Frage von dstreppen, 421

HILFE ICH BEKOMME KEINE RENTE

Hallo! Wer kann helfen,

ich hatte am 22.1.13 ein en Schlaganfall und bin seitdem berufsunfähig geschrieben und soll meine Rente beantragen. Da ich in den letzten Jahren bei einen SUB für HERMES-Dienstleistungen tätig war dabe ich als selbsständiger keine Rentenbeiträge zahlen können. Der Verdienst reichte gerade noch zum Leben und mit meinen Insolvenz bin ich auch erst vor 2 Jahren schuldenfrei geworten. Eine Anstellung hatte ich damals mit 51 Jahren auch nicht gefunden. Ich habe bezahlen konnte30 JAHRE in die Rentenkasse einbezahlt. Da ich leider in den letzten 5 jahren die Leistungen von den 36 Pflichtmonaten nicht zahlen konnte. Die Auskunft hier bei meiner Rentenstelle war tatal unfreunlich. Ich fragte was ich machen kann bekam ich zur Antwort ich solle mich doch an die Bundeskanzlerin wenden.ich bekam also keine Antwort auf meine Frage.

Wer kann mich helfen, wer und gibt guten Rat.

Antwort
von Primus, 396

Für eine Erwerbsunfähigkeitsrente musst du, vor Beginn der Leistung, immer in den letzten 5 Jahren davor, 3 Jahre Beiträge gezahlt haben. Sonst besteht kein Rentenanspruch.

Also bleibt wird Dir wohl, wie Barmer schon schreibt, bis zum Erreichen der Altersrente der Gang zum Sozialamt nicht erspart.

Antwort
von Rentenfrau, 357

Hallo dstreppen, Du kannst natürlich einen Rentenantrag wegen Erwerbsminderung stellen, dann wird die Rentenversicherung die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen prüfen, aber wie Du schon weißt, mußt Du, um eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen, in den letzten 5 Jahren VOR Eintritt der Erwerbsminderung (das könnte bei Dir das Datum des Schlaganfalles sein, also der 22.1.13) mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge gezahlt haben, also wohl in der First vom 22.01.2008 bis zum 21.01.2013. Wenn Du hier die 36 Monate nicht zusammenbringst und auch keine speziellen "Erhaltungszeiten" da sind (wie zum Beispiel Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit oder Krankheit, Kindererziehungszeiten usw.) dann klappt die Rente leider nicht. Warum Du keine Beiträge gezahlt hast (ob vergessen, oder finanziell dazu nicht in der Lage) spielt dabei keine Rolle. Als Selbständiger hättest Du Dich grundsätzlich in der Rentenversicherung absichern können, aber wenn das unterblieben ist, kannst DU es jetzt nicht nachholen. Überleg aber, ob Du bei der Gemeinde oder einer Auskunftstelle nachgefragt hast und Du dort evtl. falsch beraten wurdest, das wäre ein Grund noch später die Beiträge zahlen zu dürfen. Wenn Du durch Deine Krankheit nun nicht mehr arbeiten kannst UND finanziell hilfebedürftig wirst, kann Du nur noch Sozialhilfe vom Staat beantragen. Du solltest Dich auch um einen Schwerbehindertenausweise bemühen, bekommst Du einen Grad von 50 zugebilligt und hättest Du 35 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung, kannst Du in vorzeitige Rente wegen Schwerbehinderung gehen, je nach Alter schon vor 63 Jahren, aber mit Abzug. Du solltest noch abklären (zuständig ist hier die DRV), ob bei Dir Scheinselbständigkeit vorlag.

Antwort
von Lissa, 292

Ich will deine Laune nicht verschlechtern, aber als Selbstständiger mit einem Auftraggeber (bei dir Hermes) bist du versicherungspflichtig in der Deutschen Rentenversicherung. Solltest du mehr als 400 Euro (bis Ende 2012) bzw 450 Euro monatlich an Gewinn nach Abzug der Betriebsausgaben haben, hättest du Beiträge zahlen müssen. Dann hättest du auch einen Rentenanspruch, hättest dir vermutlich aber früher überlegen müssen, ob sich die selbstständige Tätigkeit wirklich lohnt.

Antwort
von Juergen010, 226

Stichwort: Scheinselbstständigkeit

Bitte lies Dir folgenden Artikel durch - insbesonders die Anwaltsanmerkungen unter Punkt 4 und 5 - vielleicht kannst Du auf diesem Wege noch etwas erreichen.

http://www.frag-einen-anwalt.de/Scheinselbststaendigkeit-__f110588.html

Kommentar von alfalfa ,

D.H. Wenn das Spiel schon hart gespielt wird solltest Du echt die Karte Scheinselbständigkeit spielen. Zu verlieren hast du nichts. Hermes muss dann die Sozialbeiträge nach entrichten und Du hast Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Also: Zum Telefonhörer greifen und bei der DRV ein Statusklärungsverfahren einleiten. Der Rest läuft automatisch.

Antwort
von barmer, 208

Das ist hart und zeigt, das man unbedingt auf seine Anwartschaften in der Rentenversicherung achten muss, wenn man sich selbstständig macht. Vor allem, wenn wie hier, noch Anspruch auf BU-Rente bestanden hätte.

Hier sehe ich nur das Sozialamt, bis dann die Voraussetzungen für die Altersrente erreicht sind.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von qtbasket, 173

Scheinselbstständigkeit !!!

Das sind die langfristigen Folgen. An Rente steht dir nur das zu, wozu du Anwartschaften erworben hast und da es zur Altersrente wohl noch einige Jahre sind, bleibt nur das übliche soziale Netz:

Das heißt Hartz IV - und du musst vermittelbar sein. Auch ansonsten ist einiges falsch an deinen Aussagen:

berufsunfähig kann man nich geschrieben werden, vermutlich bist du krankgeschrieben und das ohne viel Krankengeld - über deine Krankenversicherung hast du uns nichts mitgeteilt.

Bei der Rentenberatung hat man dir nur die Gesetzeslage erläutert - dir bleibt nichts anderes übrig als irgendwann in Bälde dich nicht mehr krankschreiben zu lassen und dich bei ARGE wegen Hartz IV zu melden.

Antwort
von alfalfa, 184

Die korrekte Antwort hat ja schon Barmer gegeben, so dass Dir nur bleibt Grundsicherung nach SGB II beim Sozialamt zu beantragen. Die Auskunft der DRV ist eine bodenlose Frechheit. Da solltest Du Dich auch schriftlich beschweren.

Kommentar von Rentenfrau ,

Wenn ich korrigieren darf, Grundsicherung nach dem SGB XII, SGB II = Hartz IV, das ist nur für erwerbsfähige Personen.

Antwort
von Kevin1905, 144

Sozialamt.

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