Frage von FinancialM,

Hohe Rendite hohes Risiko?

Die allgemeine Regel heisst ja immer wieder: je mehr Rendite man fordert, desto höher ist auch das dahinterstehende Risiko. Aber ist das wirklich so???... oder hängt diese Regel nicht von ganz anderen Faktoren ab? Beispielsweise könnte man ja argumentieren, dass in einer Phase des Auschwungs die Renditen hoch und das Risiko niedrig in der Phase des Abschwungs die Beziehung genau umgekehrt ist. So sollten sich doch viele Szenarien finden lassen, die auch einen solchen Umkehrschluss zulassen, oder.

Antwort von Niklaus,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Kapitalanlage ohne Risiko gibt es überhaupt nicht. Weder Festgeld noch sonst was ist absolut ohne Risiko.

Es kommt auf den Grad des Risikos darauf an. Wieviel kann ich verlieren. Jeder muss für sich selbst entscheiden. Auch der Anlagezeitraum spielt ein große Rolle beim Risiko. Bei Aktienfonds z.b. relativiert sich auch das Risiko mit der Anlagedauer. Bezüglich Auf- oder Abschwung der Aktienmärkte, ist immer wieder festzustellen, das gerade die Deutschen zum falschen Zeitpunkt Aktien kaufen und verkaufen. Sie kaufen immer, wenn die Börsen oben sind und verkaufen immer , wenn die Börsen unten sind. Jeder weiß, dass diese umgekehrt sein sollte. Dieses Verhalten kann man beweisen anhand der Statistiken des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. www.bvi.de

Antwort von wfwbinder,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Erstmal muss man unterscheiden, was steht hinter der Anlage, welche Art von Anlage ist es?

  • Anlage in Geld: Bankeinlage, Anleihe Zertifikat.

Hier kann man die Formel: "je höher der Zins, desto größter das Risiko" fast immer anwenden.

  • Beteiligung:

Wenn es um KG Anteile, Aktien, stille Beteiligung usw. geht, geht es darum, welche Substanz ist da, gibt es einen Zugriff auf die Substanz?

Da können andere Einflüsse auch Raum greifen.

Antwort von obelix,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

der markt kann auch irren. man wird immer beispiele finden, bei denen die aussage nicht stimmt.

im grossen und ganzen wird es jedoch wohl so sein, dass eine hohe rendite auch mehr risiko bedeutet.

es kommt sicherlich auf die anlageklasse an. und jede klasse weist risiken. in der klasse an sich gibt es auch wieder risikounterschiede.

durch einen aufschwung minimieren sich wohl über alle klassen die risiken, durch einen abschwung werden die risiken meist erst sichtbar. generalisieren würde ich das nicht.

die investoren von toxischen papieren haben oft AAA-tranchen gekauft, die keine waren. die verbriefer kannten die risiken wohl mehr als die käufer. das ist eine asymmetrie in der risikoeinschätzung.

Antwort von Rat2010,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Als Laie kann man eventuell so denken wie du, also "Beispielsweise könnte man ja argumentieren, dass in einer Phase des Auschwungs die Renditen hoch und das Risiko niedrig in der Phase des Abschwungs die Beziehung genau umgekehrt ist."

... und macht dann gerade alles verkehrt, weil man immer das kauft, was gerade teuer ist und den rechtzeitigen Ausstieg verschläft. Vor allem natürlich, wenn der gute Ausstiegszeitpunkt eigentlich vor dem eigenen Einstiegszeitpunkt gewesen wäre, was man immer erst hinterher weiß. Trends gefolgt sind auch die, die in der Dot-Com-Blase, am Neuen Markt und allen anderen Blasen alles verloren haben.

Trends zu folgen ist also schon mal keine einfache Alternative, um die Relation "hohe Chance => hohes Risiko" auszuhebeln. Dafür ist der normale Mensch auch (im Kopf) falsch geschaltet.

Die Risiken und Chancen zu kennen und in der Kenntnis ein Portfolio aufzubauen, in dem die Risiken für den einzelnen Anleger akzeptabel und die Chancen angemessen sind ist der Trick.

Man muss wissen, ob man zocken oder Geld anlegen will. Ersteres kann jeder, zweiteres ist ein Handwerk, das man (üblicherweise im Laufe von einigen Jahren) lernen kann und in dem es Meister gibt.

Antwort von mig112,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Grundsätzlich stimmt die Aussage!

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