Frage von marix,

Im Vertrag der Lebensversicherung: „gesetzliche Erben“; wer ist das?

In einem Vertrag für eine Lebensversicherung heißt es, dass im Falle eines vorzeitigen Ablebens die Summe an die gesetzlichen Erben ausgezahlt werden soll. Wer genau ist das? Die offizielle Erbfolge oder der im Testamtent eingesetzte Erbe?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo marix,

Schau mal bitte hier:
erbrecht Lebensversicherung

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von geldkonkret,

Grundsätzlich gelten die gesetzlichen Erben als die Personen, die auf Grund der gesetzlichen Erbfolge gemäß BGB §§1924 bis 1936 dazu berechtigt sind. Wird allerdings eine testamentarische Bestimmung erstellt, hebt diese die gesetzliche Erbfolge insofern auf, als nicht berücksichtigte Erbberechtigte im Testament nur noch Anspruch auf ihren Pflichtteil haben. Beträge aus Lebensversicherungen, die keiner bestimmten Person zugeordnet sind, fallen in die Erbmasse uns somit den Erbberechtigten zu. Allerdings ist bei der Bestimmung eines Bezugsberechtigten (um eben die restlichen Erben auszuschließen ist das von Vorteil) darauf zu achten, dass die Lebensversicherung als Schenkung gilt. Und diese wird nur wirksam, wenn die Schenkung auch angenommen wird. Ansonsten fällt die Versicherungssumme wieder in die Erbmasse. Diesen Schritt übersehen 98% aller Versicherungsnehmer.

Antwort
von imager761,

Keine Sorge: Durch gewillkürte Erbfolge (Testament, Erbvertrag) wäre die gesetzliche Erbfolge außer Kraft gesetzt und ginge ihr zwingend vor :-)

Zunächst gälte diese Vertragsbestimmung aber nur dann, wenn du keinen Bezugsberechtigten benannt hättest.

Der hätte dann damit einen unmittelbaren Anspruch auf die Versicherungsleistung außerhalb des Nachlasses.

Das macht Sinn, um die schnelle Auszahlung außerhalb von Erbauseinadersetzungen oder Nachlassverwaltung sicherzustellen, etwa für die Bestattungskosten. Selbst dann, wenn Erbe und Bezugsberechtigte/r in deinem Fall identisch wären.

Andernfalls fiel die Versicherungsleistung deinem Nachlass zu, mithin der(m) Erben(gemeinschaft).

Vorsicht: Ohne anderslautenden Regelung in deren VVG (AGB) sind Versicherungpolicen Inhaberpapiere - jeder, die die Originalpolice und eine Sterbeurkunde der versicherten Perosn einreicht, erwibt ohne gesonderte Prüfung des Versicheres einen Auszahlungsanspruch.

Noch ein Argument für die Bestimmung eines Bezugsberechtigten :-)

G imager761

Antwort
von Privatier59,

Wer gesetzlicher Erbe ist, ergibt sich aus dem BGB. Derjenige, der durch eine letztwillige Verfügung zum Erben berufen wird, ist gewillkürter Erbe. Ist aber kein Problem: Die Klausel gilt nur, wenn man keinen Bezugsberechtigten benennt und das sollte man dann schlauerweise tun.

Kommentar von GAFIB ,

DH - genau, man sollte die Bezugsberechtigung immer nutzen und ggf. auch aktualisieren.

Antwort
von billy,

Hier nachlesen. http://dejure.org/gesetze/BGB/1924.html

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