Frage von Maschka, 77

Ich bin zu 50% beihilfeberechtigt. Muss ich mich zu 50% privat versichern oder kann ich mich auch nur zu 30% zusätzlich versichern und die restlichen 20 % selb?

Antwort
von RHWWW, 47

Hallo,

wenn man vor der Beamtentätigkeit in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert ist, kann man dort versichert bleiben: normale Krankenversicherung und 50% Pflegeversicherung.

Oder man schließt eine private Krankenversicherung zu 50% ab. Die gesetzliche Krankenversicherung (PKV) ist dann innerhalb der gesetzlichen Fristen zu kündigen. Bei einer Änderung des Beihilfesatzes ist der PKV-Satz entsprechend anzupassen (z.B. bei Pensionierung, in manchen Bundesländern auch je nach Kinderzahl).

Die Entscheidung GKV oder PKV gilt auch bei Elternzeit, Teilzeitarbeit, Frühpensionierung oder einer selbständigen Tätigkeit nach der Beamtentätigkeit (dann ohne Beihilfe).

Die Entscheidung ist sehr wichtig und sollte genau überlegt werden.

Gruß

RHW

Antwort
von Hanseat, 60

In der PKV müssen Sie eine 50%ige Restkostenversicherung abschliessen. Inkl. der Beihilfe müssen 100 % abgedeckt sein. Sollte später in Ihrem Leben der Beihilfeanspruch zwischenzeitlich oder endgültig steigen (und ggf. dann wieder sinken), wird die Restkostenversicherung entsprechend angepasst. Das passiert auch bei sinkendem Beihilfeanspruch (und damit prozentual steigender PKV) ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung.

Alternativ können Sie sich auch GKV-versichern, hier gibt es allerdings nur 100%ige Beiträge ohne Arbeitgeberanteil.

Antwort
von barmer, 45

Hallo, wie hanseat richtig beantwortet hat, müssen Sie die 50% versichern. Vor Einführung der allgemeinen Versicherungspflicht hätten Sie grundsätzlich die Möglichkeit gehabt, einen Teil des Risikos selbst zu tragen. Seit 2009 ist das nicht mehr zulässig, die Beihilfevorschriften sehen sogar vor, dass der Beihilfeanspruch entfällt, wenn nicht der korrekte %-Satz restkostenversichert wird.

Viel Glück

Barmer

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