Frage von Natti, 116

Ich möchte mit dem Vater meiner Tochter zusammenziehen, beziehe Grundsicherung SGB 2

Ich lebe mit meinem Sohn und unserer "gemeinsamen " Tochter in einer Wohnung.Der Vater meiner Tochter ist nun seit einem halben Jahr selbstständig und wir wollen zusammenziehen. Jetzt frage ich mich wie viel oder ob ich so überhaupt noch Unterstützung vom Amt bekommen würde. Da Sein Gehalt auch nicht immer sicher ist. Denn einige Kunden bezahlen erst nach einigen Wochen. Dadurch muss mein Freund natürlich immer in Vorkasse gehen und somit ist die Miete und anderes nicht gesichert.

Antwort
von wfwbinder, 116

Als Selbständiger macht man (hoffentlich) Gewinn udn bezieht kein Gehalt (das wäre ja sicher).

Ein Jahr seid Ihr noch keine "Einstehensgemeinschaft. Da ändert sich für Dich praktisch nichts, ausser, dass die Miete in der dortigen Wohnung geteilt wird.

Ab dann seid Ihr dann eine Bedarfsgemeinschaft udn müßt sehen, was bei seinen Einkünften, Dem Unterhalt den Du ggf. persönlich und für die Kinder bekommst, dann noch als Unterstützung übrig bleibt.

Bisher müßte ja der Unterhalt, den erzahlen muss, auch bei Dir angerechnet werden.

Kommentar von VirtualSelf ,

Ein Jahr seid Ihr noch keine "Einstehensgemeinschaft.

Das ist wegen des gemeinsamen Kindes FALSCH. Ab dem ersten Moment ist es eine BG. (§ 7 Abs. 3a Nr. 2 SGB II i.V.m. § 7 Abs. 3 Nr. 3 Buchstabe c SGB II)

Kommentar von wfwbinder ,

Danke für die Info, wieder was dazu gelernt.

Wenn man allerdings so mache Verbindungen sieht, ist es schon ein Wunder, wenn man ein gemeinsames Kind als Bindungsfaktor ansieht.

Antwort
von VirtualSelf, 69
Jetzt frage ich mich wie viel oder ob ich so überhaupt noch Unterstützung vom Amt bekommen würde.

Das wird hier mangels leistungsrelevanter Infos niemand erraten können.

Euer Bedarf beläuft sich mindestens auf 2 x 353 € + 2 x 229 € + angemessene Kosten der Unterkunft = 1164 € + KdU

Dagegen wird das anrechnungsfähige Einkommen gerechnet: z.B. 2 x Kindergeld + anrechnungsfähiges Erwebseinkommen.

Die Ermittlung des anrechnungsfähigen Erwerbseinkommens bei Selbständigen ist nicht ohne, denn hier darf - abweichend vom Zuflussprinzip - mit Durchschnittswerten über den Bewilligungszeitraumgearbeitet werden. um eine einigemaßen sinnvolle Periodisierung zu erreichen.

Bedeutet: er wird zunächst sein Einkommen der nächsten Monate schätzen müssen; diese Schätzung wird zur Grundlage der Leistungsberechnung gemacht. Ist der Bewilligungszeitraum vorbei, hat er 2 Monate Zeit, das tatsächliche Einkommen nachzuweisen (erfordert einen Haufen Belegen über betriebsbedingte" Einnahmen und Ausgaben). Dieser Gesamt"Gewinn" wird dann quasi auf die Monate rückverteilt und unter monatlicher Berücksichtigung der Absetzbeträge des § 11 b SGB II das anrechnungsfähige Einkommen ermittelt.

Problem: da Prognose und tatsächliches Einkommen nur zufällig übereinstimmen, gibt es - oftmals in gößerem Umfang - entweder eine Nachzahlung oder eine Rückforderrung.

Das Ganze ist also zu kompliziert, um es hier abzuhandeln, geschweige denn, irgendwelche konkreten Leistungshöhen auszuspucken. Lasst euch vor Ort beraten. Aus ökonomischer Sicht dürfte es (trotz zweier Mieten) vermutlich sinnvoller sein, nicht zusammen zu ziehen.

Antwort
von EnnoBecker, 54

Und was möchtest du wissen?

Wrir geben uns ja hier immer jede erdenkliche Mühe, aber für eine Antwort benötigen wir erst einmal ein Frage.

Was bedeutet "gemeinsam" in Gänsefüßchen?

Kommentar von Natti ,

ich habe einen sohn mit einem anderen mann und mit ihm eine gemeinsame tochter. jetzt wollen wir zusammen ziehen und ich möchte wissen was mir dann an unterstützung vom amt noch zustehen würde

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein.

Ich meinte, ob du eine Frage hast in deutscher Schriftsprache.

Den lieblos hingerotzten Buchstabensalat lese ich nicht.

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