Frage von lavanzza45, 3

hilfe beim medizinischen gutachten und anderen problemen

hallo, ich bin seit 11 wochen verwitwet,49 jahre alt,habe jetzt alg2 beantragt und witwenrente , die ist bereits bewilligt, auf den alg bescheid warte ich noch..mein problem besteht im folgenden daraus, ich bin von einer gutachterin ohne medizinsche untersuchung auf arbeitsfähige 6 stunden täglich eingestuft worden,was ich aber meiner gesundheitlichen probleme garnicht mehr leisten kann,wie wehre ich mich dagegen...ich
bin völlig fertig...mein nächstes problem ist, weil ich als arbeitssuchend eingestuft , soll ich mir eine möglichkeit überlegen, wie ich aus unserem dorf bis zur nächsten stadt zur arbeitsaufnahme kommen soll...ein auto kann ich mir nicht leisten, zum gehen sind 10 km zu weit, und mit dem fahrrad kann ich nicht fahren, weil ich einen schweren sehnenabriss hatte, nun droht er mir noch mit dem zwangsumzug,ich kann einfach nicht mehr weiter , ich denke schon an daran ,meinem mann zu folgen.......

Antwort
von Primus,

Den letzten Satz überlese ich jetzt einfach!!

Zum Tode Deines Mannes spreche ich Dir erst einmal mein aufrichtiges Beileid aus.

Wenn Du gesundheitlich so beeinträchtigt bist, dass Du nicht mehr in der Lage bist vollschichtig zu arbeiten, kann ich Dir nur raten, sofort einen Rentenantrag auf Erwerbminderung zu stellen.

Ob dieser zur vollen - oder zur Teilerwerbsminderung reicht, stellt ein Gutachter fest, der von der Rentenversicherung gestellt wird.

Wird auch bei dieser Untersuchung festgestellt, dass Du erwerbsfähig bist, kannst Du Widerspruch dagegen einlegen und das mit Hilfe eines Sozialverbandes.

Du solltest allerdings genügend ärztliche Unterlagen vorweisen können, denn ohne eine vorausgehende Krankengeschichte ist die Sache zum Scheitern verurteilt.

Wird der Widerspruch ebenfalls abgelehnt, sagen Dir die Sachbearbeiter des Sozialverbandes, ob sich eine Klage vor dem Sozialgesetz lohnt.

Bis zur endgültigen Entscheidung läuft noch ganz viel Wasser den Rhein herunter und bis dahin muss Dir vom Amt Geld gezahlt werden, ob sie wollen oder nicht.

Also: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern kämpfe um das, was Dir zusteht.

Antwort
von Rentenfrau,

Liebe lavanzza45, verliere nicht den Mut und lasse Dir hier guten Rat geben.

Ich möchte Dir noch mein aufrichtiges Beileid zum Tod Deines Mannes aussprechen, ist wirklich schlimm, daß Du noch weitere Probleme beim Jobcenter zu bewältigen hast.

Ich habe mehrere Ratschläge für Dich: Da Dein Mann erst kürzlich gestorben ist, kann und wird Dich Dein Hausarzt doch sicher erst mal eine Weile krankschreiben, dann ruht die Bewerbungspflicht, grade wenn Du längere Zeit arbeitsunfähig erkrankt bist, was bei einem Todesfall im nahen Umfeld eigentlich sehr klar ist. 

Bitte Deinen behandelnden Arzt um ein Attest, welches Du dann dem Arbeitsvermittler vorlegen kannst, sprich dem Vermittler gegenüber auch nochmal genau an, daß Du - ohne Untersuchung - begutachtet wurdest, vielleicht kann er dann den Ärztlichen Dienst erneut einschalten, hier solltest Du dann unbednigt das Arzt -Atest mitgeben.

Dann würde ich Dir noch raten, Deinen eigenen Rentenanspruch (Alters- oder Erwerbsminderungsrente prüfen zu lassen), dies kann die Gemeinde oder das Staatliche Versicherungsamt erledigen. Wenn Du selber meinst, daß Du nicht mehr Vollzeit arbeiten kannst, kann die Rentenversicherung prüfen, ob Du einen EM-Rentenanspruch hast, die Rentenversicherung würde hier dann die versicherngsrechtlichen und gesundheitlichen Vorasussetzungen prüfen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von wfwbinder,
     ich bin von einer gutachterin ohne medizinsche untersuchung auf arbeitsfähige 6 stunden täglich eingestuft worden,was ich aber meiner gesundheitlichen probleme garnicht mehr leisten kann,

WAs es nicht alles gibt, hätte ich nicht für möglich gehalten, ohne eine Untersuchung.

       wie wehre ich mich dagegen.

Nun kommt es darauf an, ob Du überhaupt noch arbeiten kannst, wenn ja wieviel, oder gar nicht mehr.

Wenn Du nur noch 3, oder 4 Stunden pro Tag arbeiten kannst, musst Du das auf dem Jobcenter sagen und dann wird Dir auch etwas zugewiesen.

Wenn Du darunter liegst, solltest Du eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen. Dann folgt auf jeden Fall eine vernünftige Untersuchung.

Auf jeden Fall solltest solltest Du nicht einfach die Flinte ins Korn werfen. Deinem Mann kannst Du auch noch in 50 Jahren folgen, ganz gleich wo er ist, er wird sich nicht langweilen (hoffe ich für ihn).

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