Frage von marcie, 2

Ich habe eine ähnliche frage.

Haben uns ein Objekt angeschaut und hatten Interesse. Die Verkäuferin hat uns zum Markler geschickt der zu der Zeit zuständig war und wir vereinbarten einen Termin um uns über das Haus zu erkunden. Haben den Kredit bei der Bank nicht genehmigt bekommen da nicht genügend Eigenkapital vorhanden war. Jetzt hat sich unsere Situation geändert und die Verkäuferin hat mitlerweile vor 3 Monaten eine Kündigung des Marklers bekommen. Dachten jetzt das sich das mit der Marklercoutage erledigt hatte. Anscheinend möchte der Markler trozdem eine Marklercoutage fordern ist das rechtens.?

Würde mich freuen eine antwort zu bekommen. LG

Antwort
von imager761, 1
Verkäuferin hat mitlerweile vor 3 Monaten eine Kündigung des Marklers bekommen. Dachten jetzt das sich das mit der Marklercoutage erledigt hatte.Anscheinend möchte der Markler trozdem eine Marklercoutage fordern ist das rechtens?

Ja: Gem. BGH NJW 66, 2008 muss der Vertrag nicht zwingend während der Dauer des Maklervertrags eintreten.

Der Makler hat vielmehr einen Anspruch auf die Provision, wenn der Kaufvertrag durch seine Vermittlungstätigkeit zustande gekommen ist, § 652 Abs 1 BGB :-O

Die Beendigung des Maklervertrages wirkt nur für die Zukunft, nicht für durch Tätigkeitsprotokoll mit euch während der Vertrgslaufzeit nachweiliche erbrachte Leistung :-O

Daher könnt weder ihr noch der auftraggebende Eigentümer euch eurer Vergütungspflicht entziehen, in dem ihr Maklervertragsbeedigung abwartete und den gewünschten Vertrag später schliesst.

G imager761

Antwort
von Primus,

Maklerprovision fließt immer dann, wenn der Makler bei der Anbahnung eines Vertragsabschlusses verdienstlich gewesen ist.

Egal, ob der Makler einem Kaufwilligen ein Objekt anbietet, oder aber für den Verkäufer gezielt einen Käufer sucht, sobald er beide zusammengebracht hat und diese in konkrete Vertragsverhandlungen einsteigen, wird die Maklerprovision fällig.

Kommentar von Snooopy155 ,

Die Fragestellerin gibt keine Auskunft wie sie auf das zum Verkauf stehende Objekt aufmerksam wurde, sie schreibt nur, dass die Verkäuferin sie an den makler weiterverwiesen hat. Da aber offensichtlich der Makler die Auskünfte zum Objekt erteilt hat, steht ihm auch eine Provision zu.

Kommentar von Primus ,

Und - habe ich etwas anderes geschrieben?

sobald er beide zusammengebracht hat und diese in konkrete Vertragsverhandlungen einsteigen, wird die Maklerprovision fällig.
Antwort
von habub,

Der Auftrag des Maklers konnte so gesehen nicht ausgeführt werden, ich denke da fallen dann auch keine Kosten dafür an.

Antwort
von Privatier59,
Markler

Aha, schon wieder ein neuer Beruf!

Und was den Provisionsanspruch besteht, da wird man gut drüber streiten können. Immerhin ist die Beziehung zur Verkäuferin durch den Ma(r)kler zustande gekommen.

Kommentar von barmer ,

ja eben nicht !

Kommentar von Privatier59 ,

ja eben doch!

Kommentar von wfwbinder ,

Ist wirklich ein interessantes Thema.

Würdest Du es auch als streitig ansehen, wenn der Interessent beim Makler mit Hinweis auf mangelnde Finanzierung eindeutig absagt und sich dann 3 Monate später, nach Kündigung des Maklervertrages durch den Verkäufer, auf eine Privatanzeige des Verkäufers neu meldet?

Kommentar von imager761 ,

Tatsächlich? Dass sein Vergütungsanspruch davon abhängig wäre, gibt der hier einschlägige § 652 BGB nicht her :-O

Unstreitig wurde "ein Termin" wahrgenommen, um sich "über das Haus zu erkunden". Mit der erbrachten Leistung steht dem Makler selbst nach Beendigung des Mäklervertrags die vertragliche bestimmte Provision zu, "wenn der Vertrag infolge (...) der Vermittlung des Mäklers zustande kommt."

G imager761

Kommentar von Privatier59 ,

Ist ein Ägytologe zur Übersetzung anwesend?

Antwort
von HilfeHilfe,

Es ist doch ganz einfach. die hütte steht immer noch leer, sprich es sind keine käufer da. Ich würde die Courtage mit dem Verkäufer verhandeln. soll er diese doch tragen !

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