Frage von Benedikt2, 1

Ich und meine Frau überlegen wie wir Erbe regeln, Berliner Testament, aber wenn neue Ehe, was dann?

Ich und meine Gattin überlegen uns, wie wir unser Erbe regeln sollen, haben schon an das Berliner Testament gedacht. Doch wenn überlebende Ehegatte späte eine neue Ehe eingeht, dann kann er nichts ändern, das ist doch auch schlecht. Habt Ihr einen Rat hierzu? Danke.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von imager761, 1

Habt ihr gemeinsame Kinder? Nur dann macht es überhauot Sinn, den Zeitpunkt ihres beim Tod des ersversterbenden Elternteils an sie auszuzahlende Erbe zu verschieben, bis der Längstlebende stirbt und es nicht mehr für seinen Lebensabend oder Pflgebedürftigkeit benötigt.

Deutlich gesagt: Es gibt zwei Erbfälle, und zwar immer nur auf das dem Erblasser entfallenden Vermögen, das der Partner und die Kinder des Erblassers beanspruchen können, mindestetsn zur hälftigen Pflichtteilsquote.

Daher enthalten alle vernünftigen gemeinschaftlichen Testamente zunächst eine Klausel, wonach das dennoch fordernde Kind auch beim Erbfall des Längstlebenden nur seinen Pflichtteil erhalten soll, also insgesamt auf die Hälfte seiner Ansprüche verzichtet, wenn es den Willen nicht respektiert.

Und zweitens wird immer eine sog. befreite Vorerbschaft vereinbart: Demnach kann der Längstlebende über sein eigenes und durch Tod des Partners von ihm erworbenens Vermögen frei und damit auch abweichend von der ursprünglichen gemeinsamen Erbfolkgerergulung verfügen.

Mobbing des neuen Lebenspartners oder Ehemannes, geldgeile Schwiegerkinder, Elternunterhaltsverweigerung bei Pflegebedürftigkeit, "Entmündigung" (gerichtliuche Betreuerbestllung) u. v. m. kann man eben jnicht sicher opder auf Jahrzehnte absehen.

In de Fall bestünde nur ein Sicherungsanspruch des Erbteils des Kindes aus Nachlass beim Tod des Erstversterbenden in Geld.

G imager761

Kommentar von Benedikt2 ,

Danke für die genaue Antwort.

Antwort
von nixwissen13,

Doch wenn überlebende Ehegatte späte eine neue Ehe eingeht, dann kann er nichts ändern, das ist doch auch schlecht

wenn ihr das schlecht findet, dann regelt es eben anders. Wer hindert euch daran?

Von Kindern ist überhaupt nicht die Rede. Gibt es denn welche?

Wenn euch ein Berliner Testament nicht passt, dann würde ich einfach ein anderes, euch besser passendes Testament aufsetzen. Das ist so schwer nicht. Ich denke auch an die Beratung durch Notar oder Fachanwalt, wenn es an der Gestaltung hapert.

Hier liegen zu wenige Fakten vor, um was sagen zu können. Hier ist nur die Rede von Berliner Testament und dass eine neue Ehe keine Änderung erlaubt. Nur darin alleine kann man nicht ableiten, was denn eigentlich als Problem gelöst werden soll.

Kommentar von Benedikt2 ,

Danke.

Antwort
von Privatier59,

Ich habe den Eindruck, dass Du von dem "Berliner Testament" eine sehr unscharfe Vorstellung hast. Ein wechselseitiges Testament unter Ehegatten ist damit noch kein Berliner Testament. Es muß vielmehr einen von beiden Beteiligten bestimmten Schlußerben geben. Ohne dessen Bestimmung gibt es ja keine wechselseitigen Verfügungen und damit auch keine Beschränkungen.

Im übrigen zeigt Deine Frage deutlich, wie sinnvoll es sein kann, etwas Geld für ein notarielles Testament zu investieren. Der Notar nimmt die Formulierungsarbeit ab und schafft im übrigen nicht nur eine rechtssichere, sondern auch eine später vielfach anstatt des teuren Erbscheins als Erbennachweis verwendbare Urkunde.

Kommentar von Benedikt2 ,

Danke Privatier59

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