Frage von Fragfreund,

Ich steh wegen Uli auf dem Schlauch ?

Ein Poster hat hier ausgeführt :

in der Schweiz wird die EU-Zinssteuer von 35 % einbehalten. So lange du nur Zinseinkünfte hast, sind also auch die kein Problem. Wenn der Deutsche Staat nachfragt, kannst du auch noch die 10 % Differenz zur Abgeltungssteuer einfordern.

Entweder bin ich naiv, aber was wirft man dann Herrn H. vor ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Erstens: Es gab mal Zeiten -und die sind noch nicht lange her- da war die Steuer auf Kapitalerträge noch viel höher als 35%.

Zweitens: Für Zinserträge hält die Schweiz 35% ein. Ulis Geldsegen aber soll aus Aktienspekulation stammen. Da gilt das nicht.

Drittens(spekulativ): Woher stammt das Geld? In D. schon versteuert?

Kommentar von Fragfreund ,

Ulis Geldsegen aber soll aus Aktienspekulation stammen. Da gilt das nicht.

Wird die Spekulationssteuer nicht automatisch vom depotführenden Institut bei einem Aktienverkauf einbehalten ?

Drittens(spekulativ): Woher stammt das Geld? In D. schon versteuert?

Das ist in der Tat wohl der Kausus Knacktus. Wobei es dann ja eigentlich egal wäre, wohin man sein Geld transferiert hat. Die Straftat wäre ja in Deutschland zum Zeitpunkt der "versäumten" Steuerererklärung begangen worden.

Für mich als Normalsterblichen ist es nach wie vor allerdings nicht nachvollziehbar, dass man, wenn man so viel Geld hat, "vergißt", dieses steuerlich zu "berücksichtigen". Ausgeben kann man es in seinem Leben in der Regel eh nicht mehr.

Kommentar von Privatier59 ,

Spekulationssteuer

Schweizer Steuerrecht ist anders als das deutsche. Soweit mir bekannt ist, gilt das mit den 35% eben gerade nicht für Spekulationsgewinne. Das gescheiterte Steuerabkommen sollte auch da Gleichschritt schaffen.

Kommentar von Fragfreund ,

Richtig, war ein Denkfehler von mir. Das Depotkonto für die Aktiengeschäfte war ja sicherlich auch ein schweizer Konto. Ansonsten macht es ja keinen Sinn.

Antwort
von obelix,

wenn denn nun hier implizit gesagt werden soll, dass ein Nichtdeklarieren von Erträgen in der Schweiz damit gelöst ist, dass 35% Zinststeuer in der Schweiz gezahlt werden, dann ist das keine korrekte Annahme.

Legt man sein Geld sauber an in der Schweiz, dann behalten die dort an der Quelle Steuern ein. In D wird dann die Besteuerung geprüft und ggf. werden die gezahlten Steuern hier anerkannt - wenn auch nur teilweise.

Die 35% kassiert CH, NICHT D!!! Warum sollte also der dt. Staat 10% zurückbezahlen, was in der CH gezahlt wurde? Das wird so nicht gehen!

Uli H. hat spekuliert, was nicht auf Zinssteuer, sondern auf eine andere Besteuerung hinweist. Damit greift der Punkt hier nicht.

Man ist auch nicht aus dem Schneider, wenn man sagt: ich habe doch schon 35% gezahlt in CH, also zuviel. Und eigentlich bekomme ich in D noch 10% zurück.

Die Regeln sind: Konto in der CH angeben. Die Erträge ausweisen. Die Besteuerung in D prüfen lassen. Und dann kassiert der dt. Fiskus nach den dt. Regeln.

Wer sein Konto in D nicht angibt, handelt illegal!

Kommentar von Rat2010 ,

Alles richtig, nur das mit der Anrechnung der schweizer Steuer klappt (e jedenfalls). Ich hatte bis die Kreditkarten aufkamen, mit denen man gebührenfrei Geld abheben kann ein Konto mit Sparbuch bei der schweizer Post. Es wurden Quellensteuern abgeführt, die ich mir wieder geholt habe (war allerdings kein ganz einfaches Verfahren).

Ist einige Jahre her aber ich denke, dass das immer noch gehen sollte.

Antwort
von billy,

Ich gebe Dir Recht, Du bist naiv.

Kommentar von Fragfreund ,

Ich gebe Dir Recht, Du bist naiv.

Leiste doch einfach einen konstruktiven Beitrag. Ich bemühe mich ja auch nicht, deinen Gemütszustand zu hinterfragen.

Du hast dich schon mal geirrt, indem du gepostet hast, man müsse seine Kapitaleinkünfte nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland noch einmal versteuern.

Kommentar von billy ,

Hab ich nicht, Du kapierst aber auch garnichts.

Antwort
von Fragfreund,

Hier habe ich noch einen älteren Beitrag gefunden, in dem der Poster wohl meint, dass die Nichtangabe der im Ausland abgeführten Zinssteuer im Mantelbogen für sich schon eine Straftat darstellt, obwohl diese unter Umständen höher war, als die deutsche Abgeltungssteuer.

http://www.finanzfrage.net/frage/befreit-eu-zinssteuer-35-von-der-abschlagssteue...

HAWAYHAWAY |17.08.2010 - 8:29 Also, dann genauer nach § 369 und 370 der Abgabenordnung begeht derjenige eine Steuerstraftat wenn er/sie (vorsätzlich) unwahre oder unvollständige Angaben in der Steuererklärung macht. Auch wenn Angaben nicht gemacht werden ist es Steuerverkürzung wegen unterlassen.In Anlage KAP ab Zeile 15 In Anlage AUS sowie unter Umständen im Mantelbogen unter nachhaltige Auslandsbeziehungen, sind entspreche nde Angaben zu machen, ansonsten begehst Du eine Steuerordnungswirdigkeit oder Straftat..... so ok?

Kommentar von Meandor ,

Die Quellensteuer würde angerechnet oder erstattet werden. Sie kommt Dir also zu Gute. Wenn Du die Quellensteuer nicht angibst, dann ist das zu Deinen Lasten und kann keine Steuerhinterziehung sein.

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