Frage von kurtlorenz777, 26

Im Haus sind satt 2 Mietwohnungen jetzt 3 vorhanden, ändern sich die Jahressteuer?

In einem umgebauten Ex-Bauernhof sind zwei Wohnungen vermietet, jetzt hat der Hausbesitzer eine weitere Wohnung eingebaut, welche er inoffiziell ca. 150 Tage im Jahr bewohnt, Die Nebenkosten an Wasser, Müll, Gewerbesteuer, Versicherung und alle Nebenkosten werden zu 100 % von den Mietern der beiden vermieteten Wohnungen bezahlt, und er hat auch keinen eigenen Stromzähler, und ist angeblich nicht am Warmwasser und der Zentralheizung angeschlossen, was zu bezweifeln ist. Auch ist das Dach mit Fotovoltiak-Anlage ausgestattet, die an seine Tochter vermietet ist. Am Haus ist ein sehr großer Stadel - der zu 80% vom Hausbesitzer zum Lagern von alten Dingen und Baustoffen benutzt wird. Bei der Grünfläche am Haus sind zwei Bauparzellen enthalten, die bereits erschlossen sind. Da die Mieter über die Nebenkosten Versicherung und die Grundsteuer für alles bezahlen müssen, stellen sich hier für uns 5 Fragen:

1) Ist die Grundsteuer höher, wenn es offiziell wird, daß sich im Haus anstatt der zwei, nunmehr 3 bewohnte Wohnungen befinden? 2) Müssen wir die Mieter die Grundsteuer der beiden erschlossenen Bauparzellen überhaupt bezahlen, nachdem selbige von uns nicht genutzt werden? 3) Wie verhält es sich mit den Jahreskosten für die Versicherung, nachdem der Besitzer 80% der Nutzfläche und eine eigene - inoffizielle- Einliegerwohnung und die Fotovoltaikanlage für sich selbst nutzt? ( die gelagerten Dinge des Hausbesitzers ist altes Heu und Stroh, Holz, Farben/Lacke, Fahrzeuge und Baumaterialien und weitere feuertechnisch bedenkliche Gegenstände) 4) In wie weit ist es per Gemeinde-Ordnung hier in Niederbayern bedenklich, dass der Hausbesitzer das o.g.Haus zum Teil inoffiziell bewohnt, als Lager für die Baustoffe und Mobiliar von seinem Hotel und von seinen anderen Miethäusern in Oberbayern benutzt. In der Gemeinde auch regelmäßig seinen Gewerbemüll / Sperrmüll aus den Hotels in Urlaubsorten mit Anhänger mitbringt, hier einlagert und auch regelmäßig im Ort entsorgt, obwohl er hier weder selbst, noch per Gewerbe gemeldet ist. Die Haushaltssperrmüll-Annahmestelle hier im Ort ist preisgünstig, im Gegensatz zu denen in den oberbayerischen Fremdenverkehrsorten wo er offiziell wohnt und auch seine Hotelbetriebe und Mietshäuser hat.

Antwort
von Snooopy155, 25

Nehmt Euch einmal einen Anwalt und zerpflückt mit diesem die Nebenkostenabrechnung. Dann wird sehr schnell klar, wo Euch der Vermieter ungerechtfertigt mit Kosten belastet. Er darf nämlich nur anteilig zur Wohnfläche die Kosten umlegen. Bei der Heizkostenabrechnung sollte schnell klar sein, ob die von ihm selbst genutzte Wohneinheit mit eingebunden ist oder nicht. Ein Blick in den Heizkeller zeigt sehr schnell, ob nur die beiden bisher vermieteten Wohneinheiten an die Heizanlage angeschlossen sind oder noch eine Weitere. Dann muß diese auch in der Nebenkostenabrechnung erscheinen! Ebenso erkennt man sehr schnell, ob der Vermieter für seinen Wohnanteil seinen Strom aus dem Allgemeinstrom abzweigt oder ob er einen eigenen Stromanschluß hat.

Das mit dem Sperrmüll ist so einen Sache - wenn nur die beiden Mietparteien zu den kommunalen Müllgebühren herangezogen werden, dann dürfen auch nur sie bei der jährlichen Sperrmüllaktion ihren Kram abholen lassen. Wenn aber ein Wertstoffhof die Sachen entgegennimmt, dann wäre es Aufgabe des dortigen Personals das zu unterbinden.

Man kann ihm jedoch auch noch ein Ei ins Nest legen, indem man die Gebühreneinzugsstelle für die Rundfunk- und Fernsehgebühr auf die neue Wohneinheit hinweist.

Kommentar von imager761 ,
Er darf nämlich nur anteilig zur Wohnfläche die Kosten umlegen.

Sagt wer? Bei Abschluss eines Mietvertrags steht den Parteien vielmehr grundsätzlich frei, einen Umlageschlüssel zu vereinbaren und wenn, dann welchen :-O

Es sei denn, gesetzliche Vorschriften haben Vorrang (z. B. § 2 HeizKV) oder der Mieter wird durch die Vereinbarung unangemessen benachteiligt (z. B. bei Nichteinberechnung von Leerstandsflächen).

G imager761

Antwort
von wfwbinder, 15
  1. Eine bauliche Veränderung von Gewicht bedingt eine Neufestsetzung des Einheitswertes. Eine dritte Wohnung ist schon wichtig für den Wert des Hauses udn der Einheitswert würde sich erhöhen, damit auch die Grundsteuer.

  2. Natürlich darf die Grundsteuer nur umgelegt werden, soweit sie auf das vermietete Grundstück und die dazu gehörige Grundstücksfläche entfällt. Der landwirtschaftliche Teil gehört nicht dazu.

  3. Auch bei der Versicherung muss entsprechend aufgeteilt werden.

  4. Das mit den Stromzählern begreife ist nicht. zwei Wohnungen 2 Zähler? und worüber läuft alles andere? oder ein Zähler und es wird nach Personen verteilt? Oder wie läuft es bisher. Natürlich müsste die dritte Wohnung einen anderen Zähler haben.

  5. Das mit seinem Müll, den er in der Müllabgabestelle kostengünstiger abliefert, betrifft Euch ja nicht und sollte Problem der Gemeinde sein. Vermutlich wissen das seine "Spezies" sowieso.

Antwort
von imager761, 14

Ein Blick in euren Mietvertrag klärt, welche Betriebskosten umgelegt werden dürfen, ein Blick in die Belege zu eurer Abrechnung, was und in welcher Höhe euch berechnet wird.

Welchen Tätigkeiten der VM in seinem Lager nachgeht, wie er seinen Gewerbemüll entsorgt oder ob er darauf nächtigt, hat euch als M nicht zu interessieren :-)

G imagter761

Antwort
von Privatier59, 8
1) Ist die Grundsteuer höher, wenn es offiziell wird, daß sich im Haus anstatt der zwei, nunmehr 3 bewohnte Wohnungen befinden?

Was steht denn im Vertrag? Ob die Grundsteuer höher wird, braucht Euch nicht zu kümmern weil dann die Zahl der Parteien steigt auf die umgelegt wird.

2) Müssen wir die Mieter die Grundsteuer der beiden erschlossenen Bauparzellen überhaupt bezahlen, nachdem selbige von uns nicht genutzt werden?

Natürlich nicht.

3) Wie verhält es sich mit den Jahreskosten für die Versicherung, nachdem der Besitzer 80% der Nutzfläche und eine eigene - inoffizielle- Einliegerwohnung und die Fotovoltaikanlage für sich selbst nutzt?

Ich glaube, da ist so einiges im argen. Das müßte auf alle Nutzer aufgeteilt werden.

4) In wie weit ist es per Gemeinde-Ordnung hier in Niederbayern

Unser Hellseher ist im Wochenende. Was steht denn in der Satzung der Gemeinde?

5 Fragen:

Ist die 5te Frage mit Geheimtinte geschrieben?

Um es zusammen zu fassen: Ihr werdet den Mietvertrag ja wohl kaum, wie auf bayerischen Viehmärkten üblich, per Handschlag geschlossen haben. Da müßte man einen Blick hinein werfen. Da meine Stielaugen nicht bis Oberbayern reichen, muß ich deshalb passen.

Kommentar von vulkanismus ,

Niederbayern. Und das ist noch weiter weg.

Antwort
von vulkanismus, 7

Frag das doch den Vermieter.

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