Frage von cdfranke,

Hinterlegung eines Betriebskostenguthaben der Wohnungsverwaltung

Sehr geehrte Damen und Herren, Nach dem Tod unserer Mutter musste unser Vater als Pflegefall im Altersheim untergebracht werden. Mein älterer Bruder wurde als Betreuer ernannt. Inzwischen ist der Vater auch verstorben. Daraufhin wurde von der Wohnungsverwaltung ein Betrag für Wohnungsanteile im Amtsgericht hinterlegt. Auf Grund der Erbfolge müssen nun entsprechende Vollmachten beschafft werden. Da der Vater nicht unserer leiblicher Vater ist, gibt es noch eine Schwester und einen Bruder väterlicherseits. Der Bruder ist im Krieg verschollen und die Schwester lebt noch. Die Erbgemeinschaft besteht also aus drei Personen. Welche Unterlagen oder Vollmachten müssen dem Amtsgericht nun vorgelegt werden, um den auszuzahlenden Betrag zu erhalten? Reicht eine Verzichtserklärung der Tante aus, um den Betrag an die anderen zwei Erben auszuhändigen? Mit freundlichen Grüßen D. Franke

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Antwort
von Privatier59,

Die Hinterlegung beim Amtsgericht kann dann gewählt werden, wenn ein Schuldner nicht weiß, wer sein Gläubiger ist und er den Streit vermeiden will bezüglich der Berechtigung an der hinterlegten Sache bzw. den hinterlegten Zahlungsmitteln.

In diesem Falle ist offenkundig unklar, wer denn alles zum Kreise der Erben gehört. Das aufzuklären ist nicht Aufgabe der Hinterlegungsstelle, sondern einer anderen Abteilung des Amtsgerichts, nämlich des Nachlaßgerichts. In Eurer Lage führt kein Weg daran vorbei, beim Nachlaßgericht den Erbschein zu beantragen. Nur nach Vorlage des Erbscheins bekommt Ihr das hinterlegte Geld ausbezahlt.

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