn bei all den Nebenkosten?

Das wird bei uns der Fall sein, wenn wir ein Studentenappartment für unser Kind kaufen würden. Wir überlegen eines zu kaufen, um Miete zu sparen und eine nette Wohnung für unser Kind zu haben.

Lohnt sich das überhaupt? Oder Quatschidee?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo StudEltern,

Schau mal bitte hier:
Immobilien Haus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Vielleicht darf ich da noch mehr Wasser in den Wein gießen:

Quatschidee ist an sich das richtige Stichwort. Das ganze Vorhaben kann ja nur glücken, wenn das Appartement bezugsfrei ist. Ansonsten müßte man den Mieter erst rausklagen, was nicht nur Zeit- sondern auch Kostenaufwand bedeutet. Geht der Prozeß verloren -eine Erfahrung die gerade Vermieter sehr oft machen müssen- steht man da und muß doch nach einer Mietwohnung suchen.

Das ganze Konstrukt geht von der Hoffnung aus, dass der Sohn/die Tochter das gesamte Studium dort in diesem Appartement verbringt. Was aber ist, wenn der Studienort gewechselt wird oder das Studium abgebrochen wird oder ein Partner auftaucht und das Appartement einfach zu klein wird?

Viele Menschen meinen, mit Immobilien könne man nur Geld gewinnen. Der Markt spricht eine andere Sprache. Heute haben wir einen Immobilienboom mit Höchstpreisen. Wie mag das in 7 Jahren aussehen?

Und schließlich: Kein Vermieter würde verlangen, dass die Eltern seines Mieters sich mit ihm einmal pro Jahr über die Mietsache unterhalten und dabei persönlich erscheinen. Kein Vermieter würde Beiträge zu Dachreparaturen oder der Heizungserneuerung auf seine Mieter umlegen. All das aber sind Pflichten des Wohnungseigentümers. Ob es wirklich "Spaß" macht, z.B. dann von München nach Hamburg zur WEG-Versammlung anreisen zu müssen? Ob es die Weihnachtsfreude steigert, wenn wenige Tage vor dem hohen Fest die Mitteilung des WEG-Verwalters kommt, dass man wegen einer großen Sanierung eine Sonderumlage erheben muß?

Jeder muß für sich entscheiden. Ich für meinen Teil sage mir, dass Immobilien weiterhin eine gute Anlage sein können. Von Studentenappartements würde ich aber die Finger lassen und eine solche Anlage dann auch noch weit entfernt von der Heimat zu haben, erschiene mir als der Mühlstein um meinen Hals.

Kommentar von Sabine1302 ,

Nun, der "Immobilienboom" ist eigentlich nur auf Ballungscentren beschränkt, dem einher geht aber bundesweit die Mietspirale, besonders bei kleinen Wohnungen, steil nach oben. Des weiteren sind Studentenbuden knapp und daran wird sich auch in naher zukunft nichts ändern.

Deine Denkanstöße sind teilweise richtig, aber das sind Dinge, die der Frager im Vorfeld mit seinem Kind besprechen muss und nichts mit der Rentabilität zu tun haben.

An der WEG-Versammlung muss man nicht persönlich teilnehmen und die Tochter /Sohn ist vor Ort und kann per Vollmacht die Rechte des Vaters vertreten. Wo hat man als Mieter ein Mitspracherecht ? :-) Bei einer gutgeführten Anlage mit einer vernüpftigen Instandhaltungsrücklage gibt es auch keine bösen Überraschungen bei größeren Reparaturen.

Für diese "Idee" sollte man von den üblichen Rentabilitätsbrechnungen abweichen und das "Problem" rein mathematisch lösen.

Alles hängt ab vom Ankaufpreis, marktübliche Mieten und der Lage, Lage, Lage.....alles zusammen kann das, auch wenn man beim Verkauf einen kleineren Verlust hinnehmen muss, ein gutes Geschäft sein. Der Frager muss es durchrechnen, ohne Zahlen kann man näheres nicht sagen. Aber in einem Punkt stimme ich Dir zu: bei Immobilien immer auf einen schnellen Gewinn zu hoffen ist lebensfern.

Der Begriff "Studentenapp." macht mich etwas stutzig. Ist es ein App. in einem Studentenwohnheim oder nur die Bezeichnung für eine kleine Wohnung in einer Universitätsstadt?

Von reinen Studentenanlagen rate ich prinzipiell zu einer genaueren Prüfung. Diese Angebote sind meist überteuert.....

Also rechnen :-)

Kommentar von Privatier59 ,

Studentenappartements stehen schon deshalb in Ballungsräumen weil sich dort auch die Universitäten befinden. Realistische Kaufpreise in diesem Sektor sind mir noch nie untergekommen. Immer vermieten die Anbieter ihre Wohnungen zu Preisen weit jenseits der ortsüblichen Vergleichsmieten und rechne dann diese Phantasiepreise auch noch mit Phantasiemultiplikatoren hoch. Wer da kauft, setzt sein Geld in den Sand und das ganz besonders dann, wenn man sich die im Immobilienbereich recht kurze Haltedauer von 7 Jahren verordnen will.

Kommentar von Sabine1302 ,

Privatier....da stimme ich Dir absolut zu.

Kommentar von StudEltern ,

auch Weinschorle schmecht :)

Danke für die klaren Worte. Meine Eltern sind immer noch der Meinung, dass Immobilien das A und O sind. Ich selbst habe eine noch nicht gefestigte Sicht.

Aber die Argumente leuchten ein. Die Aussage, dass im Studentenumfeld selten gute Investments zu finden sind, öffnet mir die Augen.

Wir werden dann mal durchrechnen als Alternative, ob die überteuerten Mieten nicht letztendlich sinnvoller sind.

Danke!

Kommentar von Sabine1302 ,

Deine Eltern haben schon recht:. Immobilien sind gut, aber nicht um jeden Preis! Viel Glück beim Studium.........

Antwort
von barmer,

Hallo,

das kann man nicht allgemein beantworten. Wenn die Mieten sehr hoch sind, kann es sich lohnen, wenn man beim Verkauf Gewinn macht, erst recht.

Spekulationssteuer ist kein Thema, wenn es selbstgenutzt wird und sofort danach verkauft wird. Wenn man anschließend vermietet, fällt grundsätzlich Steuer an. Allerdings muss man dafür erstmal Gewinn machen. Kosten wie Makler, Notar, Grundbuch mindern den steuerlichen Gewinn, mit Investitionen ist es schwieriger.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Privatier59,

Nur bei mehr als 10-jähriger Haltedauer könnte man Spekulationsgewinne nach derzeitiger Rechtslage steuerfrei einstreichen. Schon deswegen ist das mit den 7 Jahren Haltedauer problematisch.

Worüber ich mir ernsthaft Gedanken machen würde ist, ob Studentenappartements generell eine gute Anlage sind. Gewiß, im Augenblick rennen die Interessenten die Türen der Vermieter ein. Aber was ist, wenn der Boom nachläßt? Die Bevölkerrungszahlen sinken und zuerst gehen die jungen Menschen aus. Wer mietet denn dann noch eine Wohnung von 15 bis 20qm? Das sind allenfalls soziale Notfälle und was die mit dem Eigentum anderer machen, kann man sich denken! Das schlägt dann unmittelbar auf die Wertentwicklung durch. Ich halte Studentenappartements eher für eine Risikoanlage.

Kommentar von StudEltern ,

Danke für die offene Meinung.

Vermutlich denken wir nur an den Komfort einer eigenen Wohnung für den Nachwuchs. Auf monetärer Sicht ist das ganze mglw. eher wenig zielführend. Aber genau das versuchen wir im Moment festzustellen.

Antwort
von Sabine1302,

Geh doch die Sache einmal ganz anders an.

Bei Dir geht es ja nicht nur um Gewinn und Rendite, sondern um Eigennutzung durch Dein Kind, oder?. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Du Deinem Kind die Miete finanzierst.....

Rechne doch einfach mal die Miete für eine Wohnung auf sieben Jahre hoch.....und setze das ins Verhältnis zum Kaufpreis mit Nebenkosten und evtl Zinsen abzgl. evtl. Steuervorteile.....Vielleicht decken sich die Summen ;-) wenn nicht, ist die Differenz dier Preis, den Du bei einem Verkauf mindestens erzielen musst, um +/- O herauszukommen. Wenn Du mehr als diiese Summe bekommst, ist das Dein "Gewinn" selbst wenn der tatsächliche Verkaufspreis geringer ist als der Ankaufspreis, kann sich durchaus gut rechnen in - Deinem Fall - ....

Kommentar von StudEltern ,

vermutlich ist der Ansatz mit der Miete günstiger. Noch rechnen wir.

Antwort
von althaus,

Keine Quatschidee. Der Verkaufspreis sollte höher sein als der Kaufpreis plus NK.

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