Frage von HilfeHilfe, 12

Homeoffice

Hallo

  1. wie kann der Arbeitgeber eigetnlich überwachen das HO Kräfte was wegschaffen ?

  2. wenn es keine betriebliche Regelgung gibt ( aktuell erstmalige Betriebsrat). Kann HO ohne weiteres wieder eingestellt werden ?

Danke

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 5

Home Office ist eine Option, keine Pflicht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn eine Stelle als Home Office schon ausgeschrieben war, dann ist das natürlich für das Arbeitsverhältnis bindend.

Man muß Arbeitnehmern generell ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Manch einer wird zuhause von den Kindern und dem privaten Telefon so abgelenkt oder kann sich von Facebook nicht losreißen, daß die Effizienz darunter leidet. Andere sind froh, dem Kollegenstreß zu entgehen und arbeiten deutlich effizienter und flexibler zuhause. Auch Arbeit im Büro kann zeitlich als Absitzen verstanden werden.

Arbeitgeber sollten Zielvereinbarungen schließen, d.h. Leistungen nach Zielen vorgeben und dann an der Zielerreichung in Zeit und Budget messen. Daran können auch Bonuszahlungen oder Gewinnbeteiligungen geknüpft werden. So wird sichergestellt, daß für das Unternehmen das Ergebnis stimmt, egal ob der Arbeitnehmer konzentriert von 9:00 bis 12:00 und von 12:30 bis 17:30 jeden Tag arbeitet, oder ob er nach dem Jogging am frühen Morgen den Arbeitstag um 06:00 Uhr beginnt und bis 18:00 Uhr arbeitet, dafür jedoch die Kinder in Schule und Kindergarten bringt, zwischendurch Einkaufen geht und am Nachmittag ein Stündchen im Garten liegt, um sich zu entspannen. Flexibilisierung kann Zufriedenheit fördern.

Home Office funktioniert aber nicht mit allen Mitarbeitern. Es kommt auf die Arbeitseinstellung der Leute an. Überwachungen im Sinne ständiger Kontrollanrufen oder sogar einer Videoüberwachung über die Webcam des Firmen-PCs oder des SmartPhones sind aber nicht zulässig.

Antwort
von Frei123, 4

es kommt auf den Job an und die Mechanismen, die man für das HO zur Verfügung stellt. Ist es ein Vertrieblerjob und die Kunden erreichen den Mitarbeiter nicht, fällt das sehr schnell auf.

Auch wenn es um Projektarbeit geht, so merken die anderen Teammitglieder an der Erreichbarkeit, am eMailverhalten und anderen Dingen, das hier was nicht stimmen kann, sollte der Mitarbeiter nicht erreichbar sein.

In der modernen Zeit gibt es virtuelle Netzwerke mit Anmelden und Abmelden an den Firmenservern. Auch hier erkennt man schnell, ob jemand arbeitet oder nicht.

Vieles läuft auf Vertrauen hinaus. Ich kenne viele, die HO machen. Und ich kann dir nur sagen: die arbeiten eher mehr als weniger.

Zu 2.: ja, das HO kann eingestellt werden. Wieso nicht?!

Antwort
von qtbasket, 3

Natürlich kann der Arbeitgeber einsehen, in welcher Zeit sein Mitarbeiter eingeloggt ist, und welchen traffic sein Konto hatte.

Auch Resultate können in Datenbanken abgegriffen werden.

Problematisch wird es, wenn gleichzeitig noch eine Kamera laufen würde - das wäre nicht so einfach zulässig.

Antwort
von alfalfa, 4

Meistens werden Regelungen auf zwei vertraglichen Ebenen.

  1. Einzelvertraglich auf Arbeitsvertragsebene Regelungen zum Arbeitsort, Kostenersatz, Arbeitsmittel, Gehaltszusammenserzung werden meist hier verankert.

  2. Kollektivrechtlich durch Betriebsvereinbarungen bzw. Tarifverträge:

- Arbeitszeitregelungen (hier meist Vertrauensarbeitszeit) - Nutzung Arbeitsmittel - Leistungsmessungen und Zielvereinbarungen - Versicherungen - Datenschutz

Je nachdem was in 1 und 2 vereinbart wurde ergibt sich das System aus Befugnissen, Verpflichtungen und Messungen.

Langzeitstudien der DGFP, Gallupbefragung etc. belegen seit langem, das HO Arbeitsplätze "produktiver" und "preiswerter" sind als andere Arbeitsplätze (jaja man kann jetzt stundenlang debattieren wie gemessen wird usw.)

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