Frage von newie33,

Hund abgewehrt und jetzt vom Besitzer verklagt worden

Ich habe mit Hunden in meiner Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht und bin deswegen etwas schreckhaft wenn es zu dem Thema kommt. Jetzt war ich Joggen im Wald und ein Hund ist mir hinterhergerannt, hat mich mehr oder weniger angesprungen, worauf ich nach dem Hund getreten habe um ihn abzuwehren. Dabei ist der Hund verletzt worden und der Besitzer hat mich jetzt verklagt die Tierartzkosten zu übernehmen. Gibt es nicht irgendein Gesetz, was besagt, dass Hundebesitzer ihre Tiere unter Kontrolle haben müssen? Das war eindeutig nicht der Fall und damit sollte es doch eher seine Schuld sein als meine, oder? Hat die Klage Aussicht auf Erfolg?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo newie33,

Schau mal bitte hier:
kosten Klage

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

mehr oder weniger angesprungen

Mehr angesprungen oder weniger? Wer in Notwehr handelt, handelt nicht rechtswidrig und kann nicht auf Schadensersatzleistung in Anspruch genommen werden. War der Hund aber völlig harmlós, dann durfte man ihn nicht verletzen. Es geht hie nicht primär um Rechtsfragen, sondern um Tatfragen. Offengestanden sind da Deine Aussichten eher mäßig: Wer ist denn wohl verletzt worden: Du oder der Hund? Hoffe für Dich, dass Zeugen für Deine Version zur Stelle sind, ansonsten sieht es eher schlecht für Dich aus.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wie sieht es denn mit dem subjektiven TB aus?

Ist das nicht ebenfalls ein Rechtfertigungsgrund? Immerhin sagt der Bekla^^^^Fragesteller ja aus, Angst vor Hunden zu haben.

Abgesehen davon: Sich von einem Hund anspringen zu lassen dürfte die Grenze des Hinnehmbaren doch wohl übersteigen, oder?

Kommentar von Gaenseliesel ,

EB, der Meinung bin ich aber auch ! Unbedingt !!!! Ich würde im Affekt ebenso reagieren und der Hund würde möglicherweise keinen Tierarzt mehr benötigen. Gruß K.

Kommentar von cocoB ,

@Privatier

Niemand muß sich von einem Hund anspringen lassen, ohne das man sich zur wehr setzen kann. Besonders wenn Hunde einem schon von hausaus Angst machen.

Dies gilt natürlich nicht bei Schoßhündchen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

richtig cocoB ! und wenn es kein " Schoßhündchen " war, hat der Hund in der Öffentlichkeit einen Maulkorb zu tragen ! K.

Antwort
von cocoB,

Leider gilt in den meisten Wäldern Deutschlands Keine Leinenpflicht, dies ist aber von Bundesland zu Bundesland anders geregelt.Das heißt aber nicht das die Hunde Herumlaufen dürfen wo sie wollen, wenn die Hund nicht angeleint sind dürfen sie den Waldweg nicht verlassen.

Da aber der Hund dich angegangen hat, denk ich mir kannst DU dich sehr wohl dagegen wehren. Hier noch ein Link Betreff Leinenpflicht: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/streit-um-leinenpflicht-fuer-hunde-geht...

Antwort
von traderjoes,

Der Hundebesitzer soll DIR erst einmal nachweisen

  • dass Du seinen Hund im Wald scheinbar willkürlich und ohne Grund verletzt.

Wenn er anständig auf das Tier aufgepasst hätte, wäre es doch gar nicht erst zu der Situation gekommen.

Ein fremder Hund hat Dich weder zu stellen, noch anzuspringen. Schließlich kannst Du nicht hellsehen und solltest auch nicht abwarten, ob Fiffi jetzt zubeisst oder nicht.

Antwort
von hildefeuer,

Im Wald müssen Hunde immer angeleint sein. Wenn nicht würde ich das dem entsprechenden Jagdpächter melden. Der gibt ihm dann die Kugel.

Kommentar von cocoB ,

@hildefeuer

Dann lies mal den Link den ich zu meiner Antwort hinzugefügt habe,

ich glaube da irrst Du dich aber sehr ;-o

Antwort
von barmer,

Locker bleiben.

wer von einem Hund verfolgt wird und angesprungen, hat auch das Recht auf Notwehr. Der Halter hat auf jeden Fall die Aufsichtspflicht verletzt, denn er muss dafür sorgen, dass der Hund keinen anderen belästigt oder bedroht.

Hundehalte haben hier zwar einen Tunnelblick ("der will nur spielen"), aber sie müssen auf das subjektive Empfinden der anderen Rücksicht nehmen.

Keine Aussicht auf Erfolg, außer hat Zerugen, die einen anderen Hergang bestätigen.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von gammoncrack,

Ich würde den Hundebesitzer mal fragen, ob er von seinem eigenen Hund angefallen wurde und leichte bis mittelschwere Hirnverletzungen erlitten hat.

Antwort
von qtbasket,
  • Hat die Klage Aussicht auf Erfolg?

Das wäre eine unzulässige Rechtsberatung - das darf nur ein Anwalt !!! Also da habe bitte Verständnis...

Es geht hier um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung - dieser solltest du gelassen entgegensehen, immerhin ein Hund im Wald , der nicht angeleint war - da hat jeder Hundebesitzer ziemlich schlechte Karten....

  • Gibt es nicht irgendein Gesetz, was besagt, dass Hundebesitzer ihre Tiere unter Kontrolle haben müssen?

Dazu gibt es natürlich sehr viele Gesetze und Satzungen, das ist Landes- und lokales Recht, außerdem gilt immer :Springt ein freilaufender Hund einen Menschen an, haftet der Halter für entstandene Schäden. ( natürlich auch für den Schaden am eigenen Hund !!!)

Antwort
von robinek,

Vorrausgesetzt Du hast hier alles wahrheitsgemäss erzählt. Würde mich im Wald auch von niemandem "anspringen" lassen und mich wehren, weder von einem Hund, von einem "Wildschwein" noch von einem "Hundehalter" (Mensch) Dann würde ich zunächst alles in Ruhe auf mich zukommen lassen. Angenommen Dich springt ein "Mensch" an, Du wehrst Dich und verletzt ihn??????

Antwort
von althaus,

Ich würde nicht zahlen und eine Klage abwarten. Wer angesprungen wird hat das Recht sich zu verteidigen.

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