Frage von eiligenschein,

Hohe Eigenkapitalquote?

Ist es eine gute Idee in Aktien mit hoher Eigenkapitalquote, am besten nur über 50% zu investieren? Wird man hierdurch weniger Verluste einfahren und Insolvenzen haben?

Denn ich finde gerade, dass solche Aktien sehr billig geblieben sind, während der Rest davon gelaufen ist. Teilweise gibt es sogar noch Aktien, die unter dem Buchwert oder gar unter dem um Firmenwert und immaterielle Vermögensgegenstände bereinigten Buchwert zu haben sind, und das teilweise zu einstelligen KGVs und 3% Dividendenrendite. Warum sollte ich dann eine BASF oder Linde zu aktuellen Kursen kaufen?

Antwort
von SBerater,

die EK-Quote ist sicherlich ein Sicherheitsaspekt, wenn diese sehr hoch ist. Du sagst jedoch pauschal, dass diese Aktien günstig sind. Das stelle ich in Frage, ob das wirklich so ist.

Wenn du nur auf diese Zahl schaust, dann ist das wenig, denn für die Bewertungen, die an der Börse zu finden sind, wird nicht nur die EK-Quote geprüft, sondern mehr die EK-Rentabilität. Was bringt dir eine sichere Firma, wenn die EK-Rentabilität z.B. nur bei 2 oder 3% liegt? In so einem Falle werden die Kapitalkosten nicht erwirtschaftet. Und so einer Firma bleibt nur übrig, das EK aufzubauen.

Du musst deine Analyse verbessern und weitere Kriterien auswerten, nicht nur die EK-Quote. Das sagt zu wenig aus. Auch eine Quote von 30% ist gut.


Warum in eine Linde oder BASF investieren? Weil deine Rendite dadurch besser sein könnte? Weil die Firmen gut dastehen? Weil sie in ihrem Segment zu den führenden Unternehmen gehören? Weil sie ein gutes Management haben?

Kommentar von eiligenschein ,

Ich will natürlich auch eine hohe Gesamtkapital-Rendite und einen starken Cashflow bei wenig Goodwill. da gibts nicht viele, aber die Werte von BASF oder gar Linde würden bei weitem übertroffen. Noch einfacher ist es was besseres zu finden, was eine bessere GK-Rendite als die Deutschen Bank hat. Aber wichtig ist auch die Umsatzrendite. Ein KUV von 2 bei 25% Umsatzrendite ist sicher besser als ein KUV von 0.5 bei 1% Umsatzrendite

Kommentar von eiligenschein ,

Zudem hat Linde viel zu viel Schulden angehäuft. Fresenius ist noch viel schlimmer und RWE eine einzige Katastrophe. Ich würde lieber Microsoft oder Cisco kaufen, die nach Abzug der Schulden so viel Cash haben, dass sie Linde bar auf die Hand aufkaufen könnten.

Antwort
von althaus,

Ich würde eine BASF oder Linde kaufen wollen, weil es diese Unternehmen wahrscheinlich noch in 100 Jahren geben wird. Währenddessen es die Unternehmen mit Deiner Ausstattung schon im nächsten Jahr Pleite gehen kann, wenn man sich nur auf die Eigenkapitalquote oder KGV verläßt.

Kommentar von eiligenschein ,

Ich will natürlich auch eine hohe Gesamtkapital-Rendite und einen starken Cashflow bei wenig Goodwill. da gibts nicht viele, aber die Werte von BASF oder gar Linde würden bei weitem übertroffen. Noch einfacher ist es was besseres zu finden, was eine bessere GK-Rendite als die Deutschen Bank hat. Aber wichtig ist auch die Umsatzrendite. Ein KUV von 2 bei 25% Umsatzrendite ist sicher besser als ein KUV von 0.5 bei 1% Umsatzrendite.

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