Frage von flockati, 86

Im November ist Lebensversicherung fällig - muss man Betrag inl. Bewertungsreserven anfordern?

Im November erhalte ich eine kleinere Lebensversicherung ausbezahlt. Muss ich etwas beachten? Ich habe gehört man müsse die Bewertungsrseserven eigens anfordern, damit man das geld bekommt, das einem zusteht. Stimmt das so?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Primus, 69

Die klassische Lebensversicherung ist nach wie vor sehr beliebt bei den Deutschen. Doch die Versicherer beteiligen ihre Kunden immer weniger an den Bewertungsreserven. Das ARD-Wirtschaftsmagazin plusminus berichtete , welche Möglichkeiten Kunden jetzt haben, denen die Überschussbeteiligung bei der Lebensversicherung gestrichen wird.

Weiter hier:

http://www.finanzen.de/news/14516/lebensversicherung-wegen-bewertungsreserven-ku...

Kommentar von Sobeyda ,

Die Versicherer beteiligen die Kunden nicht weniger an den Bewertungsreserven, weil sie das gar nicht dürfen. Anders rum wird ein Schuh draus: Weil die Zinsen in den letzten beiden Jahren so stark gesunken sind, sind die Bewertungsreserven entsprechend stark gestiegen und daher auch die Beteiligung der Versicherten daran.

Die Bewertungsreserven sind reine Buchgewinnde, d.h., die Versicherung hat die Gewinne nicht wirklich erzielt, sondern nur theoretisch, weil die die Papiere nicht verkauft hat. Auszahlen muss sie die Bewertungsreserven aber trotzdem. Und da sie sie irgendwo her nehmen muss, senkt sie die laufenden Überschüsse und/oder die Schlussüberschüsse.

Daher gab es im letzten Jahr die Initiative, die Beteiligung an den Bewertungsreserven zu senken.

Kommentar von Primus ,

Beteiligung an den Bewertungsreserven sollen ab diesem Jahr an eine Bedingung geknüpft werden.

. Kunden, deren Vertrag endet oder die ihre Lebensversicherung kündigen, erhalten nur dann die zusätzliche Auszahlung, wenn der Garantiezins ihres Vertrags niedriger als die Umlaufrendite ist. Unter der Umlaufrendite ist der Durchschnittswert aus den Renditen öffentlicher Anleihen zu verstehen. Liegt der Garantiezins beispielsweise bei vier Prozent, die durchschnittliche Rendite jedoch nur bei drei Prozent, dann bleibt die Beteiligung aus.

Kommentar von barmer ,

Da geht aber mächtig was durcheinander. Die Überschussbeteiligung wird nicht gestrichen, lediglich die Beteiligung an nicht realisierbaren Gewinnen wird gekürzt bzw. modifiziert. Die gibts auch erst wenige Jahre.

Antwort
von Niklaus, 66

Du bekommst vorher eine vorläufige Abschlussrechnung. Da steht drin, wie viel dir die Versicherungsgesellschaft auszahlen möchte. Diesen Brief würde ich beantworten, die niedrige Auszahlungssumme monieren und auf die Bewertungsreserven hinweisen. Es besteht dann die berechtigte Hoffnung, dass du mehr erhälst als ursprünglich von der Versicherung avisiert.

Antwort
von gammoncrack, 58

Das musst Du nicht. Das müssen die Versicherer automatisch machen. Ansonsten gäbe es wohl ein etwas größeres Bußgeld vom BaFin.

Antwort
von Sobeyda, 50

Die Bewertungsreserven werden automatisch mit ausgezahlt, alles andere würde gegen geltende Regeln verstoßen.

Antwort
von barmer, 52

Unsinn.

Es kann nur sein, dass die Vorschriften für die Bewertungsreserven bis dahin geändert sind. Ob sich deshalb eine vorherige Kündigung lohnt, ist aber unsicher.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von maddingelb, 50

Die Versicherer beteiligen die Kunden nicht weniger an den Bewertungsreserven, weil sie das gar nicht dürfen. Anders rum wird ein Schuh draus: Weil die Zinsen in den letzten beiden Jahren so stark gesunken sind, sind die Bewertungsreserven entsprechend stark gestiegen und daher auch die Beteiligung der Versicherten daran.

Außerdem: "Wer mit Lebensversicherungen fürs Alter vorsorgt, bekommt erneut weniger Geld." MUST READ: https://www.transparo.de/blog/lebensversicherung-schon-wieder-weniger-rendite/

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