Frage von HilfeHilfe, 71

Hilfe ich habe einen schummelaudi....?

Hallo , haben heute Post bekommen das unser Audi auch betroffen ist und irgendwann in die Werkstatt zum Nachrüsten der software muss . Ich habe gelesen das in den USA Sammelklagen am Laufen sind und Kunden bis 1000€ bekommen sollen . Läuft was ähnliches in Deutschland ? Macht es Sinn bei Audi nachzuhören um was rauszuschlagen ? Hatten den Audi auch direkt bei einem Audi Händler gekauft. Er müsste ja im Wert geringer sein ? Rechtsvhutz haben wir auch

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von billy, 21

Für den Fall Du kennst es noch nicht, hier folgende Information aus der SZ zum Thema, im Artikel geht es um VW Kunden, ist m. E. aber 1:1 auf Audi Kunden übertragbar (VW Konzern). 

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/nach-abgas-skandal-europaeische-vw-kunden-...   

Antwort
von wfwbinder, 31

Lass dir das schriftlich bestätigen udn ihn nicht nachrüsten.

Eventuell ist er ja in 20 Jahren als "Schummelaudi" als youngtimer, oder 10 Jahre später als Oldtimer viel Wert.

Oder Du lässt ihn einfach nachrüsten udn überlegst, was Dir persönlcih für ein Schaden entstanden ist. Schlecht gelaufen? Mehr verbraucht? Langsamer gewesen?

Eventuell ihn in die Werkstatt zum nachrüsten bringen.

Antwort
von Primus, 46

Das habe ich kürzlich dazu gelesen:

Entscheidend ist, ob Ihnen ein Schaden im Rechts­sinn entstanden ist. Auf jeden Fall entsteht Ihnen ein Schaden im ideellen Sinne: Durch die manipulierte Software sind Sie mit einem Auto unterwegs, das wohl mehr Schad­stoff ausstößt, als zulässig und nötig wäre. 

Für solche sogenannten Nicht­vermögens­schäden gibt es nach deutschem Recht jedoch nur bei Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbst­bestimmung Ersatz – das so genannte Schmerzens­geld. 

Der Schaden für die Umwelt berechtigt nicht zum Schaden­ersatz. Auch das wegen der unzu­lässig ausgestoßenen Abgase zumindest minimal erhöhte Gesund­heits­risiko wird kaum ausreichen, um Schaden­ersatz­ansprüche zu begründen. 

Allerdings entsteht Ihnen als Besitzer eines betroffenen Autos ein Vermögens­schaden, wenn der Wagen nach Bekannt­werden der Manipulation weniger wert ist als zuvor. Dafür dürften der Hersteller und die persönlich Verantwort­lichen zahlen müssen. 

Andere Juristen sind da allerdings auch noch skeptisch. Der Verbraucherzentrale Bundes­verband sieht die Gefahr, dass Besitzer manipulierter Autos auf Folge­kosten des Rück­rufs sitzen bleiben. 

In jedem Fall gilt: Die Beweislast dafür, dass und in welcher Höhe ein Schaden entstanden ist, trifft Sie als Verbraucher. Einen – gewiss nicht sonderlich hohen – Schaden stellt auch die Notwendig­keit dar, Zeit und oft wohl auch Geld aufwenden zu müssen, um den Wagen zur Nach­rüstung in die Werk­statt zu bringen.

https://www.test.de/Abgasmanipulation-bei-Volkswagen-und-Audi-Antworten-auf-Ihre...

Antwort
von Privatier59, 28

Eine Rechtsschutzversicherung erteilt eine Deckungszusage nur dann, wenn eine beabsichtigte Klage im Prinzip Erfolg haben kann.

Bei "Sammelklagen" ist das NIE der Fall. Die gibt es in Deutschland nämlich nicht.

Wann ist das Auto denn gekauft worden? Die Gewährleistung beträgt 2 Jahre. Danach brauchte der Händler überhaupt nichts mehr zu machen und vorher muß er den Mangel begeben, nichts weiter. Ob er Dir aus Kulanz eine Fußmatte oder ähnliches spendiert, ist sicher verhandelbar.

Und noch ein Wort zur Sammelklage in den USA: Das ist nur halb so schön wie das hier in der Presse oft dargestellt wird. Es kann sein dass die amerikanischen Audi-Kunden nur einen Rabattgutschein bekommen. In der Vergangenheit hat es solche Fälle gegeben. 

Antwort
von gammonwarmal, 26

Schwierig. Welcher Nachteil ist Dir persönlich entstanden? Sammelklagen gibt es in Deutschland nicht.

Die Rechtsprechung in den USA ist nicht vergleichbar.

Du hättest sicherlich einen Schadenersatzanspruch, wenn die Kfz-Steuer deswegen rückwirkend erhöht würde. Vermutlich würde das aber von der VAG direkt geklärt werden.

Falls dadurch der Benzinverbrauch negativ beeinflusst wäre, hättest Du wohl auch einen Anspruch. Aber das ist nicht bewiesen.

Fazit wäre, dass Du mit einer Klage gegen den Konzern allein vorgehen müsstest, Ausgang ungewiss, da Du Nachteile nachweisen müsstest. Die sind m. E. im Moment nicht zu erkennen.

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