Frage von Tini10, 11

Ich habe die Mieterin wegen Eigenbedarfs gekündigt, sie kündigte dann mit 3-monatiger Kündigungsfrist - was gilt nun?

Mieterin wegen Eigenbedarfs fristgerecht gekündigt.Sie selbst Kündigte dann mit 3 Monatiger Kündigunsfrist.Was gilt nun. muss der Verwandte nun einziehen ?

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Antwort
von Mikkey, 11

Theoretisch könnte ein Schadensersatzanspruch der Mieterin vorliegen.

Allerdings sind auch Vermieter nicht verpflichtet prophetische Fähigkeiten zu besitzen. Wenn nach drei Monaten der Grund für die Eigenbedarfskündigung entfällt, hätte der Vermieter die Kündigung zurücknehmen müssen. So ist aber an die Stelle die Kündigung des Mieters getreten. Das Mietverhältnis wird also entsprechend beendet.

Antwort
von Snooopy155, 10

Da Du ein Kündigungsschreiben der Mieterin hast, ist der Eigenbedarf vom Tisch. Allerdings würde ich die von Ihr vorgenommenen Kündigung und den darin enthaltenen Termin annehmen und bestätigen und in diesem Schreiben gleichzeitig die Eigenbedarfskündigung als gegenstandslos bezeichnen.

Antwort
von Tini10, 6

Der Eigenbedarf war begründet.Die Lebensumstände des Verwandten haben sich geändert was zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war. Kündigungsfrist 9 Monate gegenüber der Mieterin.Das Leben läuft eben nicht alles nach Plan.Zudem 6 Monate keine Mieteinahme.

Antwort
von Zitterbacke, 6

Eigenbedarf liegt nur vor, wenn der Vermieter die  Mietwohnung für sich selbst oder für eine zu seinem Hausstand gehörende Person, zum Beispiel  für einen Familienangehörigen zu Wohnzwecken benötigt.

Nimm die Kündigung der Mieterin an !

 Gruß Z... .

Kommentar von Tini10 ,

Die Kündigung der Mieterin wurde angenommen.

Antwort
von ristoo, 7

Ich würde es auch wie Snoopy machen. Kann mir nicht vorstellen, dass sie nach Schadensersatz klagt, warum gibt man sonst noch zusätzlich eine eigene Kündigung ab? Den Sinn hinter dieser Kündigung verstehe ich auch nicht ganz. Durch Snoopys Methode, mit einem zusätzlichen Schreiben in der du die Eigenbedarfskündigung für Nichtig erklärst, bist du durch die Unterschrift des Mieters abgesichert. 

Antwort
von Primus, 5

Ich verstehe die Frage nicht. Der Mieterin wurde doch wegen Eigenbedarf gekündigt. Wenn sie nun noch schneller als geplant ausziehen möchte, weil sie z. B. gerade eine passende Wohnung gefunden hat, so kann doch der Vermieter froh sein, dass alles ohne Schwierigkeiten über die Bühne geht.

Wieso kommt dann die Frage: Muss der Verwandte nun einziehen?

Das liest sich ja gerade so, als war die Kündigung wegen Eigenbedarf nur ein Vorwand, um die Mieterin aus der Wohnung zu bekommen.

Kommentar von Mikkey ,

Es geht wohl darum, dass nun für 2-3 Monate die Wohnung leerstehen würde, weil die Kündigungsfrist für den Vermieter länger war.

Kommentar von Tini10 ,

Die Wohnung wäre dann 6 Monate leer gewesen. Der Verwandte hätte nicht früher einziehen können.Zudem war die Wohnung stark renovierungsbedürftig.Was auch finanziell nicht so schnell aufzubringen war.Nun haben sich die Lebensumstände des Verwandten so stark verändert das es ihm nicht möglich ist in die Wohnung zu ziehen. Ein guter Freund würde die Wohnung auch teilrenoviert gerne beziehen . Nun die Frage:Kann die Vormieterin dann behaupten der Eigenbedarf wäre vorgetäuscht?

Kommentar von Zitterbacke ,

Ja , das könnte sie !

Kommentar von Tini10 ,

Das er nicht einziehen kann haben wir erst Erfahren nachdem die Mieterin schon 4 Monate ausgezogen war .Wäre schön wenn man alles schon im vorraus wüsste was alles passieren kann,dann könnte man das Leben besser planen.

Kommentar von Primus ,

Sieh mal, den Bericht habe ich in der Süddeutschen gelesen. Eventuell hilft er Dir weiter:

Grundsätzlich muss immer der Mieter darlegen und beweisen, dass ihm zu Unrecht wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde. Ist der Mieter schon ausgezogen, ist es möglicherweise einfacher für ihn, den Verdacht der vorgeschobenen Eigenbedarfskündigung zu erhärten.

Der Vermieter mag aber gute Gründe dafür haben, dass er nicht sofort eingezogen ist. Hier gelten folgende Beweisregeln: Der Vermieter muss plausibel darlegen, warum er gekündigt hat beziehungsweise aus welchen Gründen der ursprünglich behauptete Eigenbedarf später weggefallen ist. Gelingt ihm das, muss der ehemalige Mieter beweisen, dass der Eigenbedarf und dessen späterer Wegfall nur vorgetäuscht waren, es also an einem Selbstnutzungswillen des Vermieters fehlte (Bundesgerichtshof, VIII ZR 368/03).

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