Frage von ninu1402,

Hohe Abgaben auf Jahresprovision.

Hallo, ich habe beim Finanzamt angefragt und nicht einmal die konnten mir helfen. Mein Problem: Ich bekomme ein Grundgehalt und zusätzlich Provision auf verkaufte Artikel. Jeden Monat bekomme ich 600 Euro Provisionsvorschuß. Dieser wird ganz normal mit versteuert. Im letzten Jahr war der Umsatz etwas höher sodas ich eine Nachzahlung von 500 Euro bekommen habe. Diese Nachzahlung ist aber wie Urlaubsgeld behandelt worden. Also wesendlich mehr Abzüge. Das Lohnbüro unsere Firma sagt das es so richtig ist, aber das kann ich nicht glauben. Es ist doch mein Lohn, wenn er auf die Monate verteilt wäre hätte ich doch auch nicht diese Abzüge gehabt. Was meint Ihr dazu.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FREDL2,

Dazu meine ich, dass das Lohnbüro richtig liegt. Die Nachzahlung ist ganz eindeutig ein Sonstiger Bezug ( wie Urlaubsgeld) und keinem Monat zuzuordnen, sondern dem Kalenderjahr.

Alles, was fürs Kj gezahlt wird - also Urlaubs- u. Weihnachtsgeld, Nachzahlungen, Tantiemen etc. ist als Sonstiger Bezug zu versteuern. Das ergibt einen höheren Abzug von Lohnsteuern, das hast Du beim Urlaubsgeld ja schon bemerkt.

Es steht Dir frei, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Anl. dieser wird das wieder glattgezogen.

Kommentar von ninu1402 ,

Hallo Fredl2, Danke für die Antwort. Da gibt es nur ein Problem, Ich befinde mich in der Verbraucherinsolvenz. Da geht alles aus der Einkommensteuererklärung an den Treuhänder und ist damit futsch. Aber wenn das so richtig ist dann ist das halt so. Da werde ich den Provisionsvorschuß in diesem Jahr erhöhen lassen damit ich das Problem im nächsten Jahr nicht wieder habe. Jetzt steht die Jahresprovision ja auf der Februarabrechnung von diesem Jahr also wird es ja erst bei der 2013er Steurerklärung verrechnet oder?

Nochmals vielen Dank ninu1402

Kommentar von FREDL2 ,

Bitteschön.

erst bei der 2013er Steurerklärung

Ja

Antwort
von Meandor,

Der Steuer ist es egal als was Dein Lohn bezeichnet wird. Ob es Grundgehalt, Provision, Urlaubsgeld, Spesen oder sonst wie genannt wird. Es ist Lohn und auf Lohn fällt Lohnsteuer an. Je höher der Lohn, desto höher die Lohnsteuer.

Du darfst die Sonderzahlung nicht gesondert behandeln. In einem normalen Monat hast Du 2.200 Euro mit 700 Euro Abzug und in einem Monat hast Du 2.696 Euro mit 925 Euro Abzügen.

Diese Ungleichbesteuerung richtet spätestens die Einkommensteuererklärung gerade.

Antwort
von SBerater,

letztendlich hast nur du die Abrechnungen und Belege, nicht wir. Und daher kann ich nur vermuten, dass du von dem Problem der Progression sprichst. Das erfährt jeder, wenn er mal in einem Monat etwas mehr brutto bekommt. Dann sind die Abzüge einmalig hoch.

Nur gibt es irgendwann die Jahressicht und dann wird alles gerade gezogen. Darum kümmert sich die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers, wenn die Jahresbescheide erstellt werden. Wenn du deine Steuererklärung machst, dann ist das Problem, das du siehst, auf jedem Fall vom Tisch.

Übrigens: was meinst du mit "ist wie Urlaubsgeld behandelt worden"?

Kommentar von ninu1402 ,

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich glaube da reden wir an einander vorbei. Es gibt auf meiner Abrechnung Februar einen Posten : Festlohn 1600 Euro mit (L) gekennzeichnet. Einen Posten Provisionsvorschuß 600 Euro mit (L) gekennzeichnet. Und dann gibt es noch Provision Jährlich 496 Euro mit (S) gekennzeichnet.

Also sind die beiden ersten Positionen Lohn und die letzte eine Sonderzahlung. Obwohl dies ja auch Lohn ist nur halt nachgezahlt.

Auf die 2200 Euro Lohn habe ich ca. 700Euro Abzüge und auf die 496 Euro ca. 225 Euro Abzüge. Das meine ich mit Urlaubsgeld. Diese Jahresprovision wird wie Urlaubsgeld getrennt aufgeführt und als Sonderzahlung behandelt.

Kommentar von SBerater ,

wir reden nicht aneinander vorbei. Egal ist, mit welchem Kürzel dein Arbeitgeber welche Zahlung markiert.

Alle aufgeführten Zahlungen (wie auch Urlaubsgeld) unterliegen der Steuer- wie auch der Sozialversicherungspflicht. Und dein Problem kommt aus der Progression. Je höher das Monatsbrutto, desto höher die Abzüge auf jeden Euro mehr.

Du kannst nun in die Lohnsteuertabellen gehen - auf Monatsbasis - dann wirst du sehen, dass dein AG korrekt gerechnet hat.

Mach die Steuererklärung und gut ist's.

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